P R O L O G

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Ein kühler Wind weht über meine Wangen. Mit einer Decke aus leichtem Stoff mache ich mich auf den Weg zum Strand. Tausende von Fragen schwirren mir dabei durch den Kopf.

Was wäre geschehen wenn ich nicht einfach weggelaufen wäre? Was könnte ich je tun um dies alles rückgängig zu machen? Würden sie mir jemals verzeihen? - Würde ich mir je verzeihen?

Definitiv zu viele Konjunktivsätze.

Meine starken Kopfschmerzen quälen mich so, dass ich seit Tagen unter starken Medikamenten stehe die mir die Welt grausam und trostlos erscheinen lassen.

Ich denke nicht, dass ich je wieder zurück gehen kann, - nicht nach allem was ich dieser Familie angetan habe.

Das Klingeln meines Smartphones reisst mich aus meinem Elend und lässt mich für einen kurzen Augenblick meine grösste Sorge vergessen. Die Gedanken kommen jedoch gleich wieder als ich Rays Name auf dem Display entziffere.

Dreiundfünfzig anrufe waren es, seitdem ich weg bin. Und jedes Mal sticht es mir erneut ins Herz, zu wissen, dass ich seine Anrufe eiskalt wegdrücke und ihn alleine zu Hause mit seinem Schmerz sitzen lasse.

Ich mag mir gar nicht vorstellen was für Sorgen er sich machen muss, doch ich bin einfach noch nicht bereit mit ihm zu sprechen.

Seufzend lasse ich mich auf meine Decke fallen. Mit einer flachen Hand streiche ich über die groben Sandkörner. Der Sand fühlt sich feucht an. Seitdem ich hier bin, gab es kaum einen Tag ohne das die grauen Wolken, welche wie schwere Decken über dem Himmel hängen, Regen über die Gegend fallen liessen.

Einen kurzen moment lang ist mir nach lachen. Ich lache immer lauter, bis sich mein Gelächter in eine noch lautere Heulerei verwandelt.

Mir ist bewusst, wie dumm das gerade aussieht. Eine Frau, Mitte dreissig, alleine am Strand - heult sich die Seele aus dem Leib, doch ich weiss das ausser mir keine Menschenseele hier ist.

Meine Gedanken kreisen zurück zu Ray. Ich vertraue ihm und weiss, dass er sich gut um Junia kümmern wird solange ich weg bin.

Die warmen, salzigen Tränen kullern in regelmässigen Abständen an meinen rundlichen Backen entlang. Ich schlinge meine Arme um meine Beine, wie ich es als Kind schon tat wenn ich weinen musste.

Ich bleibe so lange in dieser Position, bis das rauschen des Meeres immer leiser wird und ich einschlafe

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Ein sehr kurzer Prolog, doch ich hoffe er war lesenswert :)

lasst mir doch eure Rückmeldung da, würde mich sehr freuen :D

xoxo aanaa123

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⏰ Last updated: Feb 18, 2021 ⏰

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