Kapitel 1

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Am selben Abend fuhr ich mit Gideon zu ihm nach Hause. Noch immer stand ich unter Schock, hatte diese Bilder von ihm vor meinen Augen, wie er blutend vor mir lag. Ich hatte anscheinend ein Geräusch gemacht, denn Gideon fragte: "Alles in Ordnung, Gwenny?" Da wir an einer Ampel standen, schaute er mich sorgenvoll an. "Ja, ja alles in Ordnung", antwortete ich und lächelte leicht. Ich wollte ihm nichts von meinen Gedanken sagen, da ich nicht wollte, dass er sich unnötig Sorgen machte. Der Rest der Fahrt verlief schweigend, und als wir an Gideon's Wohnung ankamen, stieg er aus um mir die Tür zu öffnen. Er hielt mir, ganz gentlemanlike, die Hand hin, welche ich dankend annahm. Zusammen gingen wir dann in seine Wohnung. Ich blickte mich um. Ich bin zwar schonmal hier gewesen, doch hatte ich mich da nicht wirklich umgesehen. Na ja, viel zu sehen gab es hier eigentlich auch gar nicht, denn die Wohnung ertrank förmlich in Wäsche. Ich dachte eigentlich, dass man nicht unordentlicher sein konnte als ich es war, doch das hier war echt krass. "Das ist ja sehr, ähh, aufgeräumt", ich grinste. Gideon war etwas verlegen und wurde rot, was ich mega süss von ihm fand. "Tut mir leid, ich, ähh, hatte einfach keine Zeit und musste mich ja auch die ganze Zeit um Raphael kümmern, damit er nicht wieder irgendeinen Mist macht und ausserdem..." Weiter kam er nicht, denn ich beendete seinen Redeschwall, indem ich meine Lippen auf seine legte. Er erwiderte mit einer solchen Heftigkeit, dass ich beinah umgefallen wäre. Doch Gideon fing mich sanft auf, hob mich hoch und trug mich aufs Sofa.

FOREVER TOGETHERWhere stories live. Discover now