Der Anfang vom Ende

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"Wir haben es schon viel zu oft aufgehalten".
Die Worte der Ärztin ließen mich kalt werden.
Es fühlte sich alles so unrealistisch an. Der Blaue Kittel der Arzthelferin raschelte leise als sie sich zu mir umdrehte. Ihr mitleidsvoller Blick traf mich und ich zuckte zusammen. Ich wollte ihr Mitleid nicht. Wollte nicht Schwach erscheinen. Das Tablett mit den Silberinstrumenten fiel klappernd zu Boden als ich dagegenstieß.
"Wie lange" fragte meine Mutter. Ihr Ton war genauso kalt wie ich mich fühlte.
Sie konnte damit nicht anders umgehen. Zuerst Miriam, dann Samuel. Vater und jetzt auch noch ich.
So als ob sie jeder verlassen würde.
Sie hatte das nicht verdient.
Elizabeth war ein guter Mensch. Immer versuchte sie jemanden zu helfen. Sie war ungebeugt. Und doch hatten die Jahre der Verluste ihren Tribut gefordert. Die Fältchen um ihre Augen und die Grauen Strähnen ließen sich nicht mehr übersehen. So sah sie mit ihren 42 Jahren wie mit Anfang 50 aus.
Sie weinte oft Nachts. Dann wenn ihre nunmehr einzige Tochter schlief.
Sie wollte Stark sein. Ihretwillen.
Und abermals verfluchte sie den Mann der an allem Schuld war.
Nunja. Eigentlich die zwei Männer.
Das einer davon ihr eigener gewesen war, ignorierte Sie gekonnt.
Und tief in sich drinnen wusste sie, dass sie unschuldig war.
Sie hatte nur helfen wollen. Doch auch das übersah sie immer wieder und gab sich die Hauptschuld.
"Nicht länger als eine Woche".
Elizabeth war dankbar. Diese Mal blieb ihr wenigstens die Zeit sich zu verabschieden. Von der letzten Person die sie noch liebte.

Brennendes EisWhere stories live. Discover now