Kapitel 1: Mord
1
Es war kalt, finster und stürmisch als die 15jährige Judith Myers grausam ermordet wurde. Jack und Tiffany Myers (die Eltern der Verstorbenen) waren fort, allein der Psychiater Dr. Sam Loomis hörte die Schreie aus dem Haus gegenüber. Loomis, etwa 55 Jahre alt, eine Halbglatze mit grauen Haaren, arbeitete in Smith's Grove, einer kleinen Anstalt am Rande Haddonfields. Zuvor musste er sich noch mit einer verrückten Epileptikerin befassen, die bei einem Anfall fast verreckt wäre. Auf jeden Fall bereitete er sich gerade darauf vor, einen Halloweenfilm zu glotzen und kleine nervige Kinder wegzuschicken, die ihn nerven würden. Kleine Rotzgören hasste er eh, da diese den Eltern nur das Portemonnaie lehren und es für irgendeinen Dreck ausgeben. Zuerst hörte Loomis also den Schrei, er hörte sich an wie ein Schwein, was gerade stirbt. Der Psychiater brauchte zwei Minuten um zu kapieren, das jemand Hilfe brauchte, beziehungsweise ob jemand schon tod war. Also zog sich der Psychiater an und ging aus seinem Grundstück, auf das Nachbarhaus zu.
Ein Junge, vielleicht fünf oder sechs Jahre alt, stand vor dem Haus, ein Messer in der Hand, voll mit Blut getränkt. Ein Streifenwagen parkte vor dem Grundstück, zwei Polizisten stiegen aus und zeigten mit ihrer Waffe auf den kleinen Bub, der nicht mal mit einer Augenbraue zuckte. Ein heulendes Elternpaar kniete vor dem kleinen, der wahrscheinlich nichtmal irgendetwas begriff. Loomis ging langsam auf sie zu und erkannte den Jungen. Er hieß Michael Myers und kam schon einige Male mit seiner Judith Myers auf dem Weg zur Schule an seinem Haus vorbeikamen. Danach ging alles sehr schnell. Die Polizisten entwaffneten den Jungen und redeten auf ihn ein, das er jetzt mitkäme und sich besser nicht wehren würde. Der kleine Michael zeigte keine Reaktion, und die Polizisten mussten ihn schließlich in den Wagen zerren. Da sprang Loomis ein.
2
“Hey, was macht ihr mit dem armen Jungen!“, schrie Loomis die Polizisten an.
“Halten sie sich da raus“, antwortete ihm einer der beiden, er war vielleicht 1,80m groß und war vielleicht 32 Jahre alt, “der kleine Michael Myers hat gerade seine Schwester umgebracht, wissen sie, Loomis. Einer der Nachbarn hat uns angerufen, da ihn die Schreie gestört haben. Sie können gleich mit uns kommen, Doctor. Wir bringen ihn zu Smith's Grove!“
Die beiden Eltern waren immer noch still, aber der Mutter (Tiffany!) liefen Tränen über die Wangen. Als Loomis in den Wagen stieg, konnte er sofort einen Leichenwagen erkennen. Als er die Folie umstülpte, erkannte er die junge Judith, mit mindestens sechs Messerstichen erstochen. Wie konnte ein sechsjähriger Junge nur so ein Werk verüben.
“Haben sie genug gesehen, Doctor, hm?“ fragte der Polizist und Loomis nickte nur. Er wünschte den Eltern alles gute, und das er sie informieren würde über den Stand von Michael. Später sollte sich herausstellen, das er ihnen niemals etwas über den Zustand von dem jungen Myers sagen könnte, da er untherapierbar sei.
3
Ich habe meine Gruppe verloren. Ich bleibe vor meinem Haus stehen. Ich kann nicht anders. Ich sehe nur, wie der Freund meiner Schwester, dieser Hurensohn, aus dem Haus geht. So ein Bastard, mit meiner Hurenschwester herumzubumsen. Ich sollte meine Schwester lieben. Doch ich bin nicht ich selbst. Ich bin nicht Michael Myers, ich bin irgendjemand, bloß nicht Michael Myers. Das Halloweenkostüm, was ich von Mum bekommen habe, passt wie angegossen. Doch anstatt Süßigkeiten zu holen, gehe ich wieder zurück in mein Haus. Ich versuche in Gedanken diesen Mistkerl zu verdrängen, doch ich schaffe es nicht. Ich bin wie besessen, heute zu morden. Eigentlich hatte ich (nicht ich, der Spasst in meinem Kopf) vor, heute einen Doppelmord zu begehen. Doch wenn sich dieser Vollidiot schon verpisst hat, kann ich nur noch meine Schwester abschlachten. Judith hat mich nie gut behandelt, und deshalb werde ich (nicht ICH) sie heute umbringen. Ich muss es tun. Es ist meine Pflicht sie umzubringen. Ich fühle es. Und trotzdem möchte ich nicht. Ich bin wie in Trance, will einfach meine Freunde suchen und mir Süßigkeiten holen. Doch der Kerl in meinem Kopf ist stärker als ich. Er zwingt mich meine Maske anzuziehen, in die Küche zu laufen (Moment, Küche?) und die oberste Schublade des Regals zu öffnen, dort wo das Besteck ist. Ich hole mir mein Lieblingsmesser, das große, fette Küchenmesser. Ich habe schon oft meine Freunde erschreckt. Aber heute werde ich (die Stimme in meinem Kopf) Judith nicht erschrecken, sondern töten. Die Stimme in meinem Kopf hat nun total die Kontrolle über mich. Ich fühle, wie ich die Treppe hochgehe. Ich bin nur passiv dabei. Ich bin in meinem Körper, kann ihn aber nicht steuern. Nun bin ich oben angelangt, ich kann kaum etwas erkennen, nur durch die zwei Schlitze in der Maske kann ich etwas sehen. Ich möchte einfach nur zurückgehen, doch die Stimme möchte das nicht. Ich gehe nun in das Zimmer meiner Schwester. Es gibt kein zurück. Nun höre ich ein “TÖTE SIE“ in meinem Kopf. Ich explodiere. Meine Schwester, immer noch halbnackt, bringt noch ein “Michael?“ hinaus, doch dann steche ich zu. Einmal, zweimal, dreimal, viermal, fünfmal, sechsmal. Ich muss unter der Maske lächeln, wenn ich sehe, wie sie schreit. Die Stimme hat volle Kontrolle über mich, ich bin nicht mehr ich, ich weiß, das die Stimme nun mein Leben leiten wird. Ich kann nie wieder zur Schule gehen, nie wieder Freunde treffen, nie wieder irgendetwas anderes machen als morden. So befiehlt es die Stimme, und ich muss gehorchen. Polizeisirenen, Geschrei, Anstalt sind die nächsten drei Sachen die ich in den nächsten fünf Stunden mitbekomme. Mein neues Leben beginnt. Das Leben eines Mörders.
4
Der junge Michael wurde Dr. Loomis eingeteilt, der es acht Jahre lang ohne Erfolg schaffte, den Jungen zu therapieren. Einmal wurde es ihm zu viel, das er Myers ins Gesicht schlug und ihn anschrie, er sei hoffnungslos. Keine Reaktion. Einmal versuchte er Schritt für Schritt mit Michael durchzugehen, was in der Halloweennacht geschah. Keine Chance. “Acht Jahre lang versuchte ich Kontakt mit ihm aufzunehmen, und weitere sieben Jahre wiederrum zu verhindern das er je wieder auf freien Fuß kommt“, schrieb Loomis in seinem Buch “Das pure Böse“. Professor Richard Otis schrieb über Michael “Wenn er aus dem Knast herauskommt, geht die Welt unter.“ Der einzige der sich wirklich Zeit nahm war Loomis, der nie schaffte in ihn einzudringen.
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Halloween - Die Nacht des Grauens
HorrorDas Buch erzählt die Geschichte von Michael Myers, einem gestörten 6 Jahre alten Jungen, der seine ältere Schwester an Halloween 1963 ermordete. Nach einem 15-jährigen Aufenthalt in einer Anstalt gelingt es Michael zu entkommen und in seine Heimtsta...
