Kapitel 1: Nur eine Hülle

13 1 0
                                        

Bei jedem meiner Schritte raschelte das Laub unter meinen Füßen.
Der Sommer war vorbei und der Herbst hatte begonnen.
Der Wald änderte sein ganzes Gesicht.
Als würde er sich neu ankleiden.
Ein paar Vögel zwitscherten, einige Grillen zirpten, und der Bach rauschte. Der Klang des Waldes war so beruhigend.
Ich kannte diesen Wald in und auswendig , da ich als kleines Kind jede freie Minute hier verbracht hatte...
Doch je älter ich wurde ,desto mehr Pflichten bekam ich.
Sticken , Nähen , einen Mann suchen...
Letzteres hasste ich am meisten...
Da war so ein Spaziergang im Wald schon mal eine gute Abwechselung.
Niemand hatte ja große Lust jeden Tag in einer Burg zu verbringen.
Obwohl mein Vater , ein König , meine Spaziergänge als unsinnig bezeichnete , verbrachte ich jeden freien Nachmittag in diesem Wald , welcher nach dem Dorf ,welches vor unserer Burg lag , begann.
Ich blieb stehen und breitete meine Arme aus... es war so als würde der Wind einen durchwehen, als wäre man nur noch eine Hülle...
Doch ich wurde gestört , denn in der Ferne konnte man Jagthörner und das Gebell von Hunden hören.
Warscheinlich waren es Jäger meines Vaters , und bevor ich diesen Gedanken fertig gedacht hatte bestätigte sich meine Annahme.
Ich erkannte zwar nicht um welche Jäger es sich genau handelte , doch die Pferde erkannte ich alle...
Denn Pferde waren , neben den Spaziergängen im Wald , meine größte Freude...
Besonders nach Anbruch der Dunkelheit , in den Wintermonaten , oder wenn es regnete verbrachte ich sie meiste Zeit im Stall der Pferde.
Reiten konnte ich auch doch meine Eltern waren der Meinung dies sei zu gefährlich.
Die Jäger entdeckten mich und parierten ihre Pferde...
"Was haben sie hier zu suchen , Lady?" fragte einer von ihnen.
Ich erzählte ihm ich sei nur spazieren , der Jäger nickte und ritten weiter.
Die Hunde wurden wieder leiser , bis ihr Gebell schließlich in der Ferne verschwand...
Da es schon etwas kälter wurde beschloss ich mich auf den Weg nach Hause zu machen.
Als ich aus dem Wald heraustrat fing es an zu regnen...
Ich rannte also über die Wiese , zu dem nächstgelegenen Dorf , dort klopfte ich an eines der Häuser und fragte ob ich hier unterkommen könnte bis der Regen vorbei sein würde...
Die Familie die dieses Haus bewohnte erkannte mich und bejahten...
Ich spielte ein bisschen mit den Kindern der Familie , weswegen es mir so vorkahm als hätte es nicht sehr lange geregnet...
Ich verabschiedete mich und machte mich auf den Weg zu der Burg meines Vaters.

Hey!
Das War jetzt Teil 1 meiner Geschichte , Verbesserungsvorschläge etc. in die Kommentare ^^
Danke fürs' lesen

Schwarze Pferde Where stories live. Discover now