"BRRRR!" Ich stöhnte.
Wenn es nach mir ginge, hätte ich dieses dumme Ding schon längst zerschlagen können.
Müde räkelte ich mich in meinem Bett umher und schaltete den Wecker aus. Meine Mutter sagt immer, ich bin ein Morgenmuffel. Womit sie nicht ganz unrecht behielt. Aber wer ist auch bei dem Wort Schule voller Tatendrang? Richtig, niemand. Und das auch noch so früh am Morgen.
Ich bemühte mich ins Bad, duschte und zog meine Standartklamotten an. Diese bestanden aus einem weißen T shirt meines Vaters, einer schlichten Jeans und meinen schwarzen Converse. Ich fühlte mich darin pudelwohl und es zählte definitiv zu meinem Lieblingsoutfit.
Mein Vater starb leider vor 2 Jahren an einem brutalen Autounfall. Mein kleiner Bruder Jake ruhte zu der Zeit noch im Bauch meiner Mom. Oft fragt er nach unserem Dad, weil er noch zu klein ist um alles zu verstehen. Mom meinte, ich soll es so harmlos wie möglich erklären weswegen ich ihm immer sagte, dass Dad glücklich in den Wolken lebt und uns immer von dort beobachtet und bei uns ist.
Mom tat mir unendlich doll leid. So viel schlimmes war schon passiert, dass sie hatte durchmachen müssen. Der Verlust meines Vaters traf auch mich schwer. Eine Ewigkeit brauchte ich, um alles langsam zu verarbeiten. Nun ist diese schlimme Tragödie bereits 2 Jahre her, aber es kommt mir vor wie gestern.
Da ich die Art Vater und Tochterrolle übernahm, waren meine Nachmittage meist verplant und ich musste viel im Haushalt helfen oder auf Jake aufpassen.
Als mein Wecker bereits 7:45 Uhr zeigte, wurde ich aus meinen Gedanken gerissen und eilte die Treppe hinunter in die Küche.
Mom und Jake waren zu der Zeit schon außer Haus, da sie ihn immer vor der Arbeit im Kindergarten absetzte und ich somit morgens allein war.
Ich aß meine Lieblings Schokoflakes und versuchte, meine Augen offen zu halten. In der letzten Nacht konnte ich wieder kaum ein Auge zu drücken und ständig plagten mich Albträume. Seit dem Tot meines Vaters hatte ich diese leider viel zu häufig und langsam begannen sie an meinen Nerven zu zerren.
Es waren zwar keine blutverschmierten Träume mit Zombies und Serienkillern, aber andauernd sah ich meinen Vater und mich daneben. Ich sah, wie ich schuld an dem Unfall hatte und ich sah meinen Dad vor meinen Augen sterben.
Ich wusste zwar, dass ich keine Schuld hatte, aber irgendjemand musste schuldig sein. Bis heute hat man nicht herausgefunden wer dahinter steckte und das war mit Abstand das schlimmste.
Dieses Schwein gehört weggesperrt. Wer weiß, ob es ein geplanter Mord war oder ein unglücklicher Unfall. Die Person gehört für immer hinter Gitter.
***
Als der Schulbus in die Straße der St. Michaels High bog, wollte ich am liebsten wieder umkehren.
Den Weg zur Schule saß ich, als einzige, auf einem Einzelplatz und starrte aus dem Fenster. Keiner schien mich wirklich zu beachten, wo ich eigentlich nichts gegen hatte.
Ich wollte nie im Mittelpunkt stehen und all die Aufmerksamkeit auf mich ziehen, aber ich wusste das es durch ihn unmöglich war.
Ich wusste auch, dass ich eine Zielscheibe werde so bald ich einen Fuß in die St. Michaels high setzen würde. Und das alles dank ihm.
Ryder Green.
Allein bei seinem Namen lief es mir eiskalt den Rücken runter.
Der Badboy der Schule. Mädchen vergötterten ihn. Jede Woche schleppte er eine neue ab. Es war fast so, als ständen die Mädchen Kilometerweit schlange. Keine Partys oder Randale fanden ohne ihn statt. Alkohol, Drogen, nur fiese Kommentare. Ryder war zu ziemlich alles fähig.
Mehr als das er ein fieses Arschloch und ein Badboy ist, wusste ich nicht.
Aber mehr gab es auch nicht zu wissen.
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My Badboy
RomanceTori Shepard ist ein 16 jähriges Mädchen, welches eine High school in New York besucht. Sie lebt in bescheidenen verhältnissen mit ihrer Mutter und Tori's kleinem Bruder. Gute Noten hatte sie seit dem tragischen Tot ihres Vaters vor zwei Jahren nich...
