Prolog

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Sanft strich sie ihr das Haar aus dem Gesicht. Liebevoll betrachte sie ihre kleine Enkelin, die friedlich mit ihrem Kuscheltier Mausi schlief. Sie hatte es ihr zum Geburtstag geschenkt und das kleine Mädchen hatte im ganzen Gesicht gestrahlt. Die alte Frau seufze traurig. Doch sie wusste, es gab keinen anderen Ausweg.

„Es wird alles gut, Kleines. Alles wird gut." „Oma?" nuschelte das kleine Mädchen schläfrig. „Ja, ich bin es, Kleines. Ich wollte mich verabschieden." Verwirrt blickte sie ihre Oma an. „Gehst du weg?" Die Oma nickte. „Wann kommst du wieder?" „Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht..." „Aber..." Dem Mädchen kullerten Tränen über ihre Wangen. „Aber weine doch nicht, Kleines. Ich werde immer bei dir sein und du bei mir. Weißt du auch wie?" Das Mädchen schüttelte den Kopf und wischte sich mit ihrem pinken Pyjama die Tränen weg. Die Oma legte eine Hand auf ihre Brust und tippte dann auf die Brust des Mädchens. „Im Herzen. Denn im Herzen werden wir immer zusammen sein. Für immer. Verstehst du?" Das Mädchen nickte tapfer, jedoch war ihr Blick traurig.

Ihre Oma kramte in ihrer Tasche und drückte dem Mädchen einen kleinen Anhänger in Form einer Träne in die Hand. „Trag das immer bei dir. Es ist sehr wichtig." Die Oma seufzte traurig. „Ich würde gerne noch länger bleiben, doch ich muss jetzt gehen. Leb wohl, Kleines. Und vergiss nie, hinter jedem Spiegel steckt ein Geheimnis, ja?" Das Mädchen nickte wieder und sah zu wie ihre Oma durch ihren Spiegel verschwand.

„Oma!!!" schrie das Mädchen und all die Tränen, die sie zurückgehalten hatte, flossen nun. Sie drückte den Anhänger fest an sich und schluchzte. Nur verschwommen nahm sie war wie ihre Familie erschrocken ins Zimmer gerannt kam und sie besorgt fragten was los ist. Das Mädchen klammerte sich an ihre Mutter und weinte ihre Schulter vollkommen nass. „Oma.." „Was ist denn mit Oma, Liebes?" „Sie ist weg." „Liebes, sie schläft doch friedlich in ihrem Zimmer. Das war nur ein böser Traum. Komm wir gucken nach." Die Mutter nahm die Kleine an die Hand und ging mit ihr zum Zimmer der Oma. Als sie jedoch die Tür vorsichtig öffneten, war niemand im Zimmer, bloß ein verlassenes Bett und ein ebenso leerer Kleiderschrank. „Schatz!" Rief sie direkt besorgt und ein leichter Anflug von Panik ergriff sie. Beunruhigt kam der Vater zu ihnen geeilt. „Was ist los?" „Mutter! Sie ist wirklich weg. Ruf die Polizei! Sie kann doch nicht einfach mitten in der Nacht verschwunden sein!"

Ein heilloser Trubel entstand und die Beamten bombardierten das kleine Mädchen mit Fragen. Niemand wollte ihr glauben. Schrieben es dem Schock zu, dass sie noch verwirrt sei, sie erst mal Ruhe bräuchte... Die Ruhe brauchte sie wirklich, doch es entsprach der Wahrheit. Ihre Oma war durch den Spiegel verschwunden...

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⏰ Última actualización: Aug 21, 2017 ⏰

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