Thomas stand auf und ging zu Dylan, welcher etwas abseits auf einer Baumwurzel saß. Dylan sah auf, als sich der Blonde neben ihn setzte und ihm ein Getränk unter die Nase hielt. “Hier, probier mal.“ sagte Thomas. Dylan nahm dankend an. Er trank und verschluckte sich. Er hustete und hustete. Thomas konnte sich ein grinsen nicht verkneifen.
“Baaah, was ist das?“ fragte Dylan immer noch hustend und sah Thomas an. Dieser zuckte nur mit den Schultern.
“Ich weiß es nicht ehrlich gesagt“ antwortete der Brite und sah seinem Gegenüber in die Augen.
Der Amerikaner erwiderte den Blick. Plötzlich beugte sich Thomas vor. Dylan wich zurück.
“Cut!“ rief Wes. Dylan lachte und klatschte. Thomas schaute verlegen zu Boden.
Wes gab Anordnungen:
“Okay, das war ein schöner Scherz Jungs, aber wir müssen die Szene nochmal machen. Also, alles auf Anfang.“ Der Regisseur klatschte in die Hände. Nach den typischen technischen Checks und dem “Action“-Ruf von Wes drehten sie die Szene noch mal. Und dann noch zweimal, zur Sicherheit.
Kaya, die gerade nicht für eine Szene gebraucht wurde, saß auf ihrem Stuhl. Sie beobachtete die Jungs. Kaya hatte nicht übersehen dass ihr Landsmann etwas rot wurde, als er Dylan fast geküsst hatte. Das brachte sie zum Denken. Sie konnte es Thomas nicht verübeln: Dylan sah schon gut aus und war ein echt cooler Typ.
Kaya beobachtete Thomas. Er setzte sich gerade neben Dylan. Sie merkte dass er Mühe hatte sich zu konzentrieren. Als die beiden sich ansahen, schien Thomas es schwer zu fallen, seinen Blick von dem Freund abzuwenden. Wes ließ die Szene cutten und lobte das Team. Kaya stand auf und reckte sich kurz. Sie hatte den ganzen gesessen. Da sie sich nun bewegen wollte, ging sie ein bisschen rum.
Ki kam auf sie zu.
“Hey Kaya, hast du Hunger?“ fragte der Asiate. Kaya bejahte und er lud sie ein mit ihm zum Essenszelt zu gehen. Auf dem Weg dorthin unterhielten sich die beiden Freunde über den heutigen Tag.
“Hast du mitbekommen, was da eben passiert ist?“ fragte Kaya.
“Du meinst diesen Fast-Kuss zwischen Tom und Dyl?“ fragte Ki. Kaya nickte. “Meinst du da läuft was zwischen den beiden?“ kam die frage und Kaya hob die Schultern.
“Ich werde mal mit Thomas reden. Du hast es vielleicht nicht gesehen weil du im Hintergrund zu sehen sein musstest aber Thomas war definitiv nicht mehr bei der Sache.“ erklärte sie. Ki nickte.
Die beiden kamen bei dem großem Zelt an, wo die Essensausgabe stattfand. Ki ließ der Britin den Vortritt. Die beiden stellten sich in die Schlange.
Das Essen bestand aus Kartoffeln, Fisch und etwas Salat. Die Schauspieler sahen sich auf der Suche nach einem Platz um.
“Ki! Kaya! Hier drüben!“ rief eine Stimme. Sie drehten sich um und sahen Will, der ihnen lächelnd winkte. Er saß gegenüber von Thomas und neben Dylan.
Sie gingen zu ihnen und platzierten sich: Kaya neben Thomas, Ki auf Wills andere Seite.
Kaya merkte das Thomas jeden Augenkontakt zu Dylan zu vermeiden schien, was merkwürdig war denn normalerweise konnten die beiden es nicht lassen sich scherzhaft anzuflirten. Was zur Hölle war bloß mit ihrem Freund los?
Sie begannen zu Essen. Keiner sagte was. Will, weil er nicht wusste, was. Kaya hing in ihren Gedanken. Ki beobachtete das Geschehen um sie herum. Dylan ging seine Routine für den nächsten Tag durch und Thomas? Tja, Tom dachte über das nach was beim Dreh passiert ist.
Thomas wusste schon immer, dass er schwul war. Aber er empfand nichts für Dylan außer eine enge Freundschaft. Er verstand die Welt nicht mehr. Dylan beendete seine Mahlzeit und stand auf. Er stand auf und sah in die Runde.
“Hey, heute abend Mario Kart?“ fragte er. Er bekam zustimmendes Gemurmel und hier und da ein Nicken.
Daraufhin nahm er sein Tablett, um das Geschirr weg zustellen. Dann ging der Dunkelhaarige nach draußen.
Thomas sah ihm die ganze Zeit hinterher, bis Dylan nicht mehr zu sehen war. Erst dann drehte er sich wieder zu seinem Tablett. Er sah auf.
Drei neugierige, nach Antworten suchende Gesichter starrten ihn an. “Was?“ fragte der Schauspieler unschuldig. Will war der erste der nun mit der Frage rausplatzte:
“Okay, was läuft da zwischen Dyl und dir?“
“Was soll da laufen?“ fragte Thomas zurück. Nun war es Ki, der konterte:
“Du hast ihn doch heute fast geküsst.“
“Ja, und? Wie Wes gesagt hat: Ich habe mir einen kleinen Scherz erlaubt.“ antwortete Thomas in der Hoffnung sie würden ihm glauben.
Doch nun fiel auch noch Kaya ihm in den Rücken. Sie stupste ihn an.
“Tom. Erst küsst du Dylan beinahe und dann schweigst du ihn an? Was ist los?“ fragte sie sanft. Thomas seufzte genervt.
Er stand auf, nahm sein Tablett.
“Wisst ihr was? Kümmert euch um euren eigenen Scheiß!“ rief er wütend. Er drehte sich um und
stapfte davon, wohl wissend dass seine Freunde ihm sprachlos und verwirrt hinterher schauten.
Thomas ging aus dem Zelt. Die plötzliche kühle Abendluft ließ ihn frösteln. Er ging ein bisschen spazieren um den Kopf frei zubekommen.
Fakt: er war schwul.
Fakt: Dylan war nur sein bester Freund.
Fakt: er empfand auch in keinster Weise etwas für Dylan in romantischer Weise.
Fakt: trotz allem hatte er dem Impuls, den Amerikaner zu küssen nicht unterdrücken können.
Thomas seufzte und setzte sich auf eine Bank. Er ging nochmal durch was er empfand wenn er an seinen besten Freund dachte.
Kein Herzklopfen.
Aber er musste immer ein bisschen Lächeln, wenn er Dylan sah.
Keine schwitzigen Hände.
Aber er und Dylan berührten sich viel. Sie kuschelten auch mal gerne oder umarmten sich, aber das führte er darauf zurück, dass Dylan auch schwul war.
Thomas seufzte und legte seinen Kopf zurück und legte die Hände auf seine Augen. Er war verwirrt. Von seinen eigenen Taten.
Ein kleiner Blick auf seine Armbanduhr zeigte Thomas, dass es Zeit wurde sich auf Mario Kart vorzubereiten. Die Spielerunde begann in zwanzig Minuten.
Nachdem er das Geschirr weggeräumt hatte, ging Dylan auf sein und Thomas Hotelzimmer.
Tom hatte seit dem Vorfall beim Dreh nicht mehr mit ihm geredet. Es verletzte Dylan. Er dachte sein Freund würde ihm vertrauen.
Er legte sich in sein Bett. Dieser Beinahe Kuss ließ ihn irgendwie nicht los. Was auch immer da passiert ist, es hat etwas in ihm ausgelöst. Was genau konnte er noch nicht definieren. Er war sich aber sicher dass es etwas mehr als normale Freundschaft war. Aber es war keine Liebe.
Dylan seufzte und legte die Hand auf seine Augen. Er zeigte keinerlei der typischen Anzeichen von Liebe gegenüber Thomas. Kein erhöhter Puls, keine schwitzigen Hände. Nichts von alldem was man sonst so hört wenn von “Liebe“ die Rede ist.
Er hoffte dass er die entstandene Lücke zwischen ihm und Thomas bei Mario Kart schließen könnte. Apropos, der Spielabend begann im zwanzig Minuten.
Dylan stand auf und ging.
Will, Ki und Kaya sahen Thomas hinterher. Solche Ausbrüche kannten sie gar nicht von ihm. Sonst war er immer der fröhliche, hilfsbereite Freund. Egal was, wenn man ein Problem hatte konnte man mit ihm reden und meistens brachte er einen wieder zum Lächeln.
Will vermutete, das Thomas selber nicht wusste, was er jetzt machen sollte. Oder warum er seinen besten Freund geküsst hatte. Will teilte seine Gedanken den anderen beiden mit. Ki nickte.
“Ja, ich denke du hast Recht.“ stimmte der Asiate seinem Freund zu. Auch Kaya nickte langsam. Innerlich wusste sie, dass Thomas langsam aber sicher mehr für Dyl empfand.
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That's it guys!
Meine erste Dylmas Ff. Ich hoffe sie gefällt euch. Lasst konstruktive Kritik da und vielleicht ein paar Vorschläge, wie es weitergehen kann. Ich bin noch nicht lange ein Maze Runner aka Dylmas Fan, aber ich dachte ich setze mich mal ran.
Bis zum nächsten Kapitel. *wink*
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Wherever I go
FanfictionDylan O'Brian und Thomas Brodie-Sangster werden über den Dreh der Maze Runner Filme ziemlich gute Freunde. Doch irgendwann merkt Thomas, dass er mehr für den Amerikaner empfindet. Das Ganze wird immer heftiger, seine Freunde sehen ihm an, dass er ei...
