1. Kapitel

7 0 0
                                        

Es ist dunkel. Ich starre im die Dunkelheit. Ich habe das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen. So war es auch in den vergangenen Tagen. Jede Nacht wache ich auf, weil ich einen Albtraum nach dem anderen habe. Ich habe seit 2 Monaten nicht mehr ordentlich durch geschlafen. Jeden Tag bin ich total übermüdet und erschöpft. Ich bekomme in der letzten Zeit einfach nichts mehr hin. Sogar meine schulischen Leistungen haben nachgelassen. Dabei war ich immer Klassenbeste. Ich verstehe nicht was mit mir los ist. Ich stehe auf und gehe zum Fenster um es zu öffnen. Erst als die kühle Luft über meinen überhitzten Körper streicht, kann ich mich etwas beruhigen. Und habe das dringende Bedürfnis laufen zu gehen, doch ich weiß, wenn das meine Mutter mitbekommt, bekomme ich Hausarrest bis an mein Lebensende. Ich grinse. Sonst ist meine mom total cool, aber bei dem Thema lässt sie nicht mit sich reden. Leider. Sie hat totale Angst, mir könne etwas passieren. Wenn sie wüsste, das ich trotzdem fast jede Nacht draußen bin und ziellos durch die Gegend laufe, würde sie wahrscheinlich einen Herzinfarkt bekommen. Ich ziehe meine Laufschuhe an und schleiche die Treppe hinunter. Die letzte Stufe überspringe ich da mich sonst ihr Knarren verraten würde. Ich öffne die Haustür und trete in die kühle Sommer Luft. Ich atme tief ein und laufe los. Kaum bin ich aus unserer Einfahrt raus, beschleunige ich. Ich sprinte bis zum Waldrand, der nur ca. 300 Meter von unserem Haus entfernt ist. Ich bleibe kurz am Waldrand stehen und sehe mich um. Es ist um die uhrzeit kein mensch auf der Straße zu sehen. Entschlossen drehe ich mich wieder dem Wald zu. Es wird Zeit das ich etwas auslauf bekomme. Ich sprinten los. Das Adrenalin strömt durch meine Adern. Ich werde immer schneller, bis ich nur noch dahin fliege. Die Bäume am Rand sind nur noch als verschwommene Schatten zu sehen. Ich laufe immer weiter und weiter. So weit bin ich noch nie gelaufen, aber meine Energie würde ewig reichen. Ich erreiche eine Lichtung und bleibe abrupt stehen. Habe ich es mir nur eingebildet, oder waren da gerade Schritte zu hören. Ich stehe wie erstarrt da. Eigentlich kann das nicht sein. Ich bin mitten im Wald und es ist 4 Uhr nachts. Das ist unmöglich! Doch ich habe mich nicht getäuscht. Da sind tatsächlich Schritte. Und sie kommen näher! Ich laufe zum Rand der Lichtung um mich zu verstecken. Gerade rechtzeitig. In dem Moment wo ich mich hinter einem Busch verstecke, taucht ein Typ auf der Lichtung auf. Er sieht sich eine weile um und ich habe Angst mich zu rühren. Was würde passieren wenn er mich entdecken würde? Still hocke ich in meinen Versteck und hoffe, das er bald wieder geht...

AlphaWhere stories live. Discover now