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Traum oder Realität

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Ich saß vor meinem Spiegel, welcher in der Ecke meines Zimmers stand. Ich benutze ihn normalerweise um mein Outift darin zu checken, da mein Kleiderschrank in unmittelbarer Nähe zu diesem Spiegel stand. Aber diesmal wollte ich mir gemütlich die Haare hochbinden. Mein Handy lehnte am Rand des Spiegels und zeigte einen, eigentlich einfachen, Flechtzopf.
Keine Ahnung wie das Mädel diese Frisur hinbekommen hat. Bevor meine Haare so aussehen, habe ich Knoten in meinen Fingern.
Fluchend zerrte ich an einer Strähne, als mir auffiel, dass ich mich gar nicht mehr in meinem Zimmer befand. Der Spiegel war noch da, aber mein Handy, sowie mein ganzes Zimmer waren weg. Stattdessen befand ich mich auf einmal in einem See. Das Wasser bedeckte meine Beine, welche im Schneidersitz vor dem Spigel gefaltet waren. Das Wasser war angenehm kühl und glasklar. "Ein Traum, das muss ein Traum sein. Ich träume." Ich schloss kurz meine Augen und kniff mich. Ich ließ meine Hand langsam runter gleiten. Wenn es nur ein Traum war, wegen Übermüdung, dann würde ich jeden Augenblick meine Holzdielen spüren und kein Wasser. Doch zu meiner absoluten Überraschung glitten meine Finger in das Wasser, statt auf Holz. "Kein Traum" murmelte ich und öffnete langsam meine Augen. Ich richtete meinen Blick nach oben und ließ ihn einmal über meine Umgebung schweifen. Ich sah direkt in den von Sternen übersehten Nachhimmel. Mir war gar nicht aufgefallen, dass bis auf die Sterne und der Mond, kein Licht diesen Ort erhellte. Was nicht schlimm war, denn so konnte ich die Sterne bewundern, welche normalerweise im Licht der Stadt untergingen. Der gesamte See wurde von hohen Felsen gesäumt. Ich drehte mich einmal um meine eigene Achse, um nach einem Ausgang ausschau zu halten und um zu sehen, wo genau ich mich befand. Jedoch sah ich nur dunkle Felsen, soweit das Auge reichte. Ich hielt einen Moment inne, als ich realisierte, dass sich die Sterne im Wasser spiegelten. Mit meinem Finger fuhr ich vorsichtig über die Oberfläche und verwischte so die kleinen Abbilder.

Ich erschrak, als sich vor mir eine Person aufbaute. Er kam mir gefährlich nah. In seiner Gegenwart verspürte ich, zu meiner Überraschung, keinerlei Angst oder Panik, und dennoch wich ich einen Schritt zurück und fiel sogleich ins Wasser. Der Mann vor mir war groß und muskulös. Er hatte Schneeweiße Haare und strahlend blaue Augen. Sein Oberkörper war nackt, nur einzelne Wassertropfen zierten seine Muskeln. Sein Blick ruhte fest auf mir, er sagte kein Wort. Von ihm ging keine Gefahr aus, das wusste ich ganz sicher. Ich selbst war ebenfalls eher ruhig und spaßig gestimmt. Im Wasser fühlte es sich an, als würden mich die warme, sternenklare Nacht umarmen. Ich fing an zu lachen und padelte leicht nach hinten. Der Mann vor mir folgte mir und stieg dabei immer tiefer ins Wasser. Auf seinen Lippen zeichnete sich ein schelmisches Lächeln ab, bevor er schwung nahm und durch das Wasser glitt. Ich hielt den Atem an, als er auf mich zu kam und mich fast unter sich begrub. Sein Kopf schwebte über meinem. Ich spürte seinen Atem auf meinem Gesicht. Die paar Sekunden, die er mir so neh war, fühlten sich an wie Minuten. Ich setzte meine Füße auf seine Oberschenkel und glitt mit einem kräftigen Stoß durchs Wasser von ihm weg. Ich lachte dabei und ignorierte das magische Knistern sowie meinen Puls. Er schwamm mir sofort hinterher und versuchte nach mir zu greifen. Wir spielten einige Zeit lang dieses Fangen-Spiel bis er mich hatte. Es griff sanft nach meinem Fuß und zog mich vorsichtig näher an sich heran. Ich konnte gar nicht anders als in seine Augen zu schauen. Meine Hände ruhten auf seiner Brust, seine wiederum lagen an meiner Taille und zogen mich enger an sich heran. Ich hatte komplett das Gefühl für Raum und Zeit verloren. Unsere Gesichter kamen sich immer näher und eher ich mich versah, lagen seine Lippen auf den meinigen. Seine Lippen waren weich und fordernt. Als wolle er mehr. Mehr als nur einen flüchtigen Kuss. Mein Oberkörer schmiegte sich perfekt an den seinen. Meine Beine schlossen sich um seine Hüfte. Ich spürte, dass sich etwas aufbaute. Der Kuss schien ihm zu gefallen. Ich machte mir das Wasser zunutze und bewegte mich in einem gleichmäßigen Takt auf und ab. Ich rieb meine Mitte ab seiner deutlichen Beule. Ein Arm von mir lag um seinen Hals, um mir mehr halt zu geben und meine Hand hielt sich an seinen Haaren fest. Der Kuss wurde immer intensiver. Seine Zunge wollte gerade meine suchen, da brachte ich etwas Abstand zwischen uns. Völlig aus der Puste sah er mir tief in die Augen. Ich hatte seine Stimme noch kein einziges mal gehört, viel mir auf. Ich konnte meine Augen nicht von ihm nehmen und wenn ich mich getraut hätte, hätte ich meine Finger auch nicht von ihm lassen können. Er stand auf und sah auf mich herab. Ich hatte ein mulmiges Gefühl im Bauch. Er machte Anstallten etwas zu sagen, doch es kam nichts. Verwirrt sah ich ihn an. Meine Wangen waren bestimmt ganz gerötet und meine Mitte pulsierte. Ich wollte ihn und dennoch hatte ich tausend Fragen, welche mir durch den Kopf gingen. Ich tauchte ab und schwamm etwas davon. Ich brauchte wieder klare Gedanken. Er vernebelte mir alle Sinne, außerdem musste es doch einen Ausweg von hier geben, auch wenn ich eigentlich nicht von hier weg möchte.

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⏰ Ultimo aggiornamento: Jul 03 ⏰

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