Stell dir vor du wachst mitten in derNacht auf. Natürlich erwartest du in deinem Bett zu sein, doch esfühlt sich merkwürdig hart an, außerdem macht es Geräusche wiebrechende Äste und zerfallende Blätter sobald du dich auch nurminimal bewegst, selbst beim Atmen glaubst du die Lautstärke würdesogar einen spuckenden Vulkan übertönen. Du versuchst deine Augenauf zu machen, doch sie sind auf! Du kannst den Wind an deinenPupillen spüren, du weißt dass deine Augen auf sind. Dennoch siehstdu nichts. Kein Licht, keinen Funken eines Schattens, nicht daskleinste bisschen. Da ist nur schwarze, gestaltlose Dunkelheit.Vielleicht ist das Licht aus! Denkst du und tastest nach deinemLichtschalter. Doch du greifst ins Leere. Tastend bewegst du deineHand vorsichtig weiter hinunter bis du etwas spürst. Es fühlt sichan wie ein Ast.. oder.. nein! Eine Hand? Dazu ist der Gegenstand zudünn! Außer.. du tastest weiter und spürst jeden einzelnen Knochender Hand, bis hinunter zum Ellbogen tastest du dich bevor dukreischend zurück schreckst. Wo bist du? Wie kommst du hierhin? Undwarum bist du hier? Gestern hast du dich doch abends ganz gemütlichin dein Bett gelegt, bist durch Facebook gescrollt bevor deine Augen vor Erschöpfung zugefallen sind. Wie kommst du hierhin? Wo ist hier? Ein Wald? Ein.. Grab? Warum liegt neben dir ein Skelett??
Du solltest aufstehen, hier zu liegen wird dich nicht weiterbringen, das weißt du, aber dein Körper gehorcht nicht. Deine Beine bewegen sich nicht, dein Arme zucken nur unkontrolliert, du bist starr vor Schreck, vor Angst! Jetzt weißt du wie sich ein Igel fühlt, kurz bevor er überfahren wird! Starr, hilflos, geblendet, blind! Hilflos! Warum bist du hilflos? Du nimmst all deine Kraft zusammen, sagst dir dass alles gut wird, dass du hier schon wieder raus kommst, dass das alles nur ein böser Traum ist, dass deine Familie dich retten wird! Dass irgendjemand dich retten wird! Langsam bewegst du deine Hände in Richtung deines Gesichts, tastest nach deinen Augen, reibst sie, hoffst nun etwas sehen zu können, presst deine Hände gegen die geschlossenen Lieder bis vor deinen geschlossenen Augen bunte tanzende Lichter auftauchen. Vorsichtig und hoffnungsvoll öffnest du deine Augen wieder, siehst dich um, siehst nichts! Da ist immer noch nur diese vollkommende alles verschlingende Dunkelheit. Warum hilft dir niemand? Irgendjemand muss doch hier sein! "HILFE!", rufst du. "HILFE! ICH BIN HIER! ICH SEHE NICHTS! IST DA JEMAND?? HILFE!!!", du bekommst keine Antwort.
Plötzlich kommt dir der Gedanke dass dich irgendjemand hier her gebracht haben muss, und dieser Jemand ist vielleicht noch hier! Dieser Jemand könnte gefährlich sein, oder dich an einen Ort mit bösen Menschen gebracht haben! Wer würde ohne schlechte Motivation jemanden entführen und neben ein Skelett an einen vollkommenen fremden und dunklen Ort bringen? Ein Sadist? Vielleicht ein psychopathischer Serienmörder? Oder ein ganz normaler Psychopath der seinen ersten Mord begeht? Dein Rufen hat vielleicht jemanden aufmerksam gemacht, ein Fremder der auch nichts sieht, schon lange hier ist. Sich an die Dunkelheit gewöhnt hat. Seine Nahrung selbst suchen muss, seit Jahren nichts als Blätter und Würmer isst und jetzt durch dein Rufen hat er einen Licht am Horizont entdeckt, ein reiches Mahl! Vielleicht hat der Fremde auch das Skelett neben dir abgenagt! Deine Gedanken drehen sich nur noch um die Angst vor dem Kannibalen, einem Kannibalen den du dir ausgedacht hast, deine Panik vernebelt deine Sinne, deine Gedanken! Du weißt nicht mehr ob du dir diesen Fremden ausgedacht hast, ob du etwas gehört hast, ob dir jemand diese Idee in den Kopf gepflanzt hat! Du weißt nur du musst hier weg! Deine Beine geben unter dir nach, du versuchst dich auf allen Vieren vorwärts zu begeben, aber dein Kopf stößt gegen etwas. Du legst dich wieder auf den Rück und streckst deine Hände in die Höhe, berührst etwas, tastest dich daran entlang. Es fühlt sich an wie Stein, kalt, rau, gewohnt. Deine Hände tasten sich an einer Seite an eine Ecke heran, du spürst eine Wand seitlich von dir, massiver Stein! Schätzt du, nach einen Klopfer auf die Wand neben dir.
Wut durchdringt dich! Du kannst nicht einmal aufstehen! Du bist eingesperrt. Unsinniger Zorn breitet sich in deinem Körper aus wie ein rotes Tuch, versagt dir den Zugang zu deiner Vernunft und ballt deine Faust, wie besessen schlägst du mit den Fäusten gegen die Steinwände. Schmerz durchfährt dich. Lässt dich innehalten, deine Wut wandelt sich zu Verzweiflung, zu Angst. Du weinst. Weinst um das Leben das du hattest, um die Familie zu der du gehörtest, um die Freunde die du im Stich lässt, um die Chancen die du in deinem Leben noch hättest haben können. Um all die ungelebten Momente, all die ungenutzten Möglichkeiten. Um die Menschen die du noch hättest treffen können, um die Partner die du noch hättest haben können, um das Kind das du hättest haben können, um das Geld das du hättest verdienen können. Um dich, um deine Situation, um die Aussichtslosigkeit deiner Situation.
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Horror
HorrorStell dir vor in deinem schlimmsten Albtraum aufzuwachen.. aber tausendmal schlimmer!
