Die letzte Schulglocke war kaum verklungen, da strömten die Flure bereits voller Schüler.
„Emma! Warte!"
Sie drehte sich um und blieb grinsend stehen, während Harry sich durch die Menge kämpfte.
„Du bist gerannt."
„Du überraschst mich mit deinen Beobachtungsgaben."
„Ich dachte schon, du hättest beschlossen, heute mal pünktlich aus dem Klassenraum zu kommen."
„Ich musste noch mit Mr. Collins reden."
„Schon wieder?"
„Ich hab den Aufsatz zu spät abgegeben."
Emma nickte gespielt verständnisvoll.
„Also alles wie immer."
„Ganz genau."
Sie verließen gemeinsam das Schulgebäude. Es war einer dieser Nachmittage, an denen die Sonne die Backsteinfassade der Schule golden färbte und sich alle ein bisschen mehr Zeit ließen, nach Hause zu gehen.
Für Emma und Harry gab es ohnehin nur selten einen direkten Heimweg.
Fast jeden Nachmittag gingen sie erst zu ihm.
Hausaufgaben wurden meistens verschoben, Anne kochte irgendetwas, über das Harry sich grundsätzlich beschwerte, obwohl er später immer zwei Portionen aß, und irgendwann saßen sie mit Gitarrenmusik im Hintergrund im Wohnzimmer oder im Garten.
Es war nichts Besonderes.
Und genau deshalb mochte Emma es so.
„Hast du Mathe verstanden?", fragte Harry.
„Nein."
„Ich auch nicht."
„Gut."
„Wieso gut?"
„Dann bin ich wenigstens nicht alleine."
Er lachte.
„Das ist eine interessante Art, Trost zu finden."
„Funktioniert aber."
Ein paar Minuten liefen sie schweigend nebeneinander her.
Nicht, weil ihnen nichts einfiel.
Sondern weil sie nie das Gefühl hatten, jede Stille füllen zu müssen.
Emma entdeckte die niedrige Steinmauer am Straßenrand und lächelte sofort.
„Nicht schon wieder."
Sie ignorierte Harry, stieg auf die Mauer und breitete kurz die Arme aus, um das Gleichgewicht zu halten.
„Du bist sechzehn."
„Und?"
„Du benimmst dich wie acht."
„Danke."
„Das war kein Kompliment."
„Hab ich trotzdem so verstanden."
Harry schüttelte grinsend den Kopf.
„Eines Tages fällst du da runter."
„Nein."
„Doch."
„Nein."
„Doch."
Emma balancierte ein paar Schritte weiter.
„Und wenn ich falle?"
Harry sah zu ihr hoch.
„Dann lache ich."
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Right Person, Wrong Time [Harry Styles Fanfiction]
FanfictionMaybe someday our timing will be right. Manche Menschen begegnen dir genau dann, wenn du sie am meisten brauchst. Und trotzdem ist der Zeitpunkt der schlechteste, den das Leben hätte wählen können. Als Harry und Ava sich kennenlernen, verändert sich...
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