Wir haben unsere Inhaltsrichtlinien aktualisiert.
Sieh dir die neuesten Richtlinien an, um weiterhin sicher Geschichten zu teilen.

1

0 0 0
                                        


In einem kleinen Dorf, nahe gelegen der Nekomata, wuchs ich als kleines Mädchen mit meinem Bruder auf. Wir verbrachten viel Zeit bei Oma und Opa und spielten jeden Tag mit ihnen.

Ein paar Jahre später wurde Opa ungewiss von dem ein auf den anderen Tag schwer krank. Wir wussten nicht wann wir ihn wieder besuchen dürfen, oder ob wir ihn jemals wieder besuchen können.

Er sollte in ein besseres Krankenhaus gebracht werden, damit man ihn besser untersuchen konnte, doch er schaffte es nicht mal in das nächste Krankenhaus, denn er fiel plötzlich um.

Ich besuche sein Grab jeden Tag zusammen mit meinem Bruder und verspüre seitdem etwas kaltes in mir. Etwas kaltes, was ich selbst nicht ausgelöst hatte oder mir irgendjemand verraten konnte, was es war. Nur ich spürte es und ich wusste nicht wieso.

Wir können nicht mehr in das Haus unserer Oma gehen, da wir sonst anfangen zu weinen. Ich sehe immer Dinge, die mich an Opa erinnern.
Opa..Opa..Opa..

—————

Es war der erste Schultag nach den Sommerferien. Der erste ohne Opa. Der erste, an dem ich mich nicht freute und lieber zuhause, wie jeden Tag, in meinem Bett geblieben wäre und mich unter meine 2 Decken gekuschelt hätte.

Als ich laufe bemerke ich, wie ich immer mehr abdrifte von dem Gedanken, in die Schule zu gehen. Ich stehe im Flur und will gerade umdrehen um wieder in mein Zimmer zu spazieren, da greift mich eine Hand von hinten an der Schulter.

,,Celia wir können nicht zu Hause bleiben. Du hast es mir versprochen. Du hast mir versprochen, dass wir davor nicht mehr wegrennen."

Tetsuro's Stimme bringt mich aus der Fassung. Ich denke kurz, aber sehr intensiv über seine Worte nach. Ja, ich hatte es ihm versprochen, aber ich fühlte mich nicht bereit. Mental.

,,Komm schon. Wenn wir zu Hause sind krabbel ich dich auch extra lange." sagte er zu mir. Ich flüsterte nur ein kleines bejahendes ,,Nagut." und verschwand hinter ihm aus der Tür.

—————

Als ich die Klasse betrat, befand ich mich in meiner eigenen Welt. Ich wollte niemanden ansehen. Niemandem zuhören oder geschweige denn mit jemandem interagieren. Also suchte ich mir schnell einen Fensterplatz aus und setzte mich.

Ich verachtete jetzt schon die Schulstunden, die Lehrer und meine Klassenkameraden. Das ständige Gerede, die dummen Kommentare oder das Aufrufen von Personen jeden einzelnen Tag.

Ich war klug, aber ich wollte es nicht raushängen lassen, deswegen hielt ich lieber den Mund, wie, als wenn etwas falsches heraus kommen könnte und das wollte ich nicht.

Ich schaute aus dem Fenster und sah eine dicke Regenwand am Himmel. Grau. Dunkelgrau. Blau. Alles vermischt in eine Farbe. Der Kontrast der grünen Blumen machte den Anblick zu einem meiner schönsten.

Die Klingel ging und wir durften gehen. Ich spazierte durch den Innenhof des Schulgebäudes, in den ich bis eben noch hinabsah und bemerkte ein paar winzige Tropfen Wasser auf meiner Haut. Nach oben blickend kamen viele kleine Tropfen auf mich und ich streckte die Hand hinaus, um welche aufzufangen.

Ich schlenderte an den Bänken und Mülleimern vorbei, bis ich ein Buch in einem sah, was mein Interesse weckte. Ein kleines Buch, so groß wie meine Hand. Kleine gemalte Sterne darauf und umhüllt mit Pappe wie als wäre es ein Paket.

Ich nahm es vorsichtig heraus und steckte es mir in meinen Schulrucksack. Es war ein bisschen feucht, aber das machte jetzt auch keinen Unterschied mehr.

,,Celia!"

Ich drehte mich sofort um. Tetsuro stand nun vor mir und im Gebäude seine Freunde im Rahmen der riesigen Glastür.

,,Kommst du bitte mit zum Training? Ich will dich nicht allein bei dem Regen nach Hause gehen lassen."

,,Ist schon okay Tetsuro. Ich bin keine 9 mehr." sagte ich und streichelte vorsichtig sein Hemd gerade. ,,Bis nachher."

Er schaute mir nach, wie ich in die entgegengesetzte Richtung zur anderen Glastür lief und ging danach zurück zu seinen Freunden.

Ich lief nach Hause und merkte wie die kleinen Wassertropfen immer größer wurden. So groß, dass sie meine Haare durchnässten. Ich fand es nicht schlimm. Es war ein Zeichen von Opa. Opa liebte den Regen, also beschloss ich, der Straße zu folgen.

Ich lief und lief und lief, und am Ende der Straße überraschte mich ein großer, dicker Kirschblütenbaum. Die Blätter nass und tropfend, die Blüten durchnässt den Kopf hängend. Der Baum schuf trotzdem einen Ort, an dem man nicht nass wurde.

Ich setzte mich unter den Baum auf die kleine Mauer und kramte in meinem Rucksack, bis ich das Buch hervornahm. Ich wickelte vorsichtig die Pappe ab und fand ein schwarzes Buch mit eingebrannten Mustern vor. Es sah unbenutzt, aber trotzdem alt aus. Ich hielt es falsch rum.

Also drehte ich es rum und es hatte eine weiße Aufschrift.

,,Death Note"

Death Note? Wie.. Todesbuch? So ein Quatsch.
Ich wollte es gerade weg tun, doch ich öffnete es trotzdem.

Mein Kopf fing an zu drögen und ich verspürte Schmerzen im ganzen Körper. Ich flinchte leicht. Jemand flüsterte mir zu. Oder etwas. Eine dunkle Stimme.

,,Mach deine Augen auf...."

Ich öffnete meine Augen. In dem Buch waren verschiedene Schriftarten, Zeichen und sogar verschiedene Sprachen.

"Der Name der Person die in dieses Buch geschrieben wird, soll sterben."

,,Celia?? Celia!"

Ich schloss das Buch schnell und rammte es in meinen Rucksack vor Angst.

,,Da bist du ja..Weißt du wie lange ich nach dir gesucht habe? Es wird schon dunkel!"

Tatsächlich. Es wurde dunkel. Ich bemerkte dies erst, nachdem ich nach oben schaute.

,,Komm, wir gehen nach Hause."

Ich nahm Tetsuro's Hand und wir liefen unter dem gelben Regenschirm im schwankenden Regen davon.

—————

16.07.2026

Du hast das Ende der veröffentlichten Teile erreicht.

⏰ Letzte Aktualisierung: Jul 16 ⏰

Füge diese Geschichte zu deiner Bibliothek hinzu, um über neue Kapitel informiert zu werden!

down the streetGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt