Ich öffnete die Augen. Ein paar einzelne Sonnenstrahlen fielen durch die Ritzen von meiner kleinen, instabilen Hütte. Ich konnte gut einzelne Strahlen erkennen, da überall in der Hütte feiner Wüstensand herumwirbelte. Ich gähnte ausgiebig, stand auf und trat hinaus aus der Hütte in die warme Morgensonne. Sofort umhüllte mich eine angenehme Wärme.
Um mich herum war weit und breit nur Sand. Ich hatte meine Hütte mitten in der Wüste gebaut, weg von den Menschen. Ich hielt mich von ihnen fern.
Doch ich wusste, wo die nächste Siedlung war, denn hin und wieder musste ich mich dort blicken lassen um mir Lebensmittel zu beschaffen. Doch ich redete so wenig wie nur möglich mit den Einwohnern.
Ich starrte eine Weile zu den Dünen am Horizont.
Dann ging ich in die Hütte, um mir etwas zu Essen zu machen.
Mir fiel auf, dass meine Vorräte nicht mehr lange ausreichen würden.
Ich verdrehte die Augen, denn das bedeutete, dass ich zur Siedlung musste...
Ich packte mir eine Tasche mit ein wenig Proviant und steckte ein Messer ein. Eine kleine Laserpistole hatte ich sowieso immmer dabei. Ich erzähle besser nicht, wo ich die aufgetrieben habe. Es wurde immer wärmer, also machte ich mich schnell auf den Weg.
Nach einer Stunde kam ich zu einer kleinen Oase und füllte meine Wasservorräte auf. Ich kannte meinen Weg genau. Ich hatte mich noch nie verirrt.
Nach einer weiteren Stunde sah ich die hohen Dünen, die die Siedlung umrandeten. Ich kletterte eine Düne hinauf, schaute über den Rand und zog den Kopf sofort wieder zurück.
Ich lehnte mit dem Rücken am warmen Sand der Düne und atmete tief durch.
Etwa hundert Meter unter mir griffen Sturmtruppen die Siedlung an.
Ich schaute noch einmal vorsichtig nach unten.
Ich sah ein rotes Laserschwert in der Hand einer schwarz gekleideten Person aufblitzen. Ich konnte es nur von hinten sehen, doch die Person holte aus und das Laserschwert trennte den Kopf einer jungen Frau von ihrem Körper. Ein junges Mädchen begann zu kreischen. Der Mörder ihrer Mutter kam mit erhobenen Laserschwert auf das Mädchen zu. Sie hatte panische Angst. Langsam wich sie zurück.
Ich verspürte eine ungemeine Wut. Warum ermordete diese Kreatur unschuldige Menschen?
Langsam bewegte sich meine linke Hand zu meinem Gürtel, an dem sich meine Waffe befand, während ich den Mörder fixierte.
Als meine Hand die Waffe berührte, drehte der Mörder sich blitzschnell um und schaute mich an. Vor Schreck wagte ich es nicht, mich zu bewegen. Ich konnte sein Gesicht nicht sehen, denn der Mörder trug eine Maske. Er gab seinen Sturmtruppen ein Zeichen in meine Richtung.
Ich bekam Panik. Ich richtete mich auf und rannte los. Aber wohin?
Der Maskierte würde mich verfolgen und er war in der Lage mich aufzuspüren, das wusste ich.
Ich entschied mich, trotzdem zu meiner Hütte zu laufen. Vielleicht würde ich dort noch etwas brauchbares finden.
Die Flucht war anstrengend, denn es war Mittag geworden und die Sonne brannte gnadenlos vom Himmel.
Ich musste an der Oase eine Pause einlegen, um mich kurz zu erfrischen.
Ich rannte weiter. Ich konnte zwar keine Sturmtruppen sehen, die mich verfolgten, doch ich wusste, ja ich spürte regelrecht, dass sie mich verfolgten.
Ich war völlig durchgeschwitzt.
Meine Kleidung klebte an meiner Haut und meine Haare in meinem Gesicht.
Als ich meine Hütte endlich erreicht hatte, stürmte ich hinein und durchsuchte sie panisch nach brauchbaren Dingen.
Ich fand eine Wolldecke und steckte sie ein, da die Nächte hier sehr kalt werden können. Ich glaubte zwar kaum, dass ich am Abend noch am Leben sein würde, doch ich würde auf keinen Fall aufgeben.
Außerdem fand ich den kleinen Kompass, den mir meine Mutter vor langer Zeit geschenkt hatte.
Meine Mutter war tot. Sie wurde vor zehn Jahren von einem Kopfgeldjäger entführt und umgebracht...
Eine Träne lief mir über die Wange.
Da hörte ich Stimmen vor meiner Hütte. Die Sturmtruppen hatten meine Hütte erreicht...
Ich zögerte nicht lange, schlug die hintere Hüttenwand ein und rannte um mein Leben.
Sie schossen auf mich.
Ich hatte nichts anderes erwartet und doch erschrak ich.
Ich rannte und versuchte, den Blasterschüssen auszuweichen.
Was sollte ich tun?
Ich konnte nicht ewig vor ihnen weglaufen. Aber sie konnten mir auch nicht ewig folgen.
Das hoffte ich zumindest...
Meine Angst trieb mich weiter.
Ich spürte plötzlich einen stechenden Schmerz im rechten Oberarm. Ich war angeschossen worden! Es tat höllisch weh, doch ich konnte nicht stehenbleiben. Meine Angst war zu groß. Ich biss die Zähne zusammen und rannte weiter.
Plötzlich hörte ich Geräusche von Raumschiffen in der Luft.
Ich saß also in der Klemme...
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Das Ungleichgewicht der Macht || Star Wars
FanficMary ist als kleines Mädchen von Zuhause weg gelaufen und lebt seit dem alleine in der Wüste. Eines Tages wird sie entführt. In der Gefangenschaft lernt sie den Padawan Adoran kennen. Die beiden kommen sich näher und Mary wird gezwungen, nach Hause...
