Su💕

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Su

Kapitel 1

Hallo, ich bin Su und erzähle euch von meiner Geschichte. Ich bin 22 Jahre alt und werde in 2 Monaten mit einem Mann verheiratet, den ich weder kenne noch Liebe, ich wollte es nicht, aber ich muss, warum? Ich fange meine Geschichte etwas früher an. Ich war ein sehr glückliches Kind, meine Eltern hatten nie viel Geld, mein Vater arbeitete bei der Armee, somit sah ich ihn nicht oft, da er öfters stationiert wurde. Meine Mutter kommt vom Dorf, die erste Zeit lebten wir im Dorf, aber wegen meinem Vater sind wir in die Stadt gezogen als ich 8 war. Ich habe zudem eine kleine Schwester, sie heißt Leyla. Ich liebte das Dorf und das einfache Leben. Ich konnte mich die erste Zeit nicht mit dem Stadtleben arrangieren, im Dorf durfte ich lange draußen spielen, im Dreck mit den anderen Kindern, in der Stadt war es anders. Ich hasste die Stadt, Autos, Lärm, ich durfte nie wirklich raus. Meine kleine Schwester, die damals 5 war ist ein totales Stadt Kind. Sie wurde sehr verwöhnt, was sich dann auch in ihrem späteren Charakter widerspiegelte. Da ich die ältere war musste ich vieles einstecken. Sie hingegen wurde sehr geliebt. Ein weiterer Unterschied, sie war ein Wunschkind, ich hingegen ein "Unfall". Manchmal hatte ich das Gefühl nicht zur Familie zu gehören, meine Mutter liebte mich nie wirklich, Leyla hingegen war ihr Liebling, dennoch hasste ich Leyla nie, ganz im Gegenteil, ich liebte und liebe sie auch heute immer noch sehr. Mein Vater sah ich wie gesagt so gut
wie nie. Meine Mutter zeigte auch beim Shopping ihre Liebe für Leyla, sie bekam immer was sie wollte, mir kaufte sie erst was, wenn meine Sachen untragbar waren, bspw. wenn sie zerrissen waren. Ich interessierte mich nie dafür, mir war es egal, ich wollte nie was von ihr, außer Liebe vielleicht, aber ich wusste, dass sie bei mir dazu nicht im Stande war. Warum sie mich nicht liebte? Ich weiß es nicht wirklich. Leyla war ein wunderschönes Mädchen, sie hatte Mittelblonde Locken, grüne, große Augen, eine kleine Stupsnase , und leichte Sommersprossen, die ihr Gesicht umso schöner machten. Meine Mutter Ayse hatte hellbraune Haare und grüne Augen. Mein Vater hatte dunkelblonde Haare und graue Augen. Selbst optisch passte ich garnicht in die Familie. Ich hatte Pechschwarze, glatte Haare, dunkelbraune Augen. Ich kam nach meinem Opa, väterlicher Seits. Er liebte mich sehr. Ich war immer anders. Ich hatte nie das Bedürfnis mich anzupassen, ich hatte nur Blödsinn im Kopf. Im Dorf stieg ich immer auf Bäume, spielte im Dreck und prügelte mich mit Jungs. Einmal erinnere ich mich wie mein Vater mich mit dem Gürtel geschlagen hatte, weil ich die Früchte vom Nachbarsbaum geklaut hatte. Ich weinte aber nicht vor ihm sondern schaute ihn nur böse an. Selbst meine Mutter hatte Tränen in den Augen. 《Lan buna bak, tam Şeytan gibi, ağlamiyor bile!》(Ey schau dir die mal an, genau wie der Teufel, sie weint nicht mal) schrie mein Vater voller Wut. Die Sonne ging unter und ich rannte weg, kletterte auf einen Baum und weinte mir die Seele aus. Ich hatte höllische Schmerzen, aber ich zeigte niemandem meine Tränen, denn ich wusste sie waren es nicht wert. Die Schmerzen hielten Wochen lang an und mein Vater schaute mir nicht mehr in die Augen. Als wir nun in die Stadt gezogen waren, konnte ich mich nicht eingeben, ich vermisste die Natur, meine Freunde, ich redete immer weniger, für paar Wochen redete ich kein Wort. Meine Mutter schlug mich damit ich endlich was sage, aber vergeblich, ich sagte kein Wort, ich weinte nicht, lachte nicht. In der Schule hatte ich deswegen keine Freunde. Einmal wurde ich von Kindern zusammen geschlagen, ich lag auf dem Boden und ließ es zu, sie treteten mich, beschmissen mich mit Schmutz und allem, dennoch keine Träne floss, kein Mucks ließ ich von mir. Meine Eltern brachten mich sogar zur Therapie, selbst da kein Ton. Das erste mal, dass ich wieder sprach, als es bei uns brannte und Leyla im Haus war, ich schrie wie eine verrückte, ich biss meiner Mutter in die Hand und rannte ins Haus, ich wurde unter dem Rauch fast ohnmächtig, aber ich wollte sie retten, mehr als alles andere, als ich sie gefunden hatte schrie ich so laut, dass die Feuerwehrleute uns gleich fand...

Meine Schwester lebte sich sehr schnell in das Stadtleben ein, sie knüpfte schnell Kontakte, in der Schule ignorierte sie mich. Ich lernte viel und beendete mit 19 mein Abitur. Ich hatte einen Schnitt von 1,0. Ich wollte unbedingt studieren, aber meine Eltern wollten dass ich arbeiten gehe und dass meine Schwester studiert. Sie war schön und bestimmt nicht dumm, aber ihr lag nichts an der Schule. Sie bestand immer nur knapp die arbeiten und ihr Abitur war stark gefährdet. Ich liebte es zu lernen, zu lesen. Ich wollte so gerne Literatur studieren, aber meine Eltern hielten nichts davon. Ich musste Vollzeit in einer Firma arbeiten, die sie sich ausgesucht hatten. Es war eine sehr große und noble Firma. Sie hatte 23 Stockwerke ich arbeite in der zweiten Etage. Die oberen Stockwerke waren für die großen Bosse. Ich hasste die diese Firma, sie war so protzig, dort arbeiteten nur besser betuchte die sich einen gewissen Namen in der Wirtschaft erarbeitet haben. Ich war nur Sekretärin für einen unmöglichen ,älteren Mann. Ich weiß nicht warum ich ohne Studium überhaupt diese Stelle bekommen hatte, aber mein Vater und seine Beziehungen, ich rollte genervt mit den Augen. Meine Arbeit war so unglaublich Monoton. Akten sortieren, Tabellen erstellen, Analysen machen etc. Mein Chef war schon älter und erlaubte mir immer wieder mehr zu machen, als mein Job implizierte. Ich arbeitete nun über Monate hinweg da. Eines Tages kam mein Chef Herr Kaplan gestresst zu mir. 《 Su was mache ich nur,, ich werde gefeuert.》 jammerte er rum ,während er auf und ab ging. 《Herr Kaplan beruhigen Sie sich erst einmal, was ist passiert? 》 《Heute ist ein wichtiges Meeting im 23ten Stock, mir wurde aufgetragen mich um das Organisatorische zu kümmern. Das heißt um die Technik, bis zur Versorgung. Nun wurde mirmitgeteilt, dass die Lieferung nicht gebucht wurde, die Mappen sind nicht fertig, es sind rund 25 Mappen, die Investoren sind in 2 Stunden da, ich weiß nicht was ich machen soll, ich bin am Ende.》 《Herr Kaplan immer mit der Ruhe, wir haben zwei Stunden, das schaffen wir! Geben Sie mir die Liste, ich kümmere mich darum.》 《Ich ,ich Su ich bin fertig mit der Welt. 》《 Herr Kaplan! Reissen Sie sich zusammen, geben Sie mir die Liste!》 Verdammt warum ausgerechnet der 23 Stock, die großen Tiere hocken da oben, sie zerfleischen uns, wenn was schief läuft, wenn mein Boss gekündigt wird, werde ich das mit Sicherheit auch. Ich beruhige mich und gehe die Liste durch. Ich rufe zuerst beim Lieferservice für die Verpflegung an. 《Hallo wo bleibt die Verpflegung, gebucht auf Herr Kaplan! Hoben Holding GmbH 》 《Ähhm Hallo,die wurde für den 17 ten gebucht. 》 《 Nein wurde sie nicht, holen Sie sofort ihren vorgesetzten ans Telefon. 》 《Hallo Herr Krüger, hier die Chef Sekretärin Frau Su Toprak, Hoben Holding GmbH am Apparat, wir haben ein riesen Problem, die Lieferung von Herr Kaplan wurde falsch notiert, entweder Sie liefern die Bestellung in genau einer halben Stunde oder der Vertrag zwischen ihnen und der Hoben Holding GmbH kommt zum Stillstand. 》 《Aber...》 《Nichts Aber! Herr Krüger kann ich mich auf Sie verlassen oder müssen wir uns einen neuen Lieferanten besorgen? 》 《Ok halbe bis drei Viertel. .》《Nein! Ich gebe ihnen genau 30 min! Beeilung!》 Ich lege auf. Herr Kaplan schaut mich schockiert an. Ich beachte ihn nicht und rufe den Techniker hoch. Ich tippe eilig die Mappe und drucke alle wichtigen Grafiken, Tabellen, etc aus. Es dauert mich 20 Minuten, was rasend ist für diese Menge. Das Essen kommt pünktlich, ich drucke alle seiten 27 Mal aus, sicher ist sicher. 《Herr Kaplan nehmen Sie die Mappen mit, inzwischen ist der Techniker gekommen, wir fahren mit dem Essen und den Blättern hoch. Ich stelle das auf den Tisch und mache mich daran die Mappen zu sortieren. Ich bin das erste Mal im 23 Stock, der Konferenz Raum ist riesig, die Fenster gehen bis zum Boden. Die Aussicht ist Atemberaubend. Aber da ich in Hektik bin, lasse ich mich von dem Luxus, der hier oben überströmt, nicht ablenken. Ich rolle nochmals mit den Augen, wie dekadent. Ich beeile mich während der Techniker die Überprüfungen macht. Mein Herz rast, wir haben noch 10 Minuten, bis die Bosse reinkommen, da sie immer eine halbe Stunde vorher kommen um alles zu überprüfen. Auf die letzte Sekunde genau haben wir es geschafft, die Geräte funktionieren, die Mappen sind auf dem Tisch, für Versorgung ist gesorgt unsere Arbeit ist getan. Wir atmen erleichtert aus. Herr Kaplan drückt mich fest in seine Arme. 《Sie haben mir mein Leben gerettet Su!》 《Gerne Herr Kaplan. 》antworte ich mit einem Lächeln. Es fühlt sich gut an wieder runter zu fahren ,in gewohnte Gewässer. Wow so zu arbeiten wie die da oben muss Spaß machen. Wie groß und luxuriös, sie hatten sogar einem Brunnen, unnormal. Dennoch fühle ich mich hier unten um einiges besser.  

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⏰ Terakhir diperbarui: Sep 28, 2017 ⏰

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