Stille, Einsamkeit, Trauer, Schmerz und Tod. Diese fünf Wörter beschrieben unsere derzeitige Situation wohl am Besten. Vor etwa fünf Monaten brach eine neue vorerst unscheinbare Krankheit aus. Am Anfang hätte niemand damit gerechnet, dass das alles...
Einst konnte man spielende Kinder auf den Straßen sehen, man konnte ihr Lachen hören, man sah ihre glücklichen Gesichter und freute sich mit ihnen. Die Menschen standen jeden Tag auf um zur Arbeit, zur Schule oder in den Kindergarten zu gehen. Das Leben war schön und Lebenswert. Es hatte einen Sinn. Doch wenn man nu aus dem Fenster sah, sah man nichts als eine zerstörte, verlassene Welt. Man hörte nichts. Die Stille war überall. Stille Einsamkeit, Trauer, Schmerz und Tod. Diese fünf Wörter beschrieben diese Situation am Besten. Die Stille machte mich fast Wahnsinnig. Ich war einsam, hatte alles verloren was ich je hatte. Ich war nicht mehr als eine einsame Seele in dieser verlassenen, verdorbenen, zerstörten Welt. In mir herrschte Trauer und Schmerz über meine Verluste, über die Dinge, die ich erlebt hatte, die Dinge, die ich sah, die ich nie wieder vergessen würde. Überall um mich herum war der Tod. Die Menschen waren keine Menschen mehr. Sie waren entweder tot oder hatten den Verstand verloren und wurden zu Monstern. Die Infizierten schrien immer wenn sie einen entdeckten. Sobald die Stille von einem Kreischen unterbrochen wurde, wusste man, dass man in Gefahr war. Der Ausschlag war der Auslöser für das alles. Man infiziere sich schon allein durch eine einfache Berührung. Sobald man infiziert war, dauerte es nicht mehr lange bis man selbst zum Monster wurde. Der grau- schwarze Ausschlag verbreitete sich rasend schnell über den ganzen Körper. Er fraß sich in das Körperinnere und griff die Organe an. Auch das Gehirn. Nach ein paar Tagen verlor man den Verstand. Der Ausschlag zerstörte das Gehirn. Er zerstörte den ganzen Körper.
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Langsam entfernte ich mich von dem Fenster. Seit ein paar Wochen wohnte ich in einem Hochhaus mitten in der Stadt. So hatte ich einen guten Überblick und konnte sehen falls ich angegriffen wurde. Plötzlich durchbrach ein Schrei die Stille. Sofort drehte ich mich um. Ich sah wie eine kleine Gruppe Infizierter in mein Haus rannten. "Verdammter Mist!" flüsterte ich. Es war unmöglich das sie mich gesehen hatten. Es mussten andere Überlebende da sein. Ich lief zu meinem Bett um das all meine Sachen standen. Dann nahm ich die Machete, die an der Wand lehnte und steckte zwei Pistolen in die Halterungen. Außerdem nahm ich noch zwei Messer und Pfeil und Bogen mit. Meine langen braunen Haare band ich schnell mit einem Haargummi zusammen, damit sie mich nicht beim Kampf störten. Dann verließ ich mein Zimmer und verschloss die Türe. Ich schlich vorsichtig durch die dunklen Gänge des Gebäudes. Meine Machete hielt ich fest in der Hand. Umso näher ich den Infizierten kam, umso lauter wurden die schreie. Bei jedem Schritt wurde ich nervöser. Es war jedes Mal ein Risiko sich den Infizierten zu nähern. Eine falsche Bewegung, eine kleine Berührung und alles war vorbei. Das hier war schlimmer als eine Zombie Apokalypse. Zombies mussten beißen. Diese Monster brauchten nur eine kleine Berührung. Das Risiko sich zu infizieren war viel höher. Mir wäre eine Zombie Apokalypse lieber als das hier. Als ich unten angekommen war hörte ich Stimmen neben den schreien der Infizierten. Ich hasste es wie sie schreien. Es bereitete mir Gänsehaut. Hier waren tatsächlich Menschen. Menschen hatte ich schon lange nicht mehr gesehen. Auf einmal hörte ich ein krachen als hätte jemand eine Flasche geworfen. Dann roch ich Feuer. "Diese verdammten Menschen zünden mein Haus an." dachte ich. Ich nahm meinen Bogen raus und schoss einem Infizierten ins Auge. Als die Menschen mich entdeckten sahen sie erleichtert aus. Die Menschen halfen mir die Infizierten zu töten. "NEIN!" schrie eine junge Frau. Ich drehte mich zu ihr. Einer der Infizierten hielt sie am Arm fest. Ich schleuderte dem Infizierten eines meiner Messer entgegen. "Danke." sagte die Frau. Ich verdrehte die Augen und kämpfte weiter. Wieso bedankte sie sich bei mir? Sie war schon so gut wie tot. Als alle Infizierten tot waren ging ich zu der frisch infizierten Frau, die immer noch an der selben Stelle saß. Ich nahm meine Pistole raus und zielte auf sie. "Stop!" schrie ein Mann hinter mir. Die Frau vor mir hielt die Hände nach oben. Ich sah ihr ihre Angst an. Sie war kurz davor zu weinen. "Sie ist infiziert. Sie ist schon so gut wie tot." sagte ich kalt. "Stimmt das?" fragte der Mann. Die Frau nickte und fing an zu weinen. "Zeig es!" forderte der Mann und kam ein paar Schritte näher. Die Frau zog ihren Ärmel nach oben. Darunter kam der grau- schwarze Ausschlag zum Vorschein. Gerade als ich sie erschießen wollte hielt der Mann mich auf. "Warte! Ich werde es tun." meinte er. Genervt trat ich einen Schritt zurück. Der Mann trat an meine Stelle und erschoss sie ohne zu zögern. Die zwei anderen Menschen fingen an zu weinen und trauerten um ihren Verlust. In der Zwischenzeit versuchte ich das Feuer zu löschen. "Warum machst du das?" fragte der Mann. "Ich wohne hier." sagte ich nur. "Echt jetzt? Tut mir Leid das ich das Haus angezündet habe." meinte er. Ich gab ihm keine Antwort darauf. "Wie heißt du?" fragte er. "Wieso?" fragte ich genervt. "Ich will wissen wer uns geholfen hat." antwortete er. "Also wie heißt du?" ergänzte er. "Beth. Mein Name ist Beth." antwortete ich. "Freut mich dich kennenzulernen, Beth. Ich bin Dean. Danke das du uns geholfen hast." sagte er. "Bitte und jetzt geht." meinte ich. "Können wir nicht hier bleiben? Draußen wird es schon dunkler und diese Monster werden nachts aktiver." meinte er. "Na gut aber morgen geht ihr." antwortete ich. "Ist in Ordnung." meinte er. "Sucht euch selbst ein Zimmer aus." sagte ich. Dann ging ich zurück in mein Zimmer. Als ich in meinem Zimmer war, ließ ich mich auf mein Bett fallen. Ich hatte mich daran gewöhnt alleine zu sein und ich hatte mir selbst geschworen keinen Menschen mehr an mich ranzulassen um nicht mehr verletzt zu werden. Deswegen war ich immer so kalt zu Menschen falls ich welchen begegnete. Über zwei Monate hatte ich nun keine Menschen mehr gesehen. Ich hatte gehofft nie wieder welche zu sehen. Dean sah gut aus und er war total mein Typ aber ich durfte es nicht zulassen Gefühle für ihn zu entwickeln. Er hatte braune Haare, grüne Augen, einen dreitagebart und war muskulös. Ich dachte noch eine Weile über ihn nach bis ich irgendwann einschlief.