Am nächsten Morgen standen die beiden Freunde auf und bauten ihr Lager ab. Die erloschene Glut verteilten sie mit ihren Stiefeln auf dem Boden. Das Moos, die Blätter und die Zweige die ihnen als Zeltwand gedient hatten, streuten sie über die Asche und verwischten so all ihre Spuren. Nur ein erfahrener Jäger würde die Menge an Ästen auf einer Lichtung misstrauisch machen.
Auf diese Weise machten sich die Gefährten auf den Weg. Keira übernahm die Spitze und führte sie sicher in Richtung Nordosten. Dustin der ihre wenigen Habseligkeiten, die sie beim Jagen bei sich behielten trug folgte ihr zügig. Das stehte überwinden des Unterholzes machte ihren Marsch zu einem nicht gerade einfachem Unterfangen.
Nach einiger Zeit waren sie in den Teil des Waldes gekommen, wo die Bäume so dicht standen, dass kaum ein Lichtstrahl der inzwischen hoch am Himmel stehenden Sonne zu ihnen unter die Baumkronen senden konnte. Nun ergriff Dustin zum ersten Mal seit ihrem Aufbruch das Wort: "Lass uns eine Rast einlegen." "Komm noch ein bisschen weiter. Bald werden wir aus diesem Wald rauskommen.", versuchte Keira Dustin zum weiter laufen zu animieren. Grummelnd schnürte sich dieser den Beutel den er auf dem Rücken trug fester und entwurzelte einen kleinen, jungen und geraden Baum. Auf dem weiteren Weg entfernte er alle Zweige, sodass er ihn perfekt als einen Wanderstab benutzen konnte.
Als sie schließlich dem Atem nehmenden Herz des Waldes entkommen waren, passierte es.
Dustin trat ohne Vorwarnung in ein Fuchsbau. Er knickte um und landete mit einem hellen Schreckensschrei unsanft auf seiner rechten Seite. Keira, alarmiert durch seinen Schrei, war mit drei Schrittenan seiner Seite und half ihm aufzustehen. "Geht es?" "Ah", ächzte Dustin als er versuchte den Fuß zu belasten. "Wahrscheinlich gestaucht.", prophezeite Keira. Sie schwang sich nun den Beutel mit ihren Sachen auf den Rücken und stützte Dustin.
Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen sie auch aus dem letzten Ausläufer des Waldes heraus und befanden sich nun in einer hügeligen Gegend, die von gelbem Gras übersät war was eine hübsche Ausstrahlung auf Keira hatte. Sie ließ Dustin vorsichtig im Gras nieder, der das mit einem erleichtertem Stöhnen dankte. "Ich hole kurz Holz für ein Feuer.", sagte Keira, lud ihre Sachen ab und kehrte zum Rand des Waldes zurück. Dort suchte sie nach gutem und trockenen Brennholz. Als sie nach kurzer Zeit genügend gefunden hatte, machte sie sich auf den Rückweg.
Plötzlich hörte sie Stimmen aus der Richtung in der sie Dustin zurückgelassen hatte. Vorsichtig, um kein Geräusch zu verursachen legte sie das Brennholz auf die Erde und griff nach ihrem Messer, welches immer an ihrer Hüfte hing. Dann schlich sie sich an die Stimmen heran.
Anmerkungen in die Kommis! Viel Spaß beim Lesen!
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Die Pechmaid
FantasyEin Überfall. Gefangene Freunde. Und eine Fähigkeit die kein zweiter besitzt. Wie kann das nur gut ausgehen? Lest selbst! Wird überarbeitet!
