KAITLYN
Ich weiß es schon, bevor er es noch aussprechen kann. Ich habe es schon lange Zeit geahnt und jetzt wo er es sagt, bricht mein Herz von neuen.
>>Wir hatten wirklich eine gute Zeit, aber ... ich fühle mich einfach nicht mehr wohl.<<
Obwohl mein Herz in tausend Stücken bricht und an seiner Stelle nur ein Loch bleibt, vergieße ich keine Tränen. Tristan soll keinen neuen Grund haben, mich schwach zu nennen. Zwar hat er das noch nie laut ausgesprochen, aber ich weiß, dass er so über mich denkt.
Ich nicke einfach nur und richte meinen Blick auf die leere Uniflur.
Wer hätte gedacht, dass ich in meinem ersten Jahr schon Liebeskummer bekomme? Ich hundertprozentig nicht.
Als ich mich auf Arkansas State University beworben habe, tat ich es nur meines Vaters Willen. Ich habe keine Ahnung, was ich überhaut studieren, oder ob ich überhaupt studieren will, aber ich musste meine Entscheidung treffen und da ich ohnehin kein Plan hatte, hörte ich auf meinem Vater und endschied mich für diese Uni. Außerdem ist Sally hier, meine beste Freundin, die wie eine Schwester für mich ist.
Und jetzt, wo ich vor meinem Exfreund stehe, weiß ich überhaupt nichts mehr. Als ich damals vor zwei Monaten Tristan traf, nahm mein Leben irgendwie eine neue Richtung an und jetzt, wo alles vorbei ist ... nun jetzt weiß ich nicht, wo es lang geht.
>>Kaity, du weißt doch, wie es ist. Mann verliebt sich und man entliebt sich.<<, redet er weiter, als hätte er nicht gesehen, dass ich kein Drama machen werde.
Bei seinen Wörtern zucke ich kurz zusammen. Zu wissen, er liebte mich nicht mehr, ist schmerzhaft genug, aber das aus seinem Mund zu hören, ist einfach eine Folter.
>>Tue mir ein Gefallen und nennt mich nicht mehr Kaity.<<, sage ich und bin wirklich überrascht, wie fest meine Stimme kling. Leise aber fest. Und das macht mich auf eine kranke Weise stolz.
Tristan zieht beide Augenbrauen hoch. >>Warum nicht?<<
>>So nennen mich nur Freunde<<, antworte ich und schaue ihm endlich wieder in die blauen Augen, die ich so liebe. Tristan ist wirklich ein sehr attraktiver Mann mit seinen blonden Haaren und dem umwerfendem Körper. Aber er weiß das - auch ohne meinen Komplimenten. Zugegeben, sein Ego ist wirklich riesig, aber mir hat es weniger ausgemacht.
>>Wir sind doch Freunde, Kaity.<< Tristan sieht mich an und fast hätte ich zugestimmt, weil seine verfluchten Augen mich so hypnotisieren, aber dann fange ich mich wieder.
>>Nein, Tristan. Wir sind keine Freunde mehr. Und ich bitte dich noch einmal, mich nicht mehr so zu nennen.<<
>>Musst du wirklich so ein großes Drama machen? Was ist daran so schlimm, mit mir befreundet zu sein?<<, fragt er und in mir keimt die Wut auf. Wie kann er nur so arrogant sein? Er hat mir gerade das Herz gebrochen, aber ich mache wie immer Drama, nur weil ich mit ihm nicht mehr befreundet sein kann! Er ist wirklich der letzte.
>>Es ist schlimm, dass ich gerade verlassen wurde. Es ist schlimm, dass der Junge, den ich immer noch liebe, mich nicht mehr liebt. Es ist schlimm, dass er sogar schon eine andere abgecheckt hat ... Ja, ich habe es mitbekommen.<<, antworte ich auf sein überraschendes Gesicht. >>Also, Tristan, sag mir bitte nicht, was so schlimm daran ist, denn ich kann dir noch mehr Gründe nennen, aber ich will doch kein Drama machen. Lassen wir es so, wie es ist. Du hast dich entliebt, ich mich noch nicht. Du willst freie Hand haben? Die hast du, auch wenn es wehtut. Aber wir können nicht befreunden bleiben, wenn ich mich jemals von die erholen soll.<<
Tristan steckt seine Hände in die Hosentaschen, eher er erwidert: >>Ich wollte dir nie wehtun, aber ich habe eingesehen, dass eine Beziehung nichts für mich ist. Und es tut mir auch weh, dass wir nicht befreunden bleiben können, aber du hast Recht. Es ist besser so.<<
Jetzt erinnere ich mich wieder, warum ich mich überhaupt in ihm verliebt habe. Tristan ist nicht so schlimm, wie viele denken. Er hat auch seine guten Momente.
Ich nicke. >>Genau. Und jetzt las uns einfach getrennte Wege gehen – vielleicht nicht direkt im diesem Sinne, da wir ja uns natürlich im Uni sehen werden, aber ... du bist frei und kannst alles machen, was du nicht lassen kannst. Ich schwöre dir, ich werde keins diesen Ex-Freundinnen sein, die keine Ruhe geben oder dir das Leben schwerer machen. Ich bin okay<<
Als Tristan mich zweifeln ansieht, korrigiere ich mich: >>Ich werde okay sein. Gib mir nur ein bisschen Zeit.<<
Wenn man bedenkt, Tristan sei mein erster Freund und jetzt Exfreund, stecke ich die Sache ziemlich gut weg. Vielleicht wird es noch schlimmer, wenn ich Zeit dafür finde, darüber nachzudenken, aber ich bin nicht nachträglich. Wenn er keine Gefühle mehr für mich hat, werde ich ihn dazu nicht zwingen.
>>Weiß du? Du bist wirklich ein sehr besonderes Mädchen und ich bin sicher, du findest noch deinen Mr. Right. Ich bin es leider nicht. <<, sagt er und ich muss lachen. Zwar tut es weh, aber es ist besser als weinen.
>>Gott, du bist wirklich der Klischee selbst. Geht jetzt, bevor ich doch noch meine Meinung ändere und dich nicht gehen lasse.<<
Ich habe wirklich Angst, in Tränen auszubrechen, wenn er mich noch länger mit seinen blauen Augen ansieht.
Eher ich weiß, was Tristan vorhat, ist er schon bei mir, beugt sich zu mir und küsst meine Stirn. Das treibt mir wirklich Tränen in die Augen.
>>Du verdienst Besseres als mich und das weißt du auch. Ich werde unsere Filmnächte vermissen<<, murmelt er an meinem Kopf. Na ja, ich werde ihn vermissen, aber ich sagte schon, Tristan hat seine Momente, die leider nicht oft zum Vorschein kommen.
>>Geh<<, sag ich noch einmal, schiebe ihn vor mir weg und kann nur so noch die Tränen unterdrucken.
Ohne weiteres dreht er sich um und geht weg.
Ich sehe ihm noch nach, wie er am Ende des Korridors verschwindet und dann lasse ich die zurückhaltende Tränen meine Wangen herunter laufen.
Schnell wische ich die aber dann weg. Ich bin immer noch in der Uni, wo mich jeder sehen kann und ich will keine Fragen beantworten müssen.
Ich habe eigentlich noch zwei Vorlesungen, aber ich fühle mich nicht stark genug, hier noch länger zu bleiben.
Also hebe ich meine Tasche hoch, werfe sie mir um den Arm und mache mich auf dem Weg ins Studentenwohnheim.
Auf dem Weg klingelt mein Handy und ich sehe, ich habe eine Nachricht bekommen. Von Tristan. Gott, ich bin erst so zu mir gekommen, da schreibt er mir schon.
Die Sachen, die du bei mir hast liegen lassen, gebe ich Sean, er bringt sie dir zurück. T.
Mein Herz krampft sich noch mehr zusammen. Er hat wirklich schon über alles nachgedacht. Er will so schnell wie möglich, mich vergessen. Wenn er es schon ohnehin nicht getan hat.
Ich schreibe ein >>okay<< zurück, und stecke mein Handy wieder weg.
Wenn mir noch einmal sagt, Montage sind einfach scheiße, werde ich mit dieser Person abklatschen und sie sehr schlau nennen.
Montage sind wirklich scheiße.
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Broken Hearts
RomanceKaitlyn kann nicht glauben, dass sie schon im ersten Jahr auf der Uni Liebeskummer bekommt! Alles erscheint jetzt sinnlos und dunkel. Was kann besser gegen gebrochenes Herz helfen, als eine Party, sexy Kleid und ein Mann, der ein wenig zu alt für ei...
