Ich öffne die Tür unseres viel zu großem Hauses. Stöhnend liegt meine Mutter auf unserem hochwertigem Ledersofa, was nach Alkohol stinkt. Eine alte Säuferin, Mitte 40 wären die besten Sätze um meine Mutter zu beschreiben. Bitte seh mich nicht!, denk ich mir und knabbere dabei auf meiner Lippe. Vorischtig schließe ich die Tür und hoffe dabei, das sie nicht knarrt. Sie bleibt still. Unser Haus ist sehr modern, nur der Boden alt. Der wir bestimmt knarren...
Auf die Frage wieso unser Haus modern aber der Boden alt ist, hatte meine Mutter immer geantwortet:,, Weil er schön ist." Damals als sie noch keine Säuferin war und eine nette verantwortungsvolle Frau war...
Bis heute verstehe ich nicht wieso sie mit dem Trinken angefangen hatte. Zuerst nur eine Flasche Bier pro Tag, aber mit der Zeit wurden die Getränke mehr und härter. Aus dem Bier wurde Wodka. Niemand zwang sie zum Trinken und mein Vater hatte sie auch nicht verlassen, warum hatte sie dann angefanden? Naja mein Vater war ja direkt nach der Geburt abgehauen und dass ist schließlich schon lange her. "Ich brauche keinen Mann, ich hab ja dich!", hatte sie immer gesagt.
Ich musste schlucken. Ja, sie hat mich, aber ich hatte sie im Alkohol verloren...
Jetzt, jetzt geht sie entweder mit diesen viel zu alten Männern aus oder mit diesen Jungen Bubis die fast ihre Söhne sein könnten. Wiederlich!!! Vorsichtig trete ich auf den alten Boden, nichts passierte. Ich fühle mich sicher und gehe mit jedem Schritt schneller über den Boden. Plötzlich bewegt sie sich, sie hatte mich gerochen. Das ist einer der Sinne die noch funktionierten. "Warst du wieder in der Pommesbude?", gröllt sie rum. Anstatt etwas zu sagen, nicke ich nur schnell. Ich will weiter gehen, doch sie stoppt mich. "Warte"
Ich gehörche. Sie schaut mich mit ihren glasklaren Augen an.
"Du bist so schön", nuschelt sie mir zu. Ich zögere dann antworte ich: "Was man von dir nicht behaupten kann" und stürme in mein Zimmer.
Ich weine nicht wegen meiner Mutter aber es veletzt mich sehr. Es belastet mich von Tag zu Tag mehr. Mein Magen knurrt. Ich gehe langsam wieder die Treppe runter. Meine Mutter sieht mich und stolpert stöhnend auf mich zu. Sie hat einen türkisen Bademantel an, der voller Tropfen ist, die wohl Alkohol sind. "Zoe", haucht sie mich mit ihrem schrecklichen Alkoholatem an. Dannn rölpst sie und plötzlich krampft sie sich zusammen und dreht sich schnell weg. Dann erbricht sie sich auf den Boden. Ich presse die Augen zu und renne hoch, sowas will ich mir nicht Länger ansehen müssen! Ich muss hier raus. Von unten brüllt sie runter:,, DIe Jugendheimtante kommt gleich!", dass ist meine Chance. Ich nehme meinen IPod schiebe mir die Stöpsel ins Ohr und höre Cro- Whataver. Beim Refrai sing ich mit.
Bye (bye), ich fühl mich so frei (frei)
Ich will nicht mehr heim
Und mir is scheißegal, was morgen kommt
Ich heb mein Glas und schrei:
Bye (bye), ich fühl mich so frei (frei)
Ich will nicht mehr heim
Und mir is scheissegal was morgen kommt
Ich heb mein Glas und schrei
Während ich singend durchs Hause renne, verwüste ich die Küche mit dreckigem Geschirr das ich wieder aus der Spülmaschine hole, mit Apfelbri und Sadellen die ich als Kopfhaufen in Moms Zimmer lege, indem ich im ganzen Haus Bier, Wein und Wodka Flaschen verteile und manche zerbreche damit es aussieht als seinen sie auf den Boden gefallen. Zum Schluss lege ich die Wollmäuse aus meinem Zimmer auf alle Regal und Fensterbänke und stelle überall kleine Becher mit Alkohl hin damit die Zimmer danach stinken. Der Klammottenhaufen der sowieso auf meinem Fußboden liegt bekommt eine dreckwäsche und im Bad stopfe ich den Mülleimer mit Klopapier und Binden voll so dass die hälfte daneben fällt. Genau pünktlich klingelt es, PERFEKT! freue ich mich und summe während dem runter gehen ein Teil von Whatever.
Das war mit Abstand die schlimmste Woche
Die ich in meinem Leben je hatte
Ich weiß nicht, ob ich aufstehn soll
Und ich hab keinen Plan, was ich mache
Denn irgendwie ist alles scheisse
Ich war noch nie so weit am Boden
Denn ich weiß, mein ganzes Geld ist weg
Und meine Mom hat mich betrogen!
Uuah, Whatever!
Unten steht schon die geschockte Jugendamtsmitarbeiterin mit offenem Mund. Ich muss mir ein Triumphirendes lächeln verkneifen. Tschüss Haus ab morgen bin ich weg! denke ich hoch zufrieden.
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Whatever
RomanceZoe geht auf ein Internat, nachdem ihre mutter mehr Zeit für alkohol als für sie hat. Auf dem Internat läuft aber manches schief... Zoe wird zur Spionin und hilft herauszufinden wer hinter den Ereignissen steckt. Dazu kommt ihre Probleme mit ihrem h...
