Kapitel 1

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„Minami weißt du vielleicht die Antwort?", das Licht blendet mich, als ich meine Augen öffne.
„Minami, was fällt dir ein in meinem Unterricht zu schlafen!?", hä was? Hat jemand mit mir geredet? Ich spüre mehrere Augenpaare auf mir. Achso ich bin ja noch im Unterricht, so eine Scheiße aber auch. „Na, hast du jetzt ausgeschlafen?" - „Wirklich Frau Satō? Sarkasmus? Das steht ihnen ja mal gar nicht", ich grinse meine Lehrerin provozierend an. Die anderen trauen sich nicht mal zu atmen, wodurch es komplett still ist, was eher selten vorkommt.
„Also so eine Frechheit, erlaube ich mir nicht in meinem Unterricht! Sofort zum Rektor!", langsam fange ich an meine Sachen zusammen zu packen. „Schon wieder? Wird es nicht langsam langweilig für sie?"
Sie antwortet zwar nicht darauf aber ich könnte schwören, dass ihr gerade Mordgedanken durch den Kopf gehen. Kaum bin ich auch schon aus dem Raum, knallt sie die Tür hinter mir zu.
Entspannt schlendere ich durch die Gänge und überlege was ich jetzt tun soll.
An so einem schönen Tag sollte es verboten werden zu unterrichten, wer hat sich überhaupt sowas wie Schule ausgedacht.
Vor dem Lehrergang bleibe ich stehen, ich hab zwar keinen Bock da jetzt rein zu gehen aber wenn ich es nicht tue, rufen die meinen Bruder.

„Minami, was verschafft mir die erneute Ehre?", eigentlich ist unser Rektor ganz cool drauf, nur glaub ich, dass ich zu oft bei ihm war. „Ich habe eventuell im Englischunterricht geschlafen", langsam hebt er eine Augenbraue, „Aber deswegen musst du doch nicht zu mir oder?", man ist der clever. „Uuund laut Aussagen von Frau Satō war ich frech aber da plädiere ich auf unschuldig", er seufzt einmal lange, was wahrscheinlich nichts Gutes für mich heißt. „Minami ich habe dir schon vieles durchgehen lassen, aber du nimmst das alles auf die leichte Schulter, was soll denn mal aus dir werden? Ich werde deinen Bruder verständigen müssen.", toll dann hätt ich mir das auch sparen können, wenn es eh darauf hinaus läuft.
15 Minuten später, sitze ich im Gang rum und überlege ob es schlau wäre einfach die Biege zu machen und nie wieder hier her zu kommen. „MINA!", ach da ist ja schon mein Todesurteil, „Hi Kenny, du siehst gut aus, ich mag deine, ähm..." - „Spar dir das!". Und schon ist er im Büro vom Direktor. Ich lasse meinen Kopf nach hinten fallen und schließe meine Augen. Wenigstens hab ich jetzt kurz Ruhe. „Hi Mina", war ja klar. Ohne die Augen zu öffnen, weiß ich wer die Person ist, die sich gerade neben mich fallen lässt. Es war so klar dass Kenny ihn mitschleppt. „Hi Mikey". Ich nehme den vertrauten Geruch von Dorayaki wahr, den Mikey irgendwie immer umgibt. „Hast du was zu futtern für mich?", jetzt öffne ich doch meine Augen und schaue ihn etwas ungläubig an. „Ich deute, das mal als nein", für kurze Zeit kann er die Klappe halten, bis... „Was hast du diesmal angestellt?" - „Ich hab gepennt, und meine Lehrerin ist jetzt bisschen angepisst". Plötzlich spüre ich seine Hand auf meiner Schulter. Will er mich aufmuntern oder so. „Ist schon okay", Alter was? Warum hat der so ne ernste Miene? „Mir ist das scheiß egal" - „Zum Glück ich wollte jetzt wirklich nicht mit einer schlecht gelaunten Mina abhängen... Gehen wir gleich was Essen?", das brachte mich doch dazu etwas zu grinsen, der Kerl hat echt einen Dachschaden.
Nach weiteren 5 Minuten kam Kenny wieder auf den Flur. „Wir gehen jetzt!", er würdigt mich nicht einmal eines Blickes und stürmt an uns vorbei. Mikey lehnt sich etwas zu mir und flüstert mir etwas ins Ohr „Da bekommt wohl jemand Ärger". Ich stöhne genervt und folge dann meinem Bruder aus der Schule. Während ich probiere zu ihm aufzuholen schleicht Mikey gefühlt nur hinter uns her. „Hey, alles gut?", er antwortet nicht und schweigt mich ne Weile einfach nur an. „Warum!? Warum kannst du dich nicht einmal benehmen", mir war es doch lieber als er mich angeschwiegen hat. „Du bist doch auch gefühlt nie in der Schule, warum muss ich mich dann benehmen?" - „Weil ich dein großer Bruder bin, und du diesen Abschluss brauchst!". Er hat sich mittlerweile komplett zu mir umgedreht und schaut mich wütend an. So sauer war er wirklich lange nicht mehr, und ich hasse wirklich von Herzen was ich jetzt tun werde aber es muss sein. Ich verbeuge mich leicht und senke meinen Kopf „Es tut mir leid Ken". Ich warte noch ein paar Sekunden ab, bevor ich meinen Kopf wieder hebe, der Mistkerl ist einfach weiter gelaufen. Wahrscheinlich probiert er noch wütend zu sein, aber er schafft es nie lang, ich gebe ihm noch eine halbe Stunde.
Von hinten legt sich ein Arm um mich, „Wow Mina ich wusste gar nicht, dass du dich auch entschuldigen kannst" - „Wenn du das irgendjemand erzählt, bring ich dich um, dass das klar ist". Abwehrend hebt er seine Hände, „Ist klar, ich hab nichts gesehen."

Ich hab wirklich recht behalten. Nachdem wir für Mikey was zu essen besorgt hatten, war Kenny auch schon wieder normal. „Was macht ihr jetzt?", Mikey schaute fragend zu uns, während sein zweites Eis auf seine Hemd tropft. „Ich glaub ich geh nochmal zu Mitsuya", er nickt nur und widmet sich dann wieder seinem Eis. „Ich werde nachhause gehen" - „Wow, was für ein spanender Plan Kenny", zum Glück läuft Mikey gerade zwischen uns, sonst hätte Kenny mir wohl eine verpasst.
Kurz nachdem wir Mikey bei sich zuhause abgesetzt hatten, liefen wir schweigend durch die Nachbarschaft. „Es tut mir leid, dass ich heute so streng, war ich mache mir nur Sorgen um dich." - „Aww Kenny, du wirst weich!", seinen wütenden Blick spüre ich auch ohne ihn anzusehen. „Pass besser auf was du sagst, bevor du noch von irgendjemandem auf die Fresse kriegst" - „Als ob mich das je aufgehalten hätte". Ich war oft genug in Prügelleinen verwickelt um zu wissen, dass die sowie so drauf hauen egal was ich mache. „Naja, bis später Kenny", ich hatte gar nicht gemerkt wie weit wir schon gekommen waren, aber jetzt standen wir auch schon vor Mitsuyas Schule. „Ja bis später, stell nichts an!", und schon war er weg. Zum Glück, jetzt fühl ich mich nicht mehr so beobachtet.

Tokyo Revengers x ocGeschichten, die süchtig machen. Entdecke jetzt