Die Schicksalsweberinnen

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Sie reden miteinander, lachen während sie Wolle zu Garn spinnen und danach in ihr riesiges Netz einweben. Die Zeit hatte tiefe Furchen in die einst makellosen Gesichter der drei Damen eingegraben. Ihr Netz, welches sie unermüdlich bearbeiten ist an manchen Stellen unter einer dicken Staubschicht begraben, teilweise sogar komplett weg gemodert. Keines der drei Schwestern scheint davon Notiz genommen zu haben. Vielleicht ignorierten sie es einfach. Immer weiter spinnen sie ihr Netz ohne sich gross darauf zu achten. Täten sie so würde ihnen vielleicht auffallen, dass einige der Fäden ein gewisses Eigenleben entwickelt zu haben scheinen. Munter schlängeln sie sich durch das Fadenlabyrinth. Verknüpfungen lösen sich, neue werden geknüpft. So mancher Faden ändert einfach mal seine Farbe, wird blasser oder leuchtender. Ab und zu geht ein Faden in Flammen auf. Zum Glück bleiben die Fäden welche mit jenen Verknüpft waren oft von der Flammen verschont.

Auch wenn die alten Schwestern ihre Arbeit schon eine ganze Weile verrichten, einige Jahrtausende um genau zu sein, scheinen ihre Finger noch nicht ganz mit der Arbeit vertraut. Immer wieder reisst das Garn. Manchmal bereits nach wenigen Zentimetern. Manchmal erst nach mehreren Metern. Doch genauso oft läuft ihnen der Faden einfach aus, wenn die erste, welche für das spinnen zuständig ist in ein kurzes Nickerchen fällt.

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⏰ Last updated: Jan 24, 2017 ⏰

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