1. Kapitel

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Ich bin Helen und vermutlich der tollpatschigste und peinlichste Mensch auf dieser Erde und dazu auch noch Serien süchtig und wenn ich sage süchtig dann meine ich das auch so, aber was kann ich tun die Serien finden schließlich mich und nicht andersrum. Gerade zum Beispiel liege ich auf meinem Bett mit meinem Laptop und überlege welche Serie ich auf Netflix jetzt schauen soll; Gossip Girl hab ich schon lang nicht mehr gesehen, obwohl ich eigentlich keine Lust auf die Serie hatte wollte ich sie anklicken als ich irgendwie ausrutschte und auf etwas anderes klickte. Auf meinem Monitor erschien Bella Thorne und da ich sie kenne entschied ich mich die Serie jetzt einfach zu schauen und tja nach der 3. Folge war ich dann auch tatsächlich süchtig. Ich weiß nicht, wie das bei euch und eurer besten Freundin läuft, aber sobald ich eine geniale neue Serie entdecke muss ich meiner besten Freundin schreiben und sie dazu zwingen die Serie zu schauen, damit ich mit jemandem darüber reden kann. Nach der gefühlten 100. Folge klappte ich dann doch meinen Laptop zu und überlegte was ich tun kann.
Gott man wartet Ewigkeiten auf die Sommerferien und kaum sind sie da hat man keinen Plan was man machen kann. Am geilsten ist es wenn alle deine Freunde in der Sonne sind und du zu Hause mit schlechtem Wetter rumhängst. Ich seufzte und beschloss dann einfach mal runter zu meinen Eltern zu gehen, um zu sehen, was die so trieben: „Na, Schatz, was treibst du so?" fragte mich meine Mutter, als ich zu ihr in die Küche kam. „Ich hab Langeweile." gab ich nur zurück: „Du könntest den Kühlschrank putzen, der müsste dringend sauber gemacht werden." ich verzog das Gesicht, ich hab zwar langweile, aber ich sank doch nicht so tief und putzte dann den Kühlschrank. „Pfff, nee danke." „Gut, dann nicht. Heute Abend kommen  die Jordans, also könntest du dein Zimmer vielleicht ein wenig aufräumen."  Die Jordans, ist die Familie einer sehr guten Freundin von mir. Ab jetzt hieß es  Schluss mit der Langeweile, denn wenn Lizy da ist unternimmt man immer irgendwas. Voller Freude lief ich zurück in mein Zimmer machte laut Musik an, sang schräg, aber fröhlich mit und räumte dabei tatsächlich mein Zimmer auf. Gegen Abend zog ich mir dann ein schlichtes schwarzes Kleid an und lies meine Haare einfach offen. Als es Klingelte eilte ich die Treppe runter und empfing Lizy und ihre Familie. Lizy und ich umarmten uns stürmisch und ihren Eltern schüttelte ich höflich die Hand, ihr kleiner Bruder Jacob war viel zu sehr mit seinem Handy beschäftigt also ließ ich ihn einfach aus und bat alle einzutreten und da kamen auch meine Eltern und begrüßten die Jordans. Lizy und ich durften noch bis das Essen fertig war hoch in mein Zimmer. Sofort erzählte sie mir von ihrem Sommer und von dem heißen Typen den sie kennen gelernt hat. „Und was hast du so getrieben und mit wem?" fragte sie mich mit einem fetten grinsen und ich lachte:„ Wir waren für 10 Tage in Frankreich." „Irgendwen kennengelernt?" „Ja." Ich erzählte ihr aufgeregt von Sean, der mit seiner Familie ebenfalls in Frankreich gewesen war und in den ich ein bisschen verknallt war „Er ist Mega cool und wohnt hier tatsächlich in der Nähe. Leider ist Sean aber noch länger in Frankreich geblieben sonst hätten wir uns sicherlich mal getroffen und sonst... Gott ich habe mich so gelangweilt du bist also meine Rettung!" Lizy lachte „Tja jetzt wirst du dich  nicht mehr langweilen, morgen wollen wir alle zu einem See, wo sich dann  niemand beschweren soll, wir wären zu laut so wie beim letzten mal im Schwimmbad." Ich kicherte bei der Erinnerung. „Boah, der alte Mann war so wütend, weißt du noch wie er uns dann versucht hat mit diesem Gartenschlauch zu verscheuchen?" „Ja das war GENIAL!" „Stimmt. Wer kommt denn so mit? Kenne ich davon jemanden?" „Also die Meisten kennst du vermutlich nur vom Sehen oder Hören, aber die sind alle cool ich glaube mit dir wären wir dann zu acht." „Mega cool, schreib mir dann morgen noch wo, wie und wann, ja?" Sie nickte und dann mussten wir auch schon runter zum Essen. Es wurde mega lustig, die Eltern von Lizy erzählten noch einiges von ihrem Urlaub und deren Ausflüge und dann nach dem Essen spielten wir activity, wobei ich bei der Pantomime komplett versagte und sogar einmal voll auf die Schnauze flog als ich eine Flugzeuglandung darstellen sollte. Gegen Mitternacht fuhren dann alle nach Hause und ich schrieb noch mit Sean, dem Jungen, den ich im Urlaub kennengelernt habe, er war mega nett er ist der einzige Typ mit dem ich so richtig deep-talk Gespräche führen kann. Er schrieb, dass Frankreich ohne mich langweilig wäre und ich musste grinsen. Er hat 4 kleine Schwestern, auf die er die meiste Zeit aufpassen musste und die ihn wirklich auf trapp hielten. Gegen 2 Uhr, nachdem Lizy mir noch wegen der See Geschichte geschriebenn hatte ging ich dann auch mal schlafen. Am nächsten Morgen stand ich, als mein Wecker klingelte,verschlafen auf. Ich stelle mir auch in den Ferien einen Wecker, damit ich den Tag nicht verschlafe. Ich kann es gar nicht leiden zu wissen, dass man nichts außer schlafen getan hat. Ich weiß seltsam, aber irgendwie war
das bei mir schon immer so. Ich schlurfte ins Badezimmer putze meine Zähne und stieg danach unter die Dusche. Sauber und wach wickelte ich mir ein Handtuch um meinen Körper und blickte in den Spiegel, zurück schaute ein sechzehn jähriges Mädchen mit langen dunkelblonden Haaren und blauen Augen und einem Piercing am linken Nasenflügel. Ich seufzte, ging zurück in mein Zimmer und zog mir ein Kleid an, worunter ich meinen neuen pinken Bikini zog. Danach lief ich die Treppe runter und Frühstückte. Um 12 Uhr klingelte es dann an der Tür und Lizy kam um mich abzuholen, denn nachdem wir Gestern über WhatsApp festgestellt hatten, dass ich es nicht schnallte wo wir uns treffen, hat sie sich dazu bereit erklärt mich abzuholen, damit wir zusammen zum Treffpunkt fahren können. Ich packte schnell noch alles wichtige in meine Badetasche ein, gab meiner Mutter einen Kuss auf die Wange und verschwand dann mit Lizy aus der Tür. Lizy heißt wie ihr euch vermutlich schon gedacht habt eigentlich Liz und hat braune lange Haare und dazu grüne Augen, im allgemein war sie sehr hübsch. Wir stiegen in die Bahn und Lizy und ich setzten uns gegenüber auf die hinterste Bank, des Wagons. Die Bahn war Gott sei Dank nicht voll, denn ich hasse es, wenn es so richtig überfüllt ist und dir einer auf deiner rechten Seite seine Schweißflecken ins Gesicht drückt und auf der linken Seite dir jemand seinen Rucksack in den Bauch rammt. Wir unterhielten uns während der ganzen Fahrt (die fast 30 min dauerte) und sie versuchte mir alle Leute zu beschreiben, damit ich mir schneller die Namen merken kann, worin ich ziemlich schlecht bin und auch schon einige peinliche Erlebnisse erlebt habe, als jemand auf mich zukam und mich umarmte und mir der Name nicht einfiel. „Ok, die kleine blonde heißt Victoria und die mittelgroße mit den braun rotem Haar heißt Lucy?" Liz schüttelte den Kopf „Nein genau andersrum und dann ist da noch Ben, der hat dunkle Haare, ist relativ groß und hat grüne Augen. Schau einfach, wo sich ein Mädchen nervig kichert und sich die Haare um die Finger zwirbelt und da ist Ben." „Alles klar" ich schmunzelnte ich kannte solche Kerle und ich fand sie meistens einfach nur ätzend, sie wussten genau, dass die Mädchen sie toll finden und nutzten das einfach so aus, aber es ist immer witzig sich die Mädchen anzuschauen, wie sie sich Hoffnungen machten und sich dabei komplett blamieren. Bei der gefühlten 100. Station stiegen wir endlich aus und am Bahnsteig wurden wir auch gleich von einigen Leuten empfangen, Lizy stellte mich jedem vor und die meisten waren echt sympathisch. Ich verstand mich super mit Lucy, und Victoria war auch mega nett. Auch lernte ich Sue kennen, sie war echt lustig und genauso verrückt nach Serien wie ich. Alle zusammen gingen wir dann zum See und kamen auf dem Weg an mega schönen Bäumen und Blumen vorbei bis wir uns dann in einem Park direkt an einem blauen See niederließen. Hier war wirklich kaum jemand, nur zwei alte Frauen die sich auf der anderen Seite des Sees auf einer Wieso niedergelassen hatten. Sofort zogen alle ihr Sachen aus und sprangen ins Wasser. Während die meisten schon im Wasser waren saß ich noch auf der Wiese und cremte mich ein, ich weiß ätzend, aber bei mir ist das echt ein Muss, ich bin weiss wie sonst was. Während ich mich eincremte kam Ben auf mich zu, jedenfalls vermutete ich das: Dunkle Haare- Check, grüne Augen- Check und relativ groß-Check, außerdem klebte auf dem Weg zum See die ganze Zeit so ein Mädchen an ihm: „Hey." Sagte er, ich drehte mich um, um zu überprüfen, ob er tatsächlich mich meinte, er lachte: „ Ich meine schon dich, dass blonde Mädchen, dass sich eincremt." Er zwinkerte mir zu und ich konnte mir vorstellen, das alle möglichen Mädchen jetzt dahin geschmolzen wären, ok an mir ging es auch nicht spurlos vorbei, aber ich bin viel zu stolz um mich gleich wegen eines Jungen von meinem Gehirn zu verabschieden. „Ähm ja.. Hey, Ben oder?" Meinte ich, er setzte sich neben mich:" Yup Ben und dein Name ist?" „Helen. Willst du nicht baden gehen?" „Willst du mich los werden?" „Nein nur dachte ich... ja keine Ahnung." Ben schmunzelte „Helen also huh? Schöner Name." „Danke, also..." ok das ist irgendwie mega peinlich gerade zum Glück brüllte Sue mir gerade zu ich solle meinen Arsch sofort ins Wasser bewegen, also stand ich auf zog mein Kleid aus und spürte den Blick von Ben auf mir, beziehungsweise auf meinem Körper, ok das ist unangenehm ich ignorierte ihn und sprang zu den anderen ins Wasser. Ich war sicherlich über eine Stunde lang im Wasser und machte mit den anderen eine Wasserschlacht oder wir setzten uns auf die Schultern und rangen miteinander. Sue und ich hatten die meisten besiegt und nun riefen wir: „ Ihr habt keine Chance, nennt uns die Zerstörer!" Doch als ich dann gegen Jacky kämpfen musste, die auf Bens Schultern saß wurde ich volle Kanne ins Wasser befördert und Unterwasser bekam ich so ein riesen Lachfalsch, dass ich hustend und halb erstickend an die Oberfläche kam und ich erstmal von allen ausgelacht wurde. Komplett erschöpft schleppte ich mich zu meinem Handtuch, legte mich darauf und genoss die warmen Sonnenstrahlen, die vom Himmel auf meinen nassen Körper schienen. Neben mich legten sich dann nach und nach auch alle anderen und ließen sich genau wie ich von der Sonne trocknen. Ich glaube Steve, auch ein Junge, der mit uns da war, er schien sehr nett, machte laut Musik an, doch ich hörte eher so halb zu und schlief auch fast ein, als Lucy mich rüttelte und fragte, ob ich etwas Essen möchte sofort war ich voller Energie:"Essen!" alle starrten mich an. Ups das war dann ein wenig zu laut. Ich bekam einen Lachflash und auch einige anderen lachten jetzt manche schüttelten auch nur verwirrt ihren Kopf „Du scheinst ja auf Essen zu stehen." Ich drehte mich um und schaute in das amüsierte Gesicht von Ben.

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