Kapitel 2

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In einer Woche sind endlich Sommerferien, zum Glück. Ich kann es kaum erwarten, da ich mir etwas Geld mit meinem Ferienjob dazuverdienen kann und endlich dem Schulstress entkommen kann. Ich werde in den Ferien Betreuerin in einem Kinderferienprogramm sein mit zwei Freundinnen und wir haben heute nach der Schule die erste Besprechung, da noch viel vorbereitet werden muss. Wir werden die Gruppen besprechen und uns kennenlernen. Um dort hin zu kommen muss ich allerdings erst mal Mathe und danach Englisch überleben.
Nach der sechsten Stunde steige ich in unseren vollkommen überfüllten Bus und hoffe, nicht umgerannt zu werden, da ich recht leicht und nicht besonders groß bin. Nach einer halben Stunde stehen und zwei Minuten sitzen in dem zum Ende hin nicht mehr so vollen Bus und zwei Minuten Fußweg, bin ich endlich Zuhause, wo ich aber nicht lange bleiben kann, um zu verschnaufen, denn eine meiner Freundinnen steht schon vor der Tür und holt mich ab zu dem Treffen. Wir gehen gemeinsam dort hin und setzen uns auf freie Plätze nebeneinander. Unsere andere Freundin kommt noch und wir halten ihr einen Platz frei. Es sind schon einige Leute da und wir schauen uns nach uns bekannten Gesichtern um. Ich erkenne tatsächlich noch ein oder zwei Leute, die ich schon kenne. Die Leiterin dieser Veranstaltung, Angelika, fängt an uns zu begrüßen und erzählt uns, wie toll es dich sei so viele neue Gesichter zu sehen. Ich schaue mit einem mulmigen Gefühl auf mein Handy, da unsere Freundin immer noch nicht aufgetaucht ist und ich mir immer viel zu schnell Sorgen mache. Da geht aber auch schon die Tür auf und sie kommt, sich entschuldigend, rein und setzt sich neben uns. Angelika redet weiter und wir hören zu. Nach in etwa einer Stunde ist sie fertig damit, das Programm runterzuleiern und ab und an mal vom Thema abzuschweifen und wir spielen tatsächlich Kennenlernspiele. Ich komme mit ein paar netten Leuten in Kontakt, aber eine Person ist mir besonders aufgefallen. Er ist recht unauffällig, aber mir ist er direkt aufgefallen. Er ist recht groß, hat blondbraune Haare und grüne Augen, sein Name ist Lukas und ich glaube, ich habe mich soeben in ihn verschaut. Wir sollen uns mit den Leuten hier anfreunden und es wird dann geschaut, wer gut in einer Gruppe zusammenarbeiten kann. Ich gehe also zu Lukas hin und stelle mich vor. "Hi, ich bin Kylie, und du?" Natürlich wusste ich, wie er heißt, aber ich wollte nicht so rüberkommen, als würde ich ihn schon jetzt stalken. "Lukas, hi!", kam es von ihm. Er hatte eine super angenehme Stimme und lächelte mich mit einem zuckersüßen lächeln an. Wir unterhielten uns noch kurz und ich erfuhr, dass er fast 18 war, also 1 1/2 Jahre älter als ich, ebenfalls gerne laufen ging und gerne feiern geht mit seinen Kumpels.
Ich kam an dem Abend nachhause, ließ mich auf mein Bett fallen und dachte über den kompletten Tag nach. Mochte ich Lukas? Mochte er mich? Konnte es sein, dass ich mich verliebt hatte? Oder bildete ich mir das alles nur ein? Oder war ich vielleicht so verzweifelt nach Nähe, dass ich einfach nur irgendjemanden brauchte, egal wen?

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