>>Plötzlich knickte sie mit ihren linken Fuß zur Seite und fiel zu Boden. Dabei rieb sie sich ihren Knöchel. " Autsch... Au, au au... " Langsam begannen Kirschblütenblätter umherzufliegen. Megumi schaute hoch und es wehte ein leichter Wind. Sie sah, wie das Tor des Kanemasas plötzlich vor ihr war ─ geöffnet! Man erkennte eine Silhouette eines Mannes im hellen Licht..<<
Verträumt starrte Megumi in die Richtung der Silhouette. Es kam ihr vor, als ob ein Traum wahr werden würde. Was für ein wunderschönes Gesicht sich wohl hinter diesem Schatten verbergen würde? Megumi war sich sicher, dass gerade in diesem Moment ihr Traum wahr wird, und ihr Prinz sie retten würde. Es machte sich ein junger Mann mit türkisen Haaren erkenntlich. Langsam schritt er auf Megumi zu aber hielt kurz inne.
" Wer bist du denn? " fragte der junge Mann mit einem breiten Grinsen auf seinem Gesicht. Es fühlte sich an, als ob gerade Megumis Traum gerade ein bisschen dahinschmolz. Also gab es wohl doch keinen Prinzen der hier auf sie wartete.. Immerhin sah der Junge vor ihr so gar nicht europäisch aus und von einem Sohn wurde auch nichts gesagt. Was wenn er nur ein einfacher Angestellter war? Megumi schüttelte leicht ihren Kopf, wollte aber trotzdessen nicht unverschämt rüberkommen. Es bestand immernoch eine Hoffnung, dass vielleicht noch niemand von diesem weiteren Kind des Pärchens wusste. Eigentlich sah der junge Mann sehr gut aus, das einzigste was sie aber störte waren seine etwas buschigen Augenbrauen.
" Oh.. Uh, ich bin Megumi Shimizu. Freut mich Sie kennenzulernen.. K- ... Könnten Sie mir vielleicht helfen? Ich glaube ich bin umgeknickt.. " antwortete Megumi mit ein paar Tränen in den Augen. " Oh? Ich bin Tatsumi. Es ist mir ebenfalls eine Ehre. Übrigens kannst du ruhig 'du' zu mir sagen. " sagte der türkishaarige Mann der sich gerade als Tatsumi enttarnte mit einer beruhigenden Stimme. Er beugte sich zu Megumi hinunter und wischte ihr die Tränen aus den Augen. Anschliessend hielt er ihr mit einen Lächeln seine Hand hin. Ein bisschen benommen starrte Megumi in sein Gesicht. Was für ein Gentleman~ Mit einem glücklichen Gesichtsausdruck nahm sie seine Hand an, aber knickte wieder um ─ so wäre es, wenn Tatsumi festgehalten hätte. Mit einem roten Gesicht fand sich Megumi nicht auf dem harten Boden wieder sondern ... in den Armen von Tatsumi. Kurz waren beide für einen Moment still vor Schock. Die Pinkhaarige erblickte, dass der junge Mann ebenfalls rot war. A-Aber.. hatte er sie nicht festgehalten? Eigentlich war es doch nur damit sie nicht ─ ... Was auch immer!
" Ich glaube nicht, dass du so nach Hause gehen kannst. " hörte sie eine Stimme in der Nähe ihres Ohres. " Darf ich ? " hörte sie noch bevor sie plötzlich einfach so hochgenommen wurde. Tatsumi schien sie ohne Schwierigkeiten tragen zu können und brachte sie in das Schloss hinein. Mit einem knallroten Gesicht befand sich Megumi auf den Armen des Mannes den sie gerade vor wenigen Minuten kennengelernt hatte. Das Mädchen nutzte die Gelegenheit um sich ein bisschen umzuschauen während sie von dem Türkishaarigen durchs Schloss getragen wude. Noch wusste sie nicht wo er sie absetzen würde. Kurz schaute sie hoch zu sein Gesicht. Er schien plötzlich sehr ernst zu sein.. Doch wenige Sekunden nachdem sie einen Blick in seine Augen warf drehte er plötzlich seinen Kopf zu Megumi und schaute sie mit einen leichten Lächeln an.
Ohne ein Wort zu verlieren öffnete Tatsumi die Tür und für einige Sekunden lag sein Blick noch in Megumis Augen. Dann blickte er hinauf zum Krankenzimmer des Schlosses. Er legte Megumi auf einem Krankenbett ab und wollte am Reißverschluss von Megumis Schuh ziehen. Plötzlich spürte er wie eine Hand seine berührte und schaute erschrocken zu Megumi auf. " Ich kann das selbst, aber vielen Dank. Ich möchte Ihn-... dir nicht zu sehr zur Last fallen. " sprach Megumi während Tatsumi seine Hand wegzog. Sie öffnete also den Reißverschluss.
Am selben Abend..
Kaori befand sich gerade in ihrem Zimmer als sie plötzlich hörte, wie hastige Schritte die Treppen emportstiegen. Wenige Sekunden danach öffnete ihre Mutter Sachiko ruckartig die Tür und hielt ihr leichenblass das Telefon hin. " Ein Anruf für dich.. " sprach ihre Mutter mit einer ernsten Stimme. Geschockt starrte Kaori ihre Mutter an und nahm den Hörer ans Ohr. " Kaori?! Ist Megumi vielleicht bei dir? Hast du sie gesehen? " hörte sie eine verzweifelte Stimme am Telefon. Kurz bevor Kaori überhaupt ihren Mund aufmachen könnte hörte sie schon, wie Megumis Mutter Hiroko anfing am Telefon zu schluchtzen. Kaori umringte das Telefon fester und biss sich auf ihre Unterlippe. " Nein, tut mir leid... Sie ist nicht hier.. Und ich weiss nicht wo sie sich aufhält.. Aber ─ ich hab heute Nachmittag mit ihr über das Kanemasa gesprochen und kurz danach ist sie auch in diese Richtung gegangen. Mehr weiss ich aber auch nicht, tut mir leid! " sagte Kaori und schaute traurig zu Boden. Was wenn ihr etwas passiert ist? Kaori stiegen leicht die Tränen in die Augen. Nein, das durfte nicht wahr sein. Was wenn sie sich irgendwie verirrt hatte? Aber das wäre unwahrscheinlich, da das Kanemasa so groß gebaut ist.. Hm vielleicht wurde sie von einem Wildtier angegriffen oder hat sich auf den Weg verletzt? Es konnte alles sein. Kaori gab das Telefon zurück zu ihrer Mutter und erwiederte den traurigen Blick.
Als Hiroko die Antwort von Kaori hörte begann sie in Tränen auszubrechen. Nein, hoffentlich war ihrem Kind nichts passiert. Es konnte einfach nicht wahr sein.. Sie sprach nicht mehr sehr lange mit Sachiko, denn sie musste noch einige Leute anrufen, die vielleicht ihre Tochter suchen würden. Immerhin kann eine Frau wie sie es nicht riskieren alleine in der Nacht durch das Dorf zu gehen, und besonders wo sich in letzter Zeit im Wald immer mehr streunernder, wilde Hunde aufhielten. Sie rufte Tomio Ookawa der nach nicht all zu langer Zeit ans Telefon ging. " Entschuldigen Sie die Störung Herr Ookawa, aber Megumi ist heute nicht nach Hause gekommen... Kaori meinte, dass sie zu den Bergen ging, in Richtung Kanemasa. " Leise begann Hiroko wieder zu weinen und Tomio reagierte sofort geschockt. " Was?! Hey Atsushi, gehen wir! " schrie Tomio und nahm dem Hörer von seinem Mund, sodass Hiroko nicht alles mithören musste. " Die Shimizus leben im Shimo-Sotoba, richtig? Wir sollten das deren Feuerwehr überlassen.. " sprach Atsushi doch ehe er sich versehen konnte begann sein alter Herr ihn auch schon ins Gesicht zu schlagen. " Durchsuch die Berge! " brüllte er.
Das taten sie schliesslich auch mit ein paar anderen Männern des Dorfes. Darunter sowohl Natsunos als auch Megumis Vater. Jeder von ihnen hatte eine Taschenlampe dabei. Nach einiger Zeit schienen sie schon fast aufzugeben, denn sie suchten schon sehr lange. " Megumi! " riefen sie, doch bekamen nie eine Antwort.
Atsushis Taschenlampe begann verrückt zu spielen und drohte auszugehen. Als er mit ihr ein paar mal in der Luft rumwirbelte und zu Boden hielt ging sie plötzlich wieder an... Und was er erblickte war ─ ein Körper eines Mädchens. " Ich hab sie! " schrie Atsushi und schnell versammelten sich alle um sie herum. Sie hätte leicht von dort aus hinfallen können, immerhin ging der Waldweg dort abrupt nach unten und man hätte gleichzeitig beim runterfallen über Wurzeln fallen können. Das seltsame jedoch war, dass Megumis Augen offen waren, doch sie vollkommen Bewusstlos zu sein schien.
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To be continued... (: Wir würden uns über Kommentare freuen! Über Votes natürlich auch.
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Shiki: The Second Chance
FanfictionEine Fanfiction, die auf den Anime Shiki, nur verändert basiert. Es werden Pairings (unter anderem auch Shonen Ai) und viele Spoiler vorkommen. Die Fanfiction ist PG-13 gerated.
