Meine Seele schreit. Seit Minuten, Stunden, Tagen, sogar Wochen. Tag und Nacht. Sie schreit. Mal laut, mal leise. Sie stoppt nicht. Sie kann nicht stoppen. Es schmerzt. Der Schmerz lässt niemals nach. Er tritt höchstens in den Hintergrund. Kommt er zurück, dann 1000 Mal schlimmer. Das Schreien wird lauter. Es zerreißt mich. Es zerrt an mir. Es lässt mich nicht los. Es soll aufhören, doch soll es nicht aufhören. Der Schmerz ist unerträglich. Es wird mich niemals in Ruhe lassen. Niemals das Schreien stoppen. Niemals wird es verstummen. Es verstummt erst, wenn auch ich für immer verstumme. Es ist so hoch und doch so tief. So wohlklingend und doch so schief. So unerträglich und doch toll. Ein Schlag, der eine klaffende Wunde verursacht und doch eine unglaublich zärtliche Berührung. Es zerrt an mir. Es zerrt mich zu sich und stößt mich wieder fort. Bis es wieder zu zerren beginnt. Es klammert sich an mich. Meine Seele reißt. Wieder. Dieses Mal zerbricht sie in noch kleinere Teile. Schreie. Sie hallen durch meinen leeren Körper. Sie hallen und doch sind sie stumpf. Sie fesseln dich, während sie dich doch verjagen. Du kannst sie nicht ersticken. Sie ersticken dich. Schleichend. Es wird niemals stoppen. Niemand anders kann es sehen. Niemand sonst kann es hören, so laut es auch schreit.
[Doch ein Jemand, der es kennt, der ähnlich fühlt, wird es fühlen. Ein Jemand, eine Person, so zerstört wie auch du selbst. Ein solcher sieht durch deine Augen direkt in dein Herz, deine Seele. Er wird sie lesen, wie ein offenes Buch. Doch tut er das nur, wenn er die eigenen Schreie leise hört. Lasst eure Seelen zusammen schreien und sie werden in den Hintergrund treten...]
