Einleitung

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                       Victoria                   

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                       Victoria                   

9.00,10.00,11.00... "Hey Babe",eine beruhigende mir bekannte Stimme drang leise durch mein Ohr und ich öffnete meine kastanienbraunen dunklen Augen. "Oh,hi Jake". Zärtlich küsste ich meinem Partner auf die dünnen Lippen. Er lächelte und setzte sich neben mich,auf die Wartebank. Mit der rechten Hand stützte ich meinen hinkenden Kopf und weitete meinen Mund zu einem müden Gähnen. "Ich bin doch nicht ernsthaft eingepennt. Wie peinlich...",beschämt dachte ich darüber nach das ich doch nicht ernsthaft bei dieser wichtigen Operation eingeschlafen war. Schließlich ging es hier um Alice,meine kleine Schwester. Aber eins war komisch; normalerweise wurde ich von dem aggressiven Schreien meiner Schwester geweckt. War es etwa ein gutes Zeichen das es diesmal nicht so war? Oder war etwas schief gegangen? Mein zuvor trüber Blick verwandelte sich in ein angstvolles und besorgtes Leuchten. Ich sprang auf und wollte mich gerade auf machen zum OP-Saal doch eine Hand hielt die meine fest. "Es ist alles gut.",versprach Jake und ich setzte mich. "Wenn ich mir da doch so sicher sein könnte wie du es bist,schließlich ist sie nicht deine Schwester",versuchte ich ihn zu überzeugen doch er ließ nicht nach. "Tolle Unterstützung...",brummte ich genervt aber ohne Laut. Gerade dann,so kurz nachdem unsere Mutter verstorben war, musste ich doch auf sie aufpassen! Und wie auf ein stilles Zeichen hörte ich einen  Rollstuhl,mitten in ihm saß meine Schwester und sah stumm in die Ferne. Der Doktor kam mit einem kleinen Notizblock in meine Richtung geschlendert ohne mir einen Blick zu würdigen. "Es ist alles gut gelaufen, bloß müssen sie noch etwas bleiben,Frau Kennedy.",fing er an und sah mir ernst in die Augen. "Und zwar müssen wir noch ein paar Ergebnisse zusammenstellen und uns alles noch einmal ansehen,weshalb sie noch mindestens bis Ende November bleiben müssen.",sprach er. "Was? Aber ich wollte am Samstag in Wisconsin sein,ich hab doch schon den Flug gebucht!",meinte ich verärgert. "Nun,dann muss ich sie wohl enttäuschen",und ohne ein weiteres Wort verschwand er im nächsten Raum. Meine Augen funkelten ihn noch einmal wütend an "Wenn Blicke töten könnten...",wimmerte ich kaum deutlich,jedoch kümmerte mich das nicht mehr. Nun nahm ich auch Alice in den Arm. "Und,alles gut?",ein Lächeln zauberte sich in mein Gesicht als ich ihr Grinsen sehen konnte als sie mein aufbrausendes Ich wiedererkannte. 

Alice

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Alice

Gelangweilt zupfte ich an einem kleinen Gänseblümchen neben dem Haus. Ich saß in der Hocke und lächelte stumm; die Welt konnte so schön sein! Es war gerade mal 7:00 Uhr morgens,wir hatten Freitag und der August nahm seinen Lauf. Victoria hatte mich in der Schule in Wisconsin abgemeldet jedoch besuchten ich und sie das Internat Blackwood das keine 300 Meter entfernt von unserer Hütte auf der Lichtung lag. In zwanzig Minuten würde auch schon der Unterricht beginnen,Französisch. "Vic,beeil dich!",hetzte ich sie. Vic war der Spitzname für meine große Schwester Victoria. Als sie auch schon herausgelaufen kam,schlenderten wir gemeinsam los. Womöglich waren wir die einzigen Schüler die nicht im Internat schliefen,schließlich war das ja nur der Ersatz für die Universität und Schule. Trotzdem fragte ich mich immer noch warum gerade ich die Person war,die als verrückt,anders und komisch galt. Mutter sagte immer, "Es ist gut anders zu sein.",aber warum sehen die anderen das nicht? Gehöre ich wirklich in die Klapse wie alle es sagten? Oder war ich nur etwas...Etwas besonderes?
Jeden Abend ging mir diese verdammte Frage durch den Kopf. Andere waren perfekt. Nein,niemand ist perfekt,weder ich,noch Victoria. Man sollte immer man selbst bleiben und sich nicht wegen anderen verstellen. Den nur die die dich wirklich lieben,würden dich akzeptieren wie du bist. Wie bei Jake und Vic dachte ich mir. Wenn das aber nur so einfach wäre...

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