The Fallen one
Leo's POV
Es war ein sonniger, warmer Sommertag ,die Vögel sangen vergnügt ihre Lieder und die zarten Farben der tausend Blüten belebten die Natur. Nur mein Gemüt wollte es nicht erhellen, ich bin gefangen in ewiger Dunkelheit. Es mag sich vielleicht etwas übertreiben anhören aber, für mich gibt es schon lange keinen so genannten Sinn mehr im Leben. Jeder Tag glich dem anderen.
Ich ging jeden Tag brav zur Schule, war nicht mal so schlecht darin, aber trotzdem fehlte mir die Lust das Leben genussvoll auszukosten. Wenn ich nicht gerade in der Schule war, versauerte ich alleine in meinem Zimmer. Die Natur, die Sonne und meine Mitmenschen mied ich so gut es ging. Ich hatte alles verloren.
Meine Eltern waren nicht die besten, trotzdem liebte ich sie sehr. Ich hatte auch einen älteren Bruder, welcher immer für mich da war. Doch an diesem einen, schicksalhaften Tag verschwanden sie für immer aus meinem Leben. Es war, wie heute ein sonniger, eigentlich sehr schöner Tag. Die Vögel musizierten und es gab nur kleine ,flauschige, schneeweiße Wolken Tupfer die den blauen Himmel schmückten. Der perfekte Tag um etwas mit der Familie zu unternehmen, so dachten jedenfalls meine Eltern. Also nutzen wir das schöne Wetter und gingen wandern. Was keiner vorhersehen konnte, war das plötzliche Unwetter das sich ereignete. Wir waren den Witterungen im Wald mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert. Nass vom Regen, zitternd vor Kälte und rennend um aus der ganzen Sache wider heil raus zu kommen. Tückisch, war der richtige Ausdruck, für den aufgeweichten Waldboden. Es kam also, wie es kommen musste. Durch die Regenmassen löste sich ein Erdrutsch aus und vergrub meine Eltern komplett unter brauner Erde. Mein Bruder stieß mich zur Seite, ich landete bloß etwas unsanft. Er selbst wurde ein Stück mitgerissen und klemmte halb unter einem umgestürzten Baum. Meine Eltern waren nicht mehr zusehen, mein Bruder eingeklemmt und ich frei. Doch die Panik übermannte mich, ich wusste nicht was ich tun sollte. Qualvolle Schreie von meinem Bruder rissen mich aus der Schockstarre. Immernoch etwas benebelt rannte ich zu ihm, fiel dabei oft hin und zog mir einige Prellungen zu. Endlich, bei meinem geliebten Bruder angekommen fragte ich ihn hysterisch, was ich bloß tun sollte. Schlussendlich rief ich mit seinem Handy Hilfe und blieb bei ihm bis er starb. Die Rettung traf kurz darauf ein. Für meinen Bruder, meine Mutter und meinen Vater jedoch viel zu spät...
Ich hasste diese übertreiben tollen Tage, sie erinnerten mich zu sehr an das was damals geschah. Lieber graue Wolken und endloser Regen, das passte immerhin zu meinen Gefühlen. Ich wohnte mittlerweile alleine. Meine Verwandten wollten mich nicht bei sich haben, sie hatten Angst das meine Wenigkeit verflucht sei und ihnen das selbe Schicksal ereilen würde, wie auch meiner Familie. Welch Schwachsinn, abertrotzdem führte die Tatsache der Einsamkeit dazu, dass ich Tag ein Tag aus, Selbstmordgedanken hegte. Auch der Tag blieb keine Ausnahme.
Vielleicht könnte ich heute endlich meinen Plan in die Tat umsetzten, denn ich plante schon etwas länger mir das Leben zu nehmen. Andere hättendas Geschenk Gottes eher gebraucht als ich. Ich bin Nutzlos und das wusste ich auch. Es gab nichts was ich besonders gut konnte. In der Schule war ich nie Klassenbester, Sport konnte ich nicht besonders auch andere Sache lagen mir nicht. Ich konnte weder zeichnen noch singen oder tanzen. Es gab keinen Menschen auf dieser Erde, dem ich wichtig war oder der mir wichtig war. Ich hatte nichts und ich war ein Nichts..
Die Depression hatte mich nun voll in ihrem Bann. Ich konnte deutlich spüren, wie sie meinen ganzen Kopf mit Dunkelheit füllte. Sie machte meinen Körper schwer und träge. Lustlosigkeit durchzog meine Gedanken, beschwerte meine Glieder und führte dazu das ich mich ohne groß nachzudenken, auf mein Bett fallen ließ.
Leo's POV
Warum das ganze? Warum lebte ich überhaupt? Für mich selbst sicher nicht, da ich mich ja selber als Nutzlos ansah. Ich wollte dieses Leben nicht fortsetzten, es hatte keine Zukunft, ich hatte keine Zukunft.
Langsam erhob ich meinen eher schmächtigen Körper vom Bett, setzte mich träge auf dessen Kante und starrte in den Raum. Mein Kopf, nein mein gesamter Körper fühlte sich schwer an, als wäre er aus Blei. Ein Seufzer verließ schwermütig meine trockene Kehle und ich erhob mich nun vollständig vom Bett. Ich stand eher schlecht als recht in meinem Zimmer. Suchend wanderte mein Blick durch das eher kleine Zimmer. Es war immer aufgeräumt, weil ich die meiste Zeit an meinem Schreibtisch saß und irgendwelche Bücher las. Mein Schreibtisch stand direkt bei meinem Fenster, vor ihm stand ein sehr bequemer Bürostuhl. Der Boden war mit dunklem Parkett bedeckt und mitten darauf lag ein heller Teppich, er deckte nur wenig ab. Eigentlich war er grün, aber es war so hell, dass es schon fast wieder weiß war. Schon lustig, der Teppich ist fast weiß und ich meistens fast komplett in schwarz gekleidet, welch Ironie.
Doch wie beende ich es nun? Ich hatte keine Seile um mich zu erhängen, sich die Pulsadern aufzuschneiden und zu verbluten würde zu lange dauern. Ich brauchte etwas das schnell ging, wo ich mich nicht umentscheiden könnte. Plötzlich erinnerte ich mich wieder an dieses große Haus,man konnte es mit einem kleineren Wohnblock vergleichen, obwohl ich glaube das es ein Hotel ist. Ich könnte einfach, von dessen Dach springen. Ich schüttelte hastig meinen Kopf um die Gedanken vorerst beiseite zu schieben. Es hatte keinen Sinn weiter zu überlegen was es nun für ein Haus war. Ich verließ nun mein Zimmer, ging in den Flur und zog mir dort meine Schuhe an. Ich packte mir noch meinen Ausweis, den Haustürschlüssel und mein Handy ein. Weshalb ich den Ausweis mit nahm wusste ich selbst nicht recht, vielleicht damit sie meine Leiche identifizieren konnten, da mich ja außer meinen Verwandten keiner kannte. Naja, diese wollten mich nicht kennen, also ist es ja im Prinzip das gleiche. Jedenfalls verließ ich nun das Haus. Ich schloss die Tür hinter mir ab und ging etwas schneller zu dem besagten Haus.
Die Sonne brannte immer noch erbarmungslos auf die Erde nieder. Hämisch lachte sie uns aus, ließ uns schwitzen und lockte unzählige Laute in Freibäder. Das war definitiv nicht mein Wetter. Ich hasste so warme Tage an denen man nur schwitzte. Ich mochte es auch nicht, so wie viele andere in meinem Alter in ein Freibad zu gehen. Man wurde immer nur dumm angeguckt und es war eh jeden Tag brechend voll. Ich mochte auch große Menschenmengen nicht, dort fühlte ich mich immer unwohl. Es waren trotz dem „ Schönen" Wetter viele Menschen auf den in Autos Straßen unterwegs. Ich hatte her damit gerechnet, dass zu dieser Zeit, die meisten in Parks oder der gleichen zugange sein würden.
Nun hatte ich mein Ziel erreicht, es war jedoch nicht wie erwartet ein Hotel, sondern ein ganz normales Haus für mehrere Mieter. Diese Tatsache machte es mir natürlich noch einfacher auf das Dach des Gebäudes zu gelangen. Ich passierte ohne weitere Umstände den Eingangsbereich und steig die Treppen nach oben. Sie waren aus massiven Gestein, dass Geländer aus Metall und nicht weiter verziert. Mich faszinierten ja eher alte Häuser, weshalb mich nichts dazu brachte, mich länger in diesem Gebäude aufzuhalten. Ich hatte also endlich die Chance meinen Plan in die Tat umzusetzen.
Eine eiserne Türversperrte mir jedoch meinen Weg. Das erste was ich in diesem Moment vernahm, war Enttäuschung, dabei hatte ich nicht einmal überprüft ob sich die Tür öffnen ließ. Ich stand eine weile wie versteinert vor der Tür, unschlüssig und etwas überfordert. Meine Gedanken verwirrten mich und so legte ich ruckartig meine Hand an dieTürklinke. Wieder mit einem kräftig Ruck drückte ich diese nach unten und zu meiner Überraschung lies sich die Tür öffnen, sie war nicht abgeschlossen.
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The fallen one (Yaoi)
FantasyDer depressive Schüler Leo beschließt nach langem überlegen sich das Leben zu nehmen, wird allerdings von dem gefallenen Engel Iori aufgefangen. Iori muss eine sehr gute Tat vollbringen, um wieder in den Himmel zu kommen. Er beschließt also dem Jung...
