Victorias Sicht
Ich rannte. Hinter mir ertönten die Schreie der aufgebrachten Soldaten. Ich hatte das schon tausende Male gemacht, reine Routine, doch noch nie waren sie mir so nahe gewesen. Endlich entdeckte ich den Wald. Schnell rannte ich darauf zu, als ich einen brennenden Schmerz in der Schulter verspürte. Mist! Doch wenn ich überleben wollte, musste ich es mindestens bis zum Wald schaffen. Dort waren die Soldaten nämlich aufgeschmissen, die wenigsten getrauten sich bis hinein. Ich hingegen kannte ihn besser als jeder andere in dieser Stadt. Was aber nicht hiess, dass ich ihn besser als jeder andere ausserhalb dieser Stadt kannte. Dort, wo ich hingehörte, wo ich längst hätte tot sein sollen, ginge es nach der Regierung. Sie war es nämlich, die uns hinter den Wald verbannt hatte. Den Leuten in der Stadt wollten sie weismachen, dass es seit der Krise 3020 nur noch diese Stadt auf der Welt gab und die Menschen dort nur überlebten, solange sie auf die Regierung hörten. Doch wir wussten es besser. Wir, die Ausgestossenen oder die Rebellen, wie uns einige nannten. Wir alle waren einmal wegen kleiner oder grosser Verbrechen sprichwörtlich in die Wüste geschickt worden-weil wir den Frieden der Stadt gefährdeten. So ein Quatsch-die Macht der Regierung gefährdeten wir, und dazu hatten wir auch allen Grund. Sie waren es ja schliesslich gewesen, die uns an den Rand der Gesellschaft gebracht und uns zum Stehlen um zu überleben gezwungen hatten. Sollte ich einen von ihnen jemals in die Finger kriegen-ich schwöre bei Gott, er würde nicht mehr lange leben.
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Town
FantasíaAlex wohnt in Town. Der einzigen intakten und bewohnten Stadt der Welt seit der Krise 3020. Wirklich? Seit Alex Victoria kennenlernte, ist er sich dessen nicht mehr so sicher. Doch kann er ihr vertrauen? Denn Liebe soll ja bekanntlich blind machen...
