Helle Sonnenstrahlen bahnten sich ihren Weg durch das Zimmer. Über jedes Möbelstück legte sich ein Hauch an Wärme und freundlichem Licht. Eine kleine Gestalt wälzte sich zwischen großen Federbettdecken und Daunenkissen hin und her, die große, gewaltige Tür öffnete sich einen Spalt weit und eine vornehm gekleidete Figur stand im Zimmer. "Hey, Manuel! Willst du den ganzen Tag verschlafen?!", die laute Stimme riss das noch schlafende Etwas aus seinen Träumen. "Wa-was?", murmelte es und rieb sich die Augen. "Ich will ja nicht im geringsten aufdringlich klingen, aber Frau Meder wartet seit geraumer Zeit auf dich.", sie hüpfte spielen an das Bett heran und zog langsam aber sicher die schwere Bettdecke auf den Boden. "Maaan, ich hasse es, Klavier zu spielen!", er stand murrend auf, lief zum Schrank und kramte ein paar Klamotten heraus. "Aber Bruderherz... Das kannst du doch nicht alleine machen. Warte, ich hohle ein Zimmermädchen.", mit diesen Worten verschwand die Jüngere aus dem Zimmer. Genervt rollte er die Augen und zog sich trotzdem alleine an. "Nänänänäää, ich hohle ein Zimmermädchen...", äffte er seine Schwester nach. "Mein Gott, ich bin sechzehn, ich kann das.genauso.gut.alleine!", mit diesen Worten war er in einer Strumpfhose hängen geblieben, verlor das Gleichgewicht und prallte unsanft auf die harten Holzdielen. "Junger Herr, brauchen sie Hilfe?", eines der Zimmermädchen kam angerannt und half ihm hoch. "Mathilde, wie oft hab ich dir schon gesagt- Nenn mich bei meinem Namen! Ich bin kein 'junger Herr', ich bin Manuel!", rief er sichtlich gereizt. "Naja, wie Sie meinen... Kommen sie, ich helfe Ihnen.", sie half ihm, sich anzuziehen und seine Frisur in die richtige Form zu bringen. "Danke...", murmelte er ruhig, nachdem sie fertig waren. Danach verließ er stürmisch das Zimmer, rannte den langen Gang entlang zur Treppe und rutschte leicht wie eine Feder das Treppengeländer runter. "Guten Morgen, Vater. Guten Morgen, Mutter.", begrüßte er höflich seine Eltern. "Frau Meder wartet schon im Musikzimmer...", rief seine Mutter. Manuel begab sich dorthin und lauschte schon den wundervollen Klängen des Flügels. "Jeden Tag aufs Neue höre ich diese Töne. Bitte Herr, zeige mir einen Ausweg aus diesem Haus!", sagte er vor sich hin. "Ach, Manuel! Bist du auch mal aufgestanden? Applaus!", Frau Meder unterbrach ihr Spielen und grinste amüsiert. "Hast du geübt?", fragte sie. "Nein.", kam es trocken zurück. "Wieso denn nicht?", ihr Blick verschärfte sich. "Weil mir das nicht liegt! Was tun denn andere Kinder in meinem Alter?!", rief er etwas lauter. "Ich gehe noch nicht mal in eine öffentliche Schule! Habe kein Handy, kein Fernseher! Was ist das für ein Leben?! Jeden Tag langweilig, wie im 19. Jahrhundert?! Lasst mich doch in Ruhe!", mit diesem Worten rannte er raus auf den Hof, hinüber zu den Pferdeställen. Sein einziger Trost war eine schwarze, blauäugige Stute namens Feodora. Er rannte und rannte, bis ein heranfahrendes Auto ihn übersah. (...) [ich hoffe, euch gefällt es bis hierher... :)]
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I Can't ~ ZomGer Fanfiction
FanfictionLangeweile, nichts als Langweile! Der graue Alltag des Jugendlichen Manuel. Nur Diener, die alles für einen machen- nichts darf man alleine tun! Doch plötzlich taucht ein ganz besonderer Diener auf und bringt alles durcheinander...
