Hemos actualizado nuestras Pautas de Contenido.
Consulta las pautas más recientes para seguir compartiendo historias de forma segura.

Der Alltag

13 2 0
                                        

Genervt lief ich von der Schule nach Hause. Ich hasste die Schule. Die ganze Zeit ärgerten mich die Leute wegen meiner Haare. Ich persönlich aber finde sie schön. Sie sind lang und weiß mit Spuren von Lila, aber auch blau darin. Meine blauen Augen hingegen sind ziemlich normal und meine blasse Haut ist eigentlich nicht der Rede wert.
Ich zupfte an meinem Armband herum und starrte dann wieder auf den Boden. Es war ziemlich windig weshalb mir die ein oder anderen Blätter in den Haaren hängen blieben. Diese zog ich dann wieder raus und das ganze begann wieder von vorn. Irgendwann gab ich es dann auf. Ich konnte das Haus schon erkennen und sah, dass gerade meine Mutter wegfuhr. Sie ging wahrscheinlich wieder arbeiten oder zu ihrem Freund. Wenigstens wusste ich aber das mein Opa auf mich warten würde. Mein Opa und meine Mutter sind die einzigen Familienmitglieder die noch leben oder noch nicht abgehauen sind. Ich öffnete die Haustür und hängte meine Jacke an den Kleiderständer. „Bin da!", rief ich und wartete auf eine Antwort. Ich hörte wie mein Opa langsam die knarrenden Treppen runter stieg und ich stellte mich unten hin. „Heute gibt es kein Mittagessen. Wir gehen direkt in den Trainingsraum, komm.", meinte er mit ruhiger Stimme und ging an mir vorbei. Ich seufzte und folgte ihm einfach. Mein Opa ist 97 Jahre alt. Als er mir zum ersten mal sagte das er mich trainieren würde, dachte ich er würde mich auf einen dritten Weltkrieg vorbereiten, doch da täuschte ich mich gewaltig. Er lernte mir anfangs wie ich die kleinsten Geräusche wahrnehmen kann. Dann lernte er mir leises fortbewegen. Es kam mir zu Beginn wirklich seltsam vor doch immer wenn ich fragte wozu ich das brauchte meinte er, dass ich es irgendwann herausfinden werde. Irgendwann habe ich dann aufgehört zu fragen und tat alles was er von mir verlangte. Ich kann mit Pfeil und Bogen umgehen und weiß auch genau wie ich einen Dolch anwende.
Mein Opa öffnete die große Tür und betrat den Raum, dann drehte er sich zu mir und lächelte sanft. Ich legte den Kopf schief und sah ihn verwirrt an. „Du bist nun bereit..." Er zog sich eine der vielen Ketten die er um den Hals trug aus und legte sie mir in die Hand. Für einen kurzen Moment dachte ich das sie aufgeleuchtet hätte als sie meine Hand berührte. Es war ein blaugrüner Länglicher Stein an einem langen schwarzem Band. Nun blickte ich fragend zu ihm.„Was ist mit dieser Kette?" Er lächelte weiterhin und drehte sich weg von mir. „Du musst sie ab jetzt immer tragen. Auch wenn du schläfst. Versprich es mir!" Ich nickte und legte mir die Kette um. "Ich verspreche es." Ich wollte gerade etwas sagen als ich ein Auto herfahren hörte. „Mama ist wieder da.", meinte ich und lief eilig zur Haustür. Sie kam zur Tür rein und nahm ihre Sonnenbrille ab. Sie warf ihre schwarzen Haare hinter die Schultern und sah mich verwundert an. "Warum bist du nicht am Hausaufgaben machen?" "Dir auch einen guten Tag.", sagte ich und nahm ihr ihre Tasche ab. Ich hängte diese in den Schrank und sah sie dann wieder an. Sie kam auf mich zu nahm mir die Blätter aus den Haaren und fuhr mir dann durch diese. Ich sah zu Boden und ließ sie machen. "Deine Haare fühlen sich an wie Stroh. Du kannst dir ausnahmsweise eines meiner Shampoos ausleihen." Sie zog ihre Hand wieder zurück und rief meinem Opa, er solle ihr etwas zu essen zubereiten. Er nickte und ging in die Küche ich hörte ihn noch murmeln:„Bin ich hier ein Angestellter oder was?" Meine Mutter hörte das zum Glück nicht und lief einfach ins Wohnzimmer. Ich schnappte mir schnell einen Apfel aus der Obstschale und verzog mich in mein Zimmer. Dort legte ich mich aufs Bett und machte den Radio an.

Die aufgetauchte Welt...Historias para obsesionarse. Descúbrelo ahora