Kapitel 1 - Neuanfang
(Flos POV)
Ich starre an die Decke.
Schon wieder.
Es ist nicht so, als wäre sie besonders interessant.
Weiß gestrichen, ein kleiner Riss in der Ecke, nichts, worüber man länger als zwei Sekunden nachdenken sollte. Und trotzdem liege ich hier und tue genau das denke nach. Zu viel. Wie immer.
Mein Handy liegt neben mir auf dem Bett. Bildschirm nach unten. Ich weiß, dass Nachrichten drauf sind. Trainer, Teamchat, vielleicht ein paar Freunde. Ich habe seit Stunden nicht draufgeschaut.
Weil ich keine Lust habe, so zu tun.
So zu tun, als wäre alles gut.
Ist es nämlich nicht.
Ich atme langsam aus und drehe den Kopf zur Seite. Durch die Vorhänge fällt dieses typische graue Licht rein, das es hier irgendwie immer gibt.
Egal ob es wirklich regnet oder nicht alles wirkt gedämpft, schwer, irgendwie... falsch.
Vielleicht liegt es nicht an der Stadt.
Vielleicht liegt es an mir.
Ich setze mich auf und fahre mir durch die Haare. Mein Blick fällt auf meine Tasche in der Ecke.
Trainingsklamotten sind noch halb drin, halb draußen, als hätte ich sie einfach reingeworfen, ohne wirklich hinzusehen.
Genau so fühlt sich im Moment alles an.
Unsauber.
Unfertig.
Nicht richtig.
Ich habe mir das anders vorgestellt.
Als ich zu Liverpool gewechselt bin, war alles klar.
Nächster Schritt. Größerer Klub.
Mehr Druck, mehr Verantwortung. Genau das, was ich wollte. Ich wollte besser werden. Ich wollte zeigen, dass ich auf diesem Level nicht nur mithalten kann sondern es kontrolliere.
Kontrolle.
Das ist das Einzige, was ich wirklich brauche.
Aber hier... habe ich sie nicht.
Ich lehne mich nach vorne, stütze die Ellenbogen auf die Knie und starre auf den Boden. Es ist ruhig in der Wohnung.
Zu ruhig. Keine Stimmen, kein Lachen, nichts.
Nur ich.
Und meine Gedanken.
Im Training läuft es nicht schlecht. Das ist ja das Problem.
Es läuft „nicht schlecht".
Ich mache meine Sachen, spiele meine Pässe, halte das Tempo. Alles korrekt. Alles sauber.
Aber es fühlt sich nicht nach mir an.
Nicht nach dem Spieler, der ich bin.
Hier ist alles... fremd.
Die Abläufe. Die Leute. Die Sprache ist nicht mal das Problem. Es ist dieses Gefühl, dass ich einfach nicht reinpasse. Als wäre ich ein Teil, das technisch funktioniert, aber nicht wirklich dazugehört.
Ich presse die Lippen zusammen.
Ich hasse dieses Gefühl.
Ich hasse es, nicht genau zu wissen, woran es liegt.
Ich greife nach meinem Handy.
Der Bildschirm leuchtet auf, und sofort prasseln die Nachrichten rein. Ich überfliege sie nur kurz. Ignoriere fast alles.
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only Teammates
RomanceFlo wirtz fühlt sich schon sehr lange sehr unwohl bei Liverpool..aber dann ruft er seinen Manger an und sein komplettes Leben ändert sich. Jamal Musiala? Komplettes Gegenteil vom ihm. Chaos. Aber Gegenteile ziehen sich an.
