Es war ein nebeliger kalter Oktober Morgen. Die Ferien waren vorbei und ich musste wieder zur Schule. Meine Laune war stärker gesunken, als je zuvor. Als ich zur Küche gehen wollte fiel meine Laune noch mehr. Das Geschrei das aus der Küche kam war unerträglich. Anscheinend stritten sich meine Eltern schon wieder. Genervt überlegte ich ob ich den Raum betreten sollte oder lieber gleich aus dem Haus flüchten will. Obwohl ich keine Lust auf den Stress zwischen den beiden hatte ging ich in die Küche rein. Meine Mum saß auf dem Küchenstuhl und hatte ihren Kopf auf den Tisch gelegt und mein Dad stand vor dem Herd und schaute Richtung Fenster. Mir war es egal worüber sie stritten hauptsache ich bekam meine tägliche Tasse Kaffee.
Es herrschte Stille in der Wohnküche. Komplett angenehm. Gerade wollte ich ein Schluck vom Kaffee nehmen, als die beiden sich schon wieder anbellten. ,, Du bist so ein Arschloch! Wie kannst du mir sowas antun?", schrie sie Dad an. Dad ist wirklich ein Arschloch! Er steigt mit jeder zweiten Blondiene mit großer Oberweite ins Bett und Mum findet das jedesmal raus und verzeiht ihm immer wieder aufs neue.
Sie stritten immer lauter bis ich es nicht mehr aushielt und dazwischen kreischte: ,, Haltet alle beide eure Fresse. Merkt ihr eigentlich wie kindisch ihr euch verhaltet? Ihr seid zwar älter, aber kein Stück weiser und Mum lern verdammt nochmal aus deinen scheiß Fehlern und verzeih diesem Arschloch nicht schon wieder. Kurz war Ruhe eingekehrt doch dann schlug mir meine Mum mitten ins Gesicht. Sofort liefen mir Tränen runter. Ich war so voller Wut geladen das ich meine Tasse mit ihren Inhalt gegen die Wand schmieß und das Haus türekrachend verließ.
Zur Schule mochte ich nicht gehen, aber ich zwang mich dazu. Dort traf ich wie immer die ganzen Idioten die ich hasste und die mich hassten. Meine Klasse war total schrecklich denn sie bestand aus zickigen Mädchen und draufgängerische Jungs.
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Als ich meinen Klassenraum betrat schlug mein Herz umso schneller. Mich trafen zwanzig Blicke die mich erst mürrisch anschauten doch dann in lautes Lachen über schlug. Sie lachten über mich, dass tun sie immer. Ich meidete den Blickkontakt mit ihnen und eilte zu meinem Sitzplatz. Ganz hinten saß ich und ganz alleine. Abgetrennt von den anderen. Gerade wollte ich mich setzen, als ich bemerkte das an der anderen Hälfte des Tisches jemand saß. Skeptisch schaute ich nach oben und sah ein Mädchen. Sie sah ängstlich und verletzlich aus. Ihre braunen Haare hatte sie zu einem Zopf nach hinten zusammen gebunden. Dieses Bild wie sie da saß kam mir so bekannt vor. Es war wie mein eigenes Spiegelbild, sie ähnelte mir. Ohne ein Wort zu ihr setze ich mich einfach. Ihren Blick spürte ich.
Im Unterricht sprach sie nicht. Nur wenn sie angesprochen wurde. Sie stellte sich als Ella vor die an ihrer alten Schule gemobbt wurde und deshalb die Schule gewechselt hat. Da sie noch keine Bücher hatte musste ich ihr meins leihen, dabei berühten sich unsere Hände und man sah Messerschürfen. Anscheinend hatte sie bemerkt, dass mein Blick darauf haftete denn sie zog ihren Ärmel schnell darüber. Ohne darüber nach zu denken krempelte ich meinen Ärmel hoch und stellte ihr meine Ritzverletzung zur Schau. Ihr Gesichtsausdruck zeigte keine Regung doch sie beugte sich zu mir hin und flüsterte: ,, Du bist wie ich."
Mit einem Nicken stimmte ich ihr zu.
Die Zeit verging und Ella und ich wurden schnell beste Freunde. Ella war ein schönes Mädchen. Perfekter Körperbau, Perfekter Charakter einfach alles war an ihr perfekt. Sie war zwar wie ich, aber sie war sehr offen und ihr Selbstbewusstsein war viel stärker als meins. Das Ritzen tat sie sich nur an wen es zuhause Stress gab. Auch unsere Klassenkameraden mochten sie.
Als wir nach der Schule nachhause gingen sagte Ella zu mir: ,, Wir müssen heute unbedingt in den neuen Club. Das soll da richtig schön werden. Lass uns zusammen hingehen okay?" ,, Ich weiß nicht. Du weißt doch ich mag keine Clubs oder andere Plätze wo soviele Menschen sind", antwortete ich unbeeindruckst. Keiner sprach mehr. Wir gingen schweigend neben einander her und ich spürte ihren Blick an mir haften. ,, Komm schon!", sprach sie hektisch. Mit einem Kopfschütteln versuchte ich das Thema zu beenden, aber es funktionierte nicht und am Ende dieser Diskussion hatte sie es wirklich geschafft mich zu überreden in diesen Club heute Abend zu gehen. Mir war dabei nicht wohl in die Disko zu gehen. Ich bin super hässlich, keiner mag mich außer Ella und ich hab nichts zum anziehen. Wie soll ich das neben der bildhübschen Ella nur überleben?
Am Abend kam Ella dann vorbei. Im Schlepptau ihre ganzen Anziehsachen und ihr ganzer Kosmetikkoffer. Man hatte das Gefühl sie würde hier einziehen wenn man sie so sehen würde. Ich durfte mich durch ihre ganzen Kleider durch probieren bis ich das perfekte Outfit gefunden hatte. Ein schwarzes knielanges Kleid haftete auf meinem Körper. Mein Dekollte wurde sehr schön betont und indem Moment fand ich mich schön. Doch der Gedanke verfiel als ich auf Ella blickte die ein Minikleid an hatte und einfach sexy aussah. ,, Wollen wir los?", fragte sie etwas ungeduldig. Nickend gab ich ihr Antwort und versuchte mein unwohles Gefühl runter zu schlucken.
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In der Diskothek war es übertrieben warm und nicht aushaltbar. Die Musik dröhnte so laut, dass ich das Gefühl hatte mein Trommelfeld würde jeden Moment explodieren. Ella genoss es und ging sofort auf die Tanzfläche wo sie unter den ganzen Anderen unterging. Super, jetzt stehe ich ganz alleine an der Bar und Ella war weg. Ohne wirklich zu wissen was ich tat zwang ich mich auf die Tanzfläche um Ella zu suchen. Da ich durch die tanzenden Menschen nicht durch kam ließ ich das suchen.
Ich versuchte mich zu entspannen und beobachtete wie die Leute sich bewegten. Was ich dann tat, schockte mich im nachhinein selber. Meine Hüfte began sich im Takt zu bewegen und auch meine Füße konnten nicht mehr still stehen. Mein Körper war wie in Trance und völlig in die Musik eingetaucht, dabei schloss ich meine Augen.
Geöffnet habe ich sie erst wieder, als ich so stark angerempelt wurde das ich stürzte. Als ich aufblickte um zu gucken wer mich so stark angerempelt hat sah ich Ivo aus meiner Klasse. Hinter ihm stand seine Gang. ,, Oh, kann Fräulein Depressiv ihr Gleichgewicht nicht halten", spottet er. Langsam stellte ich mich auf musterte ihn und drehte mich einfach weg. Im Hintergrund hörte ich wie seine Gang lachte. Zum Glück nervt er nicht weiter, aber falsch gedacht. Er packt mich am Arm wirbelt mich zu sich und spricht: ,, So schnell kommst du hier nicht weg! Da du anscheinend allein hier bist, wirst du mir und meinen Jungs etwas Gutes tun." Man merkte den Druck mit dem er meinen Arm festhält, aber den Schmerz spürte ich nicht, also konnte er so fest zudrücken wie er wollte, es würde mir nicht weh tun. Mir gefiel es aber ganz und gar nicht das er mich fest hielt und zweitens machte dieses etwas Gutes tun mich skeptisch. Mit voller Wucht versuchte ich mich von ihm loszurreißen, aber er packte noch fester zu. Mehrmals versuchte ich mich loszureißen, aber ich scheiterte bei jedem Versuch. Ivo wurde langsam wütend, denn sein Gesichtsausdruck vertiefte sich. Als ich nun wieder versuchte mich von ihm weg zu reißen schrie er mich an: ,, Du behinderte Schlampe! Bleib jetzt ruhig oder es knallt". Das gefiel mir so gar nicht ich strampelte, ich schlug mit meiner freien Hand um mich und fing an zu beißen. Da hob Ivo seine Hand und schlug mir mitten ins Gesicht. Sofort wurde mein Gesicht warm und ich spürte den Druck mit dem er zugeschlagen hat. Er holte wieder aus doch diesmal wurde seine Hand gestopt.
Ein mittelgroßer, schwarzhaariger Junge hatte Ivo's Hand im Griff und zog ihn von mir weg. Mit einer dunklen Stimme sprach der schwarzhaarige: ,, Gehts dir noch gut? Was fällt dir ein dieses Mädchen zu schlagen? Nimm deine scheiß Gang da mit und verschwinde oder du siehst den Morgen nie wieder". Ivo machte einen Rückzug mit seiner Gang und ich konnte meinen Blick von diesem schwarzhaarigen nicht mehr lassen. In meinem Bauch war so ein flatterndes Gefühl.
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Depressionen & Selbstmord
HorrorEs geht um ein Mädchen das unter Depressionen leidet. Ihr ganzes Leben ist hart. Sie versucht damit umzugehen doch es klappt nicht. Sie sendet Hilfeschreie doch auf das will auch keiner hören. Sie sieht keinen anderen Weg als sich selbst umzubringen...
