One

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Hattest du jemals das Gefühl unerwünscht zu sein? Nicht gewollt von den anderen oder einfach nur verachtet zu werden?
Nein? Ich schon.
Mein Name ist Lilia Stone und das ist meine Geschichte.

Vor noch ein paar Tagen war ich ein normales Mädchen, mit Freunden einer Familie und einem schönem Leben, aber binnen einer Sekunden hat sich das alles verändert. Und warum? Seht selber.

Meine Eltern und ich leben auf einer Farm in einem ruhigen Örtchen namens Silian.
Es ist ein Dorf abseits der Stadt Linden. Die Leute kennen sich hier und helfen sich gegenseitig oder sie tratschen über dich und versuchen dich zu vergraulen.
Aber naja so ist das Leben.
Ich war gerade dabei die Mähne von Ice, einer unserer Pferde, zu striegeln, als mich meine Mutter rief: Lilia Schatz, könntest du bitte der alten Dame Winston diese Packung Eier abgeben? Sie hat letzte Woche nach welchen gefragt. Das wäre lieb mein Schatz.
Ich nickte und sagte hmm,legte den Striegel weg und führte Ice noch kurz zur Weide. Dann schnappte ich mir mein Fahrrad und die Tüte,wo die Eierpackung enthalten war und ein kleines Present und verließ dann den Hof.

Die Straßen waren ruhig, das waren sie immer. Frau Winston wohnte nicht weit entfernt von uns.
Sie war eine ältere Dame, nett und zierlich mit gräulichem Haar. Ihr Mann starb vor einigen Jahren,seitdem lebt sie alleine in dem großen Haus. Manchmal bittet sie mich um Hilfe, damit ich den Platz fege oder ihr beim Tragen von Sachen helfe.
Ich erkannte schon von Weitem ihr Haus und bog in die Straße ein.
Frau Winston saß auf der Veranda und trank ihren Tee. Als sie mich kommen sah, winkte sie mir zu und begrüßte mich.
Guten Mittag, Frau Winston. Ich habe ihnen die bestellten Eier mitgebracht. Mutter bestand darauf ihnen noch das hier mitzugeben.
Ich reichte ihr die Tüte und sogleich zuckten ihre Mundwinkel nach oben.
Ach mein Kind, das ist großzügig von euch. Richte deiner Mutter ein Dankeschön von mir aus und hier das Geld für die Eier.
Ich streckte die Hand aus und packte die Münzen in meine Tasche.
Frau Winston fragte mich, ob ich nicht Lust hätte einen Tee mit ihr zu trinken. Da ich leider wenig Zeit hatte, verneinte ich dies und stieg auf das Fahrrad:
Auf Wiedersehen, Frau Winston!

Ich machte mich auf, auf den Heimweg, als ich plötzlich von meinen Fahrrad bei der Straßenecke gestoßen wurde.
Aua, spinnst du?!
Fuhr mich ein Junge an und sah mich mit seinen großen braunen Augen entsetzt an.
Das war doch gar nicht meine Schuld, Idiot . Du bist mir vor das Rad gelaufen!
Ich musterte den Jungen.Er sah älter aus als ich und war gut gebaut. Ich kannte ihn nicht und fragte mich innerlich,was er hier in Silian suchen würde. Sein Tshirt und seine Hosen waren dreckig, er atmete schwer, wahrscheinlich weil er gelaufen ist.
Du hast sie doch nicht mehr alle!
Schrie mich der Unbekannte an und wandte sich ab von mir. Ich sah ihn hinterher und wunderte mich über sein Aussehen und auch seine Art, doch am meisten wunderte mich, was er hier suchen würde.

Ich beschloß den weiteren Heimweg anzutreten und den Vorfall zu vergessen. Doch in diesem Moment wusste ich nicht, dass er der Grund meiner Misere sein wird.

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Hey und willkommen zu meiner Geschichte! Viel Spaß beim Lesen!

Dies ist mein zweites Buch. Ich würde mich über konstruktive Kritik und nette Kommentare freuen ! :D

Auf der FluchtWhere stories live. Discover now