Vor 10 Jahren..
Da war alles noch so toll. Ich hatte Familie, ging auf die Schule und hatte Freunde, villeicht nicht so viele, aber das war mir egal, denn ich hatte Melf. Melf meinen Besten Freund lernte ich schon in einem Alter von 0 kennen, ja ok da ist man noch ein Baby, aber ich kannte ihn durch die Freundin meiner Mutter, die seine Mutter war. Wir spielten zusammen, jeden Tag, hatten Spaß und lebten unser Kinderleben. Wir waren im selben Kindergarten. Dort haben wir immer gespielt, wurden zusammen, von meiner oder seiner Mutter abgeholt und spielten bei jenem zu Hause weiter. Im alter von 6 ging er in die Grundschule und ließ mich im Kindergarten zurueck. Doch das stoerte mich wenig, da ich es kannte,dass er mal nicht da war, z.B. wenn ich mit Mama im Urlaub war oder jemand von uns beiden Krank war. Ich dachte zwar es wuerde mich nicht groß stoeren, aber das es so schlimm wird haette ich nie gedacht. Im Kindergarten kam ein neuer Junge in meine Gruppe, er hieß Karl und war bei den Erzieherinnen immer der brave Engel, bei mir jedoch der Teufel in Person, er aergerte mich jeden Tag, zog mir an den Haaren, machte sich ueber meine Kleider lustig oder lachte mich einfach aus, ohne Grund. Ab diesem Tag wollte ich nicht mehr in den Kindergarten, ich wollte nur eins und zwar zu Melf. Seit Melf in der Schule war hatte er nur noch wenig Zeit mit mir zu spielen, so kam es mir zumindest vor, da ich nach dem ich aus dem Kindergarten abgeholt wurde, immer in mein Zimmer ging und spielte, raus kam ich nur fuer Essen oder mal aufs Klo gehn. Das Jahr war unbeschreiblich schrecklich fuer mich, umso mehr freute ich mich auf die Schule und vorallem darauf Melf endlich taeglich wieder zu sehen. Der erste Tag in der Schule, nach der Einschulung soll ja bekanntlich der beste sein den es gibt. So doch leider nicht bei mir. Ich hatte mir gewuenscht in eine andere Klasse zu kommen, doch nein. Genau in die Klasse wo auch Karl war. Und das beste. Er saß direkt hinter mir. Ab dem Tag habe ich aufgehoert meine Traenen zu zaehlen, denn ich wusste das dieses Jahr noch mehr fließen werden, als nur diese. Nun war ich nichtmehr in der 1. sondern schon in der 2. und schon bald kam ich in die 3., ich freute mich wirklich sehr auf die 3., nach diesem tollem Jahr, ja es war toll, zumindest in der letzten Zeit, Karl ließ mich in Ruhe, was mich zwar wunderte aber nicht weiter stoerte. Auf Heute freute ich mich auch sehr, denn Heute traf ich mich wieder mal mit Melf auf dem Spielplatz. Ich war schon auf dem Weg zum Platz mit meinem kleinen Minimouse Rucksack auf dem Ruecken, als ich schon Melf schon sah. Er kam mir entgegen gelaufen und ich fing an zu rennen um ihn stuermisch zu umarmen. Wir begrueßten uns mit einem lachenden 'Hallo' und gingen dann zum Spielplatz. Auf dem Spielplatz spielten wir eine Weile, bis unsere traute Zweisamkeit von Karl gestoert wurde. Da ich keine Lust auf ihn hatte, fragte ich Melf ob wir gehen koennen, doch als wir aufstehen und gehen wollten, hoerten wir nur ein abschaetziges 'Ach, wolltet ihr gerade gehen? Schade, ich wollte mich eigentlich gerade dazu gesellen', ab da ging ein Streit zwischen ihm und Melf los, da Melf mich beschuetzen wollte, das tat er schon immer. Irgendwann sah ich das Karl einen großen Stein in seiner Hand hatte und von hinten auf Melf zu ging. Ich wollte Melf gerade davor warnen, da war es schon zu spaet. Melf kippte nach vorne und viel mit dem Kopf auf einen Holzbalken. Karl lies den Stein voll Blut fallen und rannte weg, waehrend ich gerade realisieren musste was mit meinem besten Freund soeben passiert war. Als ich mich einbekommen hatte, versuchte ich gerade den Stein zu verstecken, doch leider zu dem Zeitpunkt als meine Mutter gerade kam. Sie sah mich mit den Stein in Hand dort stehen und schaute dann, auf den sich immernoch nicht bewegenden, Melf. Sie lies mich gar nicht erst etwas erklaeren, sondern zerrte mich nach Hause, packte mir einen kleinen Koffer mit Sachen,wusch mir die Haende und gab mir mein Lieblingskuscheltier. Als sie fertig damit war mich um zuziehen, nahm sie mich an der Hand und ging mit mir zum Auto. Ab dem moment war es das erste mal das ich nicht wusste wo wir hinfuhren. Das einzige was ich sah war ein riesen Gebaeude und als mich meine Mama mich dort rein brachte und mir auch auf die Frage 'Und wann holst du mich wieder ab?' nicht antwortete, wurde mir klar, dass ich hier wieder weg wollte. Ab dem Zeitpunkt habe ich meine Mama nie wieder gesehn.
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Psychiatrie
RandomPsychiatrie. Es erinnert an Kranke, Bescheuerte, an Leute die einen Knacks weg haben. Es erinnert aber auch an dort Arbeitende, Krankenschwestern, Aertze, Koeche etc. Nun.. Viele denken, man wird dort eingesperrt und nicht mehr hinaus gelassen, da m...
