Du bist nicht wer du warst.
Ich dachte, ich kenne dich.
Ich kannte dein Lachen.
Ich kannte deine Stimme.
Ich wusste, wann du lügst
und wann du die Wahrheit sagst.
Dachte ich zumindest.
Das komische an Menschen ist,
dass sie dir nicht immer zeigen wer sie wirklich sind.
Manchmal reicht es ihnen,
wenn sie dir lange genug zeigen,
wer sie gerne in deinen Augen wären.
Und manchmal glaubst du ihnen so sehr,
dass du gar nicht bemerkst,
wann aus Vertrauen
Täuschung geworden ist.
Ich weiß nicht, wann du angefangen hast,
mir fremd zu werden.
Vielleicht habe ich dich falsch kennengelernt
und zu spät meine Augen öffnet.
Vielleicht wolltest du auch von heute auf morgen jemand anderes sein.
Vielleicht war es aber auch gar nicht deine Entscheidung -
denn Menschen verändern Menschen.
Manchmal durch Worte.
Manchmal durch Entscheidungen.
Manchmal durch Liebe.
Und manchmal auch durch Dinge, von denen wir glauben, dass sie uns glücklicher machen.
Vielleicht war es Geld.
Vielleicht war es Macht.
Vielleicht war es einfach das Gefühl, endlich jemand sein zu können, der man vorher nie sein durfte.
Irgendwann begreift du:
Du hast dich nie darin getäuscht, jemandem zu vertrauen.
Du hast dich nur darin getäuscht, als du dachtest, er würde dieses Vertrauen niemals gegen dich verwenden.
2026, SEL
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Du bist nicht wer du warst.
PoetryDies ist ein Poetry Slam über eine Person die mir sehr nahe stand.
