Kapitel - 1

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„Endlich etwas Ruhe nach der letzten stressigen Nacht. Erst der Auftritt der einerseits so entspannend war, weil ich endlich mal wieder ich selbst sein konnte. Jedoch auch all meine Kraft erschöpft hat, da ich alles gegeben habe was ich konnte. Und dann muss auch noch mein Sicherheitschef anfangen mit mir zu streiten, nur weil ich mich mit einigen Fans unterhalten habe. Doch gerade von diesen bin ich immerhin abhängig, wenn ich endlich unabhängig von meiner Familie sein will. Womit habe ich es verdient das ich so gestraft werde mit meinen leben und nicht das tun kann was ich möchte. Wieso kann ich nicht einfach sein wie alle andern auch in meinem Alter. Die eher kämpfen müssen für ihre Existenz und nicht so wie ich der gegen seine Existenz kämpft, weil ich ein normales Leben führen will. Ein Leben mit all den kleinen und großen Problemen, die doch ein Leben erst ausmachen um sich weiter entwickeln zu können. Gott sei dank ist es hier wenigstens friedlich, ohne Aufpasser, sodass ich so mal für einige Zeit ich selbst sein und entspannen kann." sagte er leise vor sich hin als er durch den Wald ging.

Denn gerade hier konnte er sich sicher sein das ihm keiner folgte. Er wusste genau das er soweit abseits der Wanderwege keinen weiteren Menschen treffen würde und jeden Moment an seinen Lieblingsort ankommen musste. Er wusste genau das gerade die Lichtung die er so sehr liebte mit ihrer steilen Klippe mitten im Wald ihn die ruhe geben konnte die er jetzt brauchte, aber auch die Sicherheit das er dort der einzige war. Immerhin floh er schon seid 5 Jahren an den Ort wenn er eine Auszeit brauchte und noch nie war er dort auch nur einen Menschen begegnet.

Wie angewurzelt blieb er auf einmal am Rande der Lichtung stehen und traute seinen Augen nicht, als er sah das dort eine ganz in schwarz gekleidete Frau stand und in den Abgrund schaute. Doch bemerkte die Frau ihn nicht mal. Er überlegte ob er nicht einfach gehen sollte, um vielleicht irgendwo anders einen Ort der Ruhe zu finden. Doch hielt ihn irgendwas davon ab, selbst wenn er nicht wusste was es genau wa. Sodass er sie nur einfach anstarren konnte und nicht fähig war zu gehen.

Nach einer weile schien es ihn so als ob der ganze Wald mit einen Schlag verstummte und nur noch das leise Weinen und schluchzen der Frau zu hören war. Dann erklang eine leise Stimme bloß konnte er nicht verstehen was sie sagte, da er einfach zu weit von ihr entfernt war um sie richtig zu verstehen. Er sah das sie noch einen kleinen Schritt auf den Abhang zu machte und dann wieder wie versteinert stehen blieb. Es schien ihn so als ob sie gar nicht wahrnahm das sie immer weiter kleine Schritte auf den Abgrund zumachte. Eine innere Stimme sagte ihn daher sofort das er irgendwas unternehmen musste damit sie nicht fiel.

Vorsichtig ging er dichter zu ihr und hoffte nur das er sie nicht erschreckte, so dass sie vielleicht doch in die tiefe wegen ihn fallen würde „Ist alles in Ordnung mit ihnen?" fragte er vorsichtig. Erschrocken zuckte sie zusammen und verlor fast ihr Gleichgewicht. „Bitte gehen sie da weg bevor sie fallen!" versuchte er sie zu erreichen und zu beruhigen, da er sah das sie am ganzen Körper zitterte. Nur wusste er nicht ob dieses zittern an ihn lag, da er sie erschrocken hatte, oder hatte sie vielleicht einfach nur angst vor etwas. Oder lag es an ihren weinen? Sie schüttelte jedoch nur mit den Kopf, sodass er wusste das sie ihn wenigstens wahrnahm. „Bitte kommen sie da weg bevor sie da runter fallen und ihnen niemand mehr helfen kann!" versuchte er es nochmal und merkte wie Panik in ihn aufstieg. Er wusste einfach nicht was er tun sollte, wenn er sie mit Worten nicht vom Abgrund wegbekam, denn er wollte auf keinen Fall das sie sich was antat und fiel.

Sie drehte nur ihren Kopf in seine Richtung. Er sah in ihre geröteten Augen, nur noch Verzweiflung, selbst wenn ihr Blick wie Tod und leer schien. „Gehen sie einfach wieder ich will allein sein." hörte er ihre leise Stimme. Nur gerade das sagte ihn das etwas mit der Frau nicht stimmte und sie anscheinend vor hatte sich das Leben zu nehmen, das er aber einfach nicht zulassen konnte. Zwar wusste er nicht genau was es war, nur sagte ihn einen innere Stimme das diese Frau alles in seinen leben verändern könnte.

„Kommen sie da bitte weg bevor sie wirklich runter fallen, es gibt doch für alles eine Lösung." versuchte er sie wieder mit leiser stimme zu beruhigen. Sie sah ihn aber nur wieder einfach an und flüsterte leise zurück „Mir kann keiner mehr helfen. Es ist doch alles sinnlos." dann sah sie wieder in den Abgrund und machte einen weiteren Schritt nach vorn.

Ohne groß darüber nachzudenken stürmte er auf sie zu, packte sie um die Taille und zog sie weg. Darüber erschrak sie so sehr das sie um sich schlug und ihr Ellenbogen an seinen Kinn landete. Doch trotz des kurzen Schmerzes ließ er sie nicht los und zog sie weiter in die Mitte der Lichtung, bis er selbst über eine Wurzel Stolperte und so beide zu Boden stürzten. Sie landete auf ihn und stöhnte kurz vor Schmerz auf, bevor sie wie aus Reflex nach ihren Bauch griff und tief durchatmete.

„Was soll das, können sie sich nicht um ihren eigenen scheiß kümmern." schrie sie ihn an. Er sah das sich ihr Blick wieder geklärt hatte und nun dort nur noch Wut drin zu sehen war. Doch war ihn die Wut in ihren Augen lieber als das was er davor in ihren Blick gesehen hatte. Sie versuchte sich aus seinen Griff zu befreien um aufstehen zu können doch er ließ sie einfach nicht los. „Was soll der scheiß, nehmen sie endlich ihre dreckigen Hände von mir." schrie sie ihn wieder an.

Er wusste selbst nicht warum er sie nicht loslassen konnte beziehungsweise wollte, auch wenn er genau wusste das er es musste. Doch fühlte es sich für ihn einfach richtig an sie zu halten. Zögerlich ließ er sie dann aber doch wieder los, da er einfach nicht deswegen vielleicht später noch Ärger bekommen wollte. Nur hatte er sofort die Befürchtung das sie dann einfach wieder zur Klippe laufen würde. Da sie es aber trotzdem er sie losgelassen hatte nicht schaffte sofort aufzustehen setzte sie sich einfach erst mal nur neben ihn.

Wütend sah sie ihn an und stellte fest das er an der Lippe Blutete. Auf einmal traf sie jedoch wieder ein Schmerz in ihren Bauch und ihrer Brust sodass sie sich zusammen krümmte. „Soll ich ihnen nicht lieber einen Arzt rufen?" fragte er vorsichtig. „Verschwinden sie einfach, ohne sie wäre das nicht passiert." hörte er ihre aufgebrachte Stimme. Was langsam dafür sorgte das sich auch in ihn Wut regte. Den noch nie in seinen Leben hatte jemand ihn so behandelt oder gar so mit ihn gesprochen und das nur weil er sie vor dem fallen bewahren wollte. „Stimmt wäre ich nicht gewesen dann würden sie jetzt sehr wahrscheinlich da unten liegen und niemand würde sie da finden." sagte er aufgebracht, doch als er ihren Blick sah wurde ihn klar das egal was er sagte es nicht bei ihr ankam. Da sich ihr Blick wieder verschleiert hatte und darin nur noch Trauer und Verzweiflung zu sehen war.

„Gehen sie endlich und kümmern sie sich um ihren eigenen scheiß. Ich brauche von ihnen keine Ratschläge und nun lassen sie mich in Ruhe!" sagte sie doch hatte ihre Stimme wieder an schärfe verloren, so dass ganz deutlich zu hören war das sie des Lebens müde und verzweifelt war. Nachdenklich sah er sie daher an und versuchte eine Entscheidung zu treffen. Er wusste einfach nicht ob es wirklich eine so gute Idee war sie allein zu lassen. Doch musste er ihren Wunsch respektieren, auch wenn das für ihn bedeutete das er heute keine Ruhe finden konnte und wahrscheinlich auch der Ort hier nie wieder sein ruhe Pohl sein könnte.

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