Kapitel 9 Die Rückkehr

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Kapitel 9

Die Rückkehr

Die Quaraks waren im Eis gefangen. Sie konnten uns nichts mehr anhaben, allerdings waren wir uns nicht sicher, ob wir alle Quaraks erwischt hatten und mussten uns weiterhin vorsehen. Wir machten uns auf den Weg zum Berg. Je weiter wir uns von den Quaraks entfernten, umso wärmer wurde es, dies war das beste Zeichen dafür, dass keiner in unserer unmittelbaren Nähe war. Still und nachdenklich bahnten wir uns einen Weg durch die umgestürzten Bäume. Jedem von uns saß der Schock noch tief in den Knochen. Nur Andy hatte die ganze Zeit schon etwas auf dem Herzen, denn er lief wutentbrannt neben mir her. Erst als wir die Quaraks nicht mehr sehen konnten, schrie er mich fast an: „Das nächste Mal werde ich zaubern lernen, das schwöre ich dir. Bei mir würde keiner so lange darauf warten müssen, dass der Alptraum bald ein Ende hat."

Ich sah Andy mit großen Augen an. Doch noch bevor ich etwas sagen konnte, meinte Würfli: „Ich dachte aber auch schon, dass dieser Quarak euch in tausend kleine Staubkörnchen verzaubern würde", und wirkte noch immer sehr aufgeregt.

„Ich habe mich gar nicht getraut, auch nur ein einziges Mal aufzuschauen", gab Mauzi ehrlich zu.

Mutter Gundi hob ihre Pfote. Sie meinte: „Ich war nur froh, dass wir alle schon vorher unsere Löcher fertig gebuddelt hatten und sofort abtauchen konnten, als die Quaraks aus dem Eis auf uns zu marschierten."

„Ja, genau", unterbrach Vater Alois seine Frau, „nicht auszudenken, was sonst mit uns passiert wäre."

„Das war eine ganz knappe Geschichte", bemerkte Würfli.

Erstaunt hörte ich mir ihre Vorwürfe an, damit hatte ich nicht gerechnet.

Nur der Braune schien die ganze Sache etwas gelassener zu sehen und sagte: „Aber es ist doch alles gut gegangen. Ich weiß überhaupt nicht, warum ihr euch noch so aufregt. Die Quaraks sind genau da, wo wir sie haben wollten. Natürlich war es eine enge Angelegenheit. Ohne die Hilfe des Bollogs wären wir nun alle verzaubert, aber vorbei ist vorbei. Keiner von uns hätte es anders machen können. Darvin hat sein bestes gegeben."

Dankbar schaute ich den Braunen an. Ich hatte wirklich mein Bestes gegeben, obwohl ich selber bald gestorben wäre vor Angst.

„Sein Bestes gegeben! Das ich nicht lache!", schrie Andy weiter, „Hätte er sofort die fünf Quaraks verzaubert, als sie auf uns zu kamen, hätten wir uns den Rest ersparen können."

„Hört an, hört an", trällerte Arabella, „sei deinem Freund lieber dankbar dafür, dass er im entscheidenden Moment genau erkannte, was er zu tun hatte."

„Nicht auszudenken, was sonst mit uns passiert wäre", meinte Vater Alois schon wieder.

Anstatt mir vor Dankbarkeit auf die Schulter zu klopfen, hörte ich fast nur Vorwürfe, die ich nicht einfach so hinnehmen konnte. Deshalb sagte ich mit lauter Stimme: „Was glaubt ihr eigentlich, wie ich mich fühlte, als wir plötzlich von allen Quaraks umzingelt waren und ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte? Ich hatte zu meiner Angst auch noch die Verantwortung, euch alle heile da rauszukriegen. Ihr könnt mir glauben, dass es auch für mich kein Zuckerschlecken war!"

Betretene Mienen schauten mich an. Dass auch ich bald vor Angst gestorben war, das hatten sie völlig außer Acht gelassen.

„Selbstverständlich", stotterte Vater Alois, „so war es auch gar nicht gemeint. Wir hatten alle nur so eine fürchterliche Angst. Der Schreck sitzt uns noch immer in den Knochen."

„Genau!" rief Mutter Gundi und schaute dabei verlegen nach unten.

Ich schaute zu Andy, der seine Schultern hochzog: „Ja, so wird es wohl sein. Der Schreck sitzt einem noch in den Knochen."

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⏰ Last updated: Sep 11, 2015 ⏰

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Darvin, und das Zauberloch nach anderswoWhere stories live. Discover now