Hallo, ihr Lieben :)
Ich wollte diese Geschichte schon immer schreiben und bin froh, dass ich es jetzt endlich auch mache :D
Sie enthält Ausschnitte aus dem Musical "Liebe Stirbt Nie", aber das Ende später, sowie teilweise die Handlung werden von mir dementsprechend geändert :)
ALSO wenn ihr das Musical noch nicht gesehen habt, lest lieber nicht meine Fanfiktion ;)
Viel Spaß beim Lesen!
PS: Wer "Liebe Stirbt Nie" nicht kennt, es spielt 10 Jahre nach "Phantom Der Oper" ;)
L.G.
EriksFangirl :P
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Als das Trio auf Coney Island ankam, hatte das Wetter plötzlich in heftigen Regen umgeschlagen, was alle Umherstehenden dazu zwang, entweder einen Regenschirm aufzuspannen, oder irgendwo Schutz vor den Wassermassen zu suchen. Als Gemurmel entstand, spürte Christine, dass Gustave an ihrem Ärmel zu zupfen begann.
"Mutter, schau! Die Kutsche da, wie sonderbar sie aussieht."
Die Kutsche, welche sich auf das Trio zubewegte, war in der Tat seltsam. Sie hatte drei Räder, wurde jedoch weder von Pferden, noch von irgendeinem lebendigen Wesen gezogen, geschweige denn angetrieben. Bedrückende Stille hatte sich unter den Umherstehenden ausgebreitet und plötzlich öffnete sich die Tür der Kutsche und eine unterdurchschnittlich kleine Frau mit Umhang stieg aus ihr aus. Der Mann, der die Tür geöffnet hatte, durchbrach die Stille.
"Seien Sie gegrüßt. Willkommen in Amerika."
Er machte eine kurze Verbeugung und Gustave begann um die Kutsche zu laufen, da sie ihn faszinierte. Wieder bei der Tür angekommen, hob der Mann, der sie begrüßt hatte und sich später mit dem Namen Gangle vorstellte, den kleinen Jungen in die Kutsche, was Christine's Besorgnis auslöste.
"Gustave!"
Kurz bevor sie einstieg, machte sie halt und beäugte Gangle skeptisch, bis sie schließlich doch einstieg. Der Vicomte de Chagny hingegen forderte zunächst eine Erklärung.
"Was hat das hier zu bedeuten? Mr. Hammerstein sagte, er wolle uns persönlich in Empfang nehmen."
Er wandte sein Wort an Squelch, einem höchst starken Mann, der mit Gangle und der zu klein gewachsenen Fleck ebenfalls ein Trio bildete.
"Bitte Monsieur, beruhigen sie sich. Mr. Hammerstein ist verhindert und bat uns stattdessen sie zu ihrem Hotel zu geleiten."
Noch eine kurze Weile starrte der Vicomte ihn ungläubig an, ehe er aufgab.
"Ich gebe es auf... Bringen sie uns in das Hotel."
Während der ganzen Fahrt starrte Gustave aus dem Fenster und erzählte allerhand Sachen, die er plante auf Coney Island sehen oder tun zu wollen. Christine fühlte sich äußerst unwohl und irgendwie fühlte sie, dass irgendetwas ganz und gar nicht stimmte, womit sie auch Recht haben sollte, denn aus der Ferne wurde sie aus zwei glühenden Augen beobachtet, welche ihr unaufhörlich nachblickten.
"Ich bin dein Engel der Muse. Komm zu mir Engel der Muse."
Murmelte die Stimme vor sich hin und glitt hinab die Dunkelheit, wo sie sofort verschwand.
In dem Hotel angekommen, machte Raoul erst einmal seinem Ärger Luft, während Gustave verzweifelt um seine Beachtung kämpfte.
"Was für eine Drecksstadt hier, was für ein Rattenloch! Glaubt dieser einfältige Narr wirklich, Freaks zu senden wäre amüsant?!"
"Papa bitte spiel mit mir, guck mal, was sie mir gegeben haben!"
"Hat dieser Trottel wirklich gedacht, wir seien käuflich. Lass uns sofort wieder gehen, die Schulden sind in diesem Falle gleichgültig."
"Papa bitte Spiel mit mir..."
"Gustave es reicht! Ich sagte bereits nein."
Betrübt stellte der Junge die Spieluhr ab und setzte sich an das Klavier, die darauf liegende Partitur betrachtend.
Christine versuchte unterdessen Raoul zu besänftigen.
"Bitte, sei nicht erzürnt Schatz. Ich glaube nicht, dass Hammerstein dachte, es würde dich stören."
"Warum zum Teufel haben wir dieser Einladung nur zugestimmt?"
Raoul begann zum Alkohol zu greifen.
"Wir brauchen das Geld... Deswegen lief auch alles nicht immer gut."
Raouls Blick auf Christine versteifte sich, da er wusste, dass er nicht Unschuldig daran war. Christine begann seine Wange zu streicheln und umarmte sie anschließend, bis Gustave eine Melodie auf dem Klavier spielte. Geschockt, aber zugleich überwältigt von der Schönheit der Töne wandte sich Christine Gustave zu.
"Was ist das Liebling?"
"Ich weiß es nicht, aber es lag hier auf dem Klavier. Ist es nicht wunderschön Mama?"
"Ja, das ist es. Aber du bist doch bestimmt etwas müde von der Reise. Sag Papa gute Nacht."
Mit trauriger Miene drehte sich der Junge in Richtung seines Vaters, welcher inzwischen die Spieluhr in der Hand hielt.
"Gute Nacht, Papa."
"Komm Gustave, sieh mal, was ich hier hab."
Begeistert setzte sich der Junge neben seinen Vater.
"Und Pass mal auf, was jetzt geschieht, wenn man nämlich hieran zieht, spielt es ganz von selbst ein Lied."
Tatsächlich spielte die Spieluhr eine Melodie, welche Christine einen kalten Schauer über den Rücken laufen ließ. Irgend etwas an dieser Melodie, warf alte Erinnerungen auf, welche sie lieber vergessen wollte.
"Raoul..."
Ein Bote störte die Dreisamkeit und Raoul nahm hastig den Brief von dem Tablett und las ihn im Lichtschein rasch durch.
"Was ist denn, Liebling?"
"Hammerstein, er möchte mich allein in der Hotelbar treffen."
"Allein?"
"Nun, er mag etwas ungehobelt sein, aber er weiß das passende Etablissement für ein Geschäftstreffen auszuwählen."
Christine spürte leichtes Unbehagen, denn sie wusste, dass Raoul sehr schnell geneigt dazu war, zum Alkohol zu greifen.
"Raoul, bitte..."
"Bitte, was?"
"Nichts..."
Ohne ein weiteres Wort ging er davon und Christines Blick senkte sich, doch es war Gustave, welcher ihr insgeheim aus der Seele sprach.
"Vater ist so zornig... Liebt er uns gar nicht?"
"Ach Liebling... Die Liebe ist schwer zu begreifen, aber wenn du sie richtig verstehst, dann wird sie dich auch erreichen, denn Liebe ist auf den ersten Blick nicht immer schön"
Christine tröstete Gustave und hielt ihn sehr lange im Arm, den Tränen nahe, da das, was sie sagte, genau das war, was sie selbst erlebt hatte.
"Nun ist es aber Zeit für's Bett Gustave, ich komme gleich nach, um dir noch einen Kuss zu geben."
Behutsam geleitete Christine ihn nach draußen und als er außer Sicht war, wollte sie die Spieluhr, mit der Gustave gespielt hatte, weg stellen, doch plötzlich, ohne, dass sie sie überhaupt berührte, fing sie an zu spielen. Kurz irritiert und mit leichtem Unbehagen, stellte Christine die Spieluhr auf das Klavier und brachte sofort einen gewissen Abstand zwischen sich und der Spieluhr. Sie wurde nun sichtlich nervös und blickte sich panisch um, sodass sie das Gesicht nicht bemerkte, welches sie durch den Spiegel beobachtete. Als sie neben dem Sessel zum stehen gekommen war, öffnete sich plötzlich der Spiegel und Erik betrat das Hotelzimmer. Geschockt und völlig überwältigt vergaß Christine weiter zu atmen, sodass sie ohne Vorwarnung in Ohnmacht fiel. Das war einfach zu viel, ihn nach so langer Zeit wiederzusehen. Sofort rannte Erik, auch bekannt unter dem Synonym Mister Y, zu ihr und hob Christine sanft auf seine Arme, um sie in den Sessel zu legen. Bei der Ersten Berührung, wurde sein Körper von einem Blitzschlag durchzogen. Wie sehr hatte er sie doch vermisst! Während er sie vorsichtig auf dem Sessel ablegte, wurde sein Drang sie zu berühren noch viel größer. Vorsichtig streckte er eine Hand nach ihrem Gesicht aus, doch bevor er sie berühren konnte erwachte sie und sah in mit purer Wut in den Augen an.
"Dann war also alles nur Betrug? Ein letzter großer Zaubertrick, Deinen Tod vorzutäuschen? Und jetzt stehst du hier erneut und bedrängst mich!"
Mittlerweile war Christine aufgestanden. Sie konnte seine Nähe nicht ertragen. Nicht mehr...
In Erik's Blick lag pure Verzweiflung und sogar etwas flehendes.
"Hättest du meinen Schmerz gesehen, du wüsstest mir bleib keine Wahl. Meine Christine..."
Wieder machte er eine Geste in ihre Richtung.
"Deine Christine? Eine einzige Nacht war ich dein lang ist's her und wie könnte ich es je wieder sein?"
Christine stand wieder bei dem Klavier und hatte den Blick inzwischen von Erik abgewandt. Das war alles zu viel für sie.
"Ah, Christine... Kamst du nicht damals zu mir? In dieser einen Nacht schienen wir für immer vereint."
Erik wagte es, sie zu berühren und legte seine Hände auf Christines zarte Schultern. Obwohl sie mit dem Kopf schüttelte, wusste sie, dass er Recht hatte. Sie war diejenige gewesen, die in der Nacht vor ihrer Hochzeit mit Raoul zu ihm zurückkehrte.
"Mondlos war die Nacht..."
Eriks Hände begannen an Christines Armen hinunter zu gleiten, was Christine ziemlich widerstrebte und sie sich aus seiner Umklammerung befreite.
"Bitte sprich nicht weiter! Ich weiß, dass ich damals zu dir kam Erik, aber das ist alles Vergangenheit."
Instinktiv ging er auf sie zu und legte seine Hand um ihre Hüften, sodass er Christine ganz nah an sich ranziehen konnte.
"Nein, Erik bitte..."
"Warum, Christine? In dieser einen Nacht schrecktest du nicht vor meiner Berührung zurück."
Immer klarer werdend, dass es nichts brachte sich gegen Erik und die Erinnerung zu wehren, ließ Christine ihn gewähren und versuchte zu verbergen, dass sie froh war, ihn wiederzusehen. Lange Zeit standen sie eng umschlungen und als Christine über seine Maske streichen wollte, hielt er ihre Hand auf und entfernte sich von ihr.
"Als es damals vorbei war, habe ich mich leise erhoben und bin ins Dunkle verschwunden, da ich Angst hatte, du sähest mein Gesicht und würdest deine Meinung ändern..."
Plötzlich riss Christine die Augen auf, da sie zum ersten Mal nun die Wahrheit erfuhr, warum er gegangen war. Doch sie überkam auch Wut, denn wäre Erik nicht fortgegangen hätte sie Raoul wahrscheinlich nicht geheiratet. Sie drehte sich zu Erik, der mittlerweile auf dem Klavierhocker saß und traurig in die Ferne starrte.
"Es war Liebe! Tiefe Liebe! Ich wär dir gefolgt an jeden Ort. Ich wollte dir meine Liebe schwören, doch du warst einfach fort!"
Geschockt von Christines Worten begriff Erik, dass, wäre er nicht gegangen, Christine womöglich ihn geheiratet hätte und hätte sich am liebsten für seine Dummheit bestraft. Er drehte sie zu sich und zog sie an sich ran, um sie nie wieder loszulassen.
"Oh, wie sehr habe ich dich geliebt und tue es jetzt noch! Ich werde es bis zu meinem Tod nicht bedauern, diese rabenschwarze Nacht..."
Seine Lippen näherten sich unaufhörlich den ihren, doch sie wich vor ihm zurück.
"Und jetzt..."
"Du sprichst vom hier und jetzt? Für uns, gibt es kein jetzt!"
Christine dreht ihm den Rücken zu und trat hinaus auf den Balkon, wohin Erik, sichtlich verletzt von ihren Worten, ihr folgte. Sie sprachen darüber, wie sie hätten diesen Fehler vermeiden können und immer wieder suchte Erik Christines Nähe, welche sie aber ablehnte. Gekränkt durch ihre Abneigung, kam in Erik wieder das Phantom zum Vorschein, welches vor langer Zeit alle, sowie auch Christine, vor ihm erzittern ließen.
"Zehn lange Jahre der Sehnsucht habe ich nur davon geträumt, wie dieses unvergleichliche Instrument noch einmal für mich klingt und mir den Geist bringt, der mich seither quält, ah, Christine..."
Mit seiner alten bedrohlichen Art ging Erik langsam auf sie zu, sodass Christine gezwungen war, bis in eine Ecke zurück zu weichen.
"Ich weiß, was Hammerstein dir zahlt. Ich verdopple den Betrag für nur einen einzigen Auftritt hier in meinem Konzertsaal. Ein Lied Christine, mehr verlange ich nicht."
"Nein, warum sollte ich? Zehn Jahre hast du mich glauben lassen, du wärst tot und jetzt lockst du uns hierher und erwartest, dass ich auf dein Angebot eingehe, dich mir wieder unterwerfe?! Ich werde es nicht tun, ich bin dir gar nichts schuldig!"
Christine befreite sich aus der Bedrängnis, doch ihre Flucht wurde von dem panischem Gustave aufgehalten, welcher blindlings in ihre Arme lief.
"Mama! Mama, ich hab Angst, ich hatte einen bösen Traum. Ein verrückter Mann packte mich und wollte mich ertränken!"
Bestürzt hielt Christine den kleinen Gustave in ihren Armen, während ihr Blick sich zu Erik hob, der halb geschockt, aber auch halb sarkastisch zu lächeln begann. Christine hatte keine Wahl, sie musste Gustave Erik vorstellen.
"Hier, Gustave. Das ist ein Freund von mir..."
Neugierig drehte sich der Junge jenem Mann zu, der ihn ebenfalls neugierig betrachtete.
"Willkommen hier, in meiner Welt."
"Ihre Welt? Wo sind wir?"
"Wir sind in Phantasma kleiner Vicomte..."
Plötzlich hob Erik den Jungen hoch und setzte ihn auf dem Geländer wieder ab, was Christine Gustave im panischem Griff festhalten ließ.
"Hier, wo Illusion und Musik regieren. Was möchtest du denn gerne sehen?"
"Könnten Sie mir bitte all das Untentdeckte und Gefährliche zeigen?"
Vorsichtig setzte er den Jungen wieder ab.
"Aber natürlich und ich persönlich werde dir alles zeigen. Ich verspreche es."
Dabei blickte er auf und sein Blick verriet Christine, dass er irgendwas im Schilde führte, woraufhin Christines Besorgnis wuchs.
"Jetzt aber wieder zurück in's Bett. Ich komme gleich."
"Warum trägt er eine Maske Mama? Ist er ein Zauberer?"
"Ja, Liebling. Auf seine Art..."
Sie geleitete Gustave nach draußen und als sie sich wieder umdrehte, konnte sie das Grinsen in Erik's Gesicht erkennen, was er damals zeigte, als Raoul vor ihr am Galgenstrick hing...
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Love Endures
FanfictionChristine, ihr Mann Raoul de Chagny und deren Sohn Gustave sind auf Einladung des mysteriösen Mr. Hammerstein nach Coney Island gereist, da Christine bei der Eröffnung seines neuen Opernhauses singen soll. Jedoch entwickeln sich die Dinge vollkommen...
