Seltsame Begegnung

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Kapitel 3

Das Rauschen des Wasserfalls war mittlerweile lauter als meine eigenen Gedanken. Ich trieb immer weiter zum Ende des Flusses. Dann ging alles ganz schnell: ich verfing mich in einem Ast, der wiederrum an einem Stein festhing. Kopfüber hing ich über die Kante und ich konnte nun sehen wie tief er war. Erst starrte ich nur in den Schaum, doch als die Wurzel, aufgeweicht vom Wasser, nachgab kreischte ich auf. Ich fiel im freien Fall nach unten. Ich schloss meine Augen. Mein ganzes leben, das 15 Jahre andauerte, lief wie ein Film vor mir ab. Ich spürte einen Ruck. Ich wurde in die Luft gehoben! Fliege ich? Ich schwebte immer weiter in den Himmel. Weg von dem Wasserfall. Ich blickte nach oben doch ich konnte nicht sehr lange dorthinsehen, denn da war wieder dieses Licht, das Licht, dass mich vor der Finsternis bewahrt hatte. Ich oder wir flogen auf einen magisch hellblau leuchtenden Baum mit saftig grünen Blättern zu. Von ihm ging eine magisch erfrischende Aura aus. "Was ist das?" Dachte ich. Wir setzten zum Landeanflug an.
Kurz bevor ich allerdings den Boden berühren konnte ließ mich das Wesen unerwartet fallen. Ich fiel hin, doch dank meiner dicken Winterlamotten hatte ich keine Schürfwunden. Erleichterung, und Kälte breitete sich in mir aus. Zitternd saß ich mich auf und ich hielt Ausschau nach meinem Retter, doch er war verschwunden und ich war wieder auf mich allein gestellt. Ich hatte noch nie zuvor in meinem Leben so Hunger wie jetzt, was mein Bauch mich auch wissen ließ. Seufzend stand ich auf und tritt näher an den Baum heran. An ihm hangen Blumen oder Früchte ich konnte es nicht erkennen, da ich zuvor noch nie so etwas gesehen habe. Der Baum war gigantisch ich konnte mir also das mit dem essen abschminken. Ich seufze nochmal und ging noch näher an den Baum heran. Ich überließ mich der Kälte und schlief ein... Als ich wieder erwachte, lag ich nicht mehr neben dem Baum, sondern in einer Höhle, neben einem wärmenden Feuer. Es wurde erst kürzlich nachgeschürt. Erst jetzt merkte ich, dass ich fremde Sachen anhabe! Meine Sachen lagen neben dem Feuer, ob sie schon trocken sind? Meine Jacke und Schuhe sind noch nicht trocken aber meine Hose und mein Pulli waren schon trocken. Ich hob beides auf und zog die anderen Sachen aus. Ich wechselte erst die Hose und dann das Oberteil. "Das war ein guter Fang" sprach eine Stimme. Ein Junge? Jetzt? Wenn ich halb nackt bin? Was meint er denn bitte mit 'Fang'? Mich? Ich war so blöd und habe mir Fragen gestellt, anstatt mich anzuziehen. Jetzt steht er vor mir, 'der Fang' lag am Boden und zappelte wegen Wassermangel, ich stand verdutzt da, nur mit meiner Hose und einem bh. Eine gefühlte Ewigkeit verging bis er sich umdrehte und ich mir mein Tshirt überzog. Mein Gesicht war bestimmt tomatenrot. Mir war heiß nicht wegen seinem aussehen, was das letzte war auf das ich indiesem moment geachtet habe. Ich ging zu dem Fisch, der mittlerweile aufgehört hat zu zappeln und hob ihn auf. "Dein Fisch..." sagte ich immernoch nervös. Nun drehte er sich um "D-Danke" sprach er mit hörbar zittriger Stimme immernoch peinlich berührt und Leicht rotem Gesicht "Tut mir leid.." entschuldigte er sich "Ist schon gut, ich bin übrigens Lucy" stellte ich mich vor "Nick" antwortete der Junge mit dem Fisch in der Hand. Mein magen knurrte ich bin pausenlos gerannt, geschwommen und was weiß ich noch alles. ICH HAB VERDAMMT NOCHMAL HUNGER!  "Hunger?" Fragte er. Ich nicke nur hilflos. Nick spießte den Fisch auf. "Und wie hast du überlebt? "  "durch ein seltsames Licht...Du?" "Ehrlich gesagt weiß ich es auch nicht so genau. Diese Finsternis ist einfach an mir vorbei." "Hmm schon seltsam..." Nick war so nett mir den ganzen Fisch, der nicht gerade klein war, zu überlassen.  Er staunte nicht schlecht als ich ihn ganz aß. Anscheinend dachte er etwas bleibt für ihn übrig. Deshalb bot ich ihm an mitzugehen um einen neuen zu fangen. Nick zeigte mir wie man eine Angel bastelt und ich versuchte es ihm gleich zu machen. "Bei dir sieht das so einfach aus..." Nuschelte ich entmutigt konzentriert auf die Rute. "Woher hast du diese Narbe?" "Sie hat sich in meine Haut eingebrannt als mich das Licht gerettet hat." "Interessant" Nuschelte er nachdenklich.  Nicks angel spielte verrückt,  ein Fisch hat angebissen!  "Hilf mir mal, der hat echt Kraft!" Ich ließ meine halbfertige angel liegen und  packte die Rute. Gemeinsam zogen wir den Fisch aus dem See. Das Wasser hatte eine seltsame Farbe. Mit einem Ruck war der Fisch am Ufer, uns hat die Wucht umgerissen. Der  Fisch zappelte noch wegen des fehlendes Wassers. "Highfive!" Jubelte ich.
"Ohne deine Hilfe wäre das nichts geworden." Lächelte er mich an und schlug ein. Der Fisch war nicht gerade klein, weswegen wir ihn zusammen tragen mussten. Nick suchte Feuerholz, ich bereitete den Fisch vor und spießte ihn auf. Als der Fisch fertig war, schnitt ich mit dem Taschenmesser den Kopf ab, und teilte den Rest des Fischs in zwei Hälften. "Hier." "Danke." Antwortete er. Nach dem Essen waren wir randvoll. Nick zeigte mir seinen Schlafplatz und meinen. Er hatte neben Holz auch Blätter gesammelt und mir eine Art Bett gebaut. "Aww, danke" "keine Ursache" Ich legte mich hin. Meine Jacke war mittlerweile trocken und ich hatte sie auch an, dennoch war mir kalt auf dem Höhlenboden. "Ist dir kalt?" Fragte Nick. Ich nickte und er umarmte mich. Mir wurde wärmer und ich konnte einschlafen...

Wie hat es euch gefallen? Lasst mir Verbesserungsvorschläge da. Werden Lucy und Nick zusammenkommen? Und was ist dieses Licht? Vlt. findet ihr die Lösung im nächsten Kapitel. :)

Das Wesen der FinsternisWhere stories live. Discover now