Kapitel 2

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Kapitel 2

Roxy's POV

Da war ich also. Mit meinen Koffern hinter mir herziehend stückelte ich auf das Gebäude zu. Es sah aus wie aus dem 19. Jahrhundert, was vermutlich auch stimmte! Unsicher ging ich die Gänge entlang und suchte das Sekretäriat. Als ich es endlich fand, klopfte ich und trat wenig später ein. An einem Schreibtisch saß eine junge Frau, die aufsah, als ich mich räusperte. "Hallo. Ich bin Roxana Davan und gerade hier angekommen", stellte ich mich brav vor. Am liebsten jedoch wäre ich schreiend wieder raus gerannt. "Aja...Hier stehen Sie. Hier sind die Hausordnungen, Ihr Gebäudeplan und Ihr Stundenplan! Kommen Sie mit, ich zeige Ihnen Ihr Zimmer", sagte sie, drückte mir einen Stapel Papiere in die Hand und zeigte mir, ihr zu folgen. Ich ging ihr nach und sie blieb vor einer Tür stehen mit den Ziffern 148. Sie sperrte die Tür auf und ließ mich vorbei. Das Zimmer war viel moderner eingerichtet, als der Rest des Schulgebäudes.

Das Wohnzimmer war rießig. Es hatte eine weiße Ledercouch, einen weißen Couchtisch, einen Flachbildfernseher, eine Stereoanlage, zwei große Regale und hier und da standen ein paar Topfpflanzen. Die erste Tür, die ich öffnete führte ins Badezimmer. Es war schlicht und weiß.

"Und hier ist Ihr Zimmer. Das Zimmer nebenan gehört Ihrer Mitbewohnerin Rachel O'Sullivan" Ich öffnete meine Zimmertür und fühlte mich sofort wie zu Hause. Es hatte große Fenster, an denen lilane Vorhänge hingen, ein großes Himmelbett, einen Begehbaren Kleiderschrank und einen Schreibtisch samt Schreibtischsessel. Die Sekretäring verabschiedete sich von mir, drückte mir den Schlüssel in die Hand und verschwand. Hoffentlich war diese Rachel nett. Der Name hörte sich aber eher nach typischer Zicke an. Naja wollen wir einfach mal hoffen.

Ich fing an, meine Klamotten in den Schrank zu räumen. Anschließend stellte ich meine Schminksachen auf das kleine Nachtkästchen neben dem Bett und warf mich aufs Bett. Ich vermisste meine Freunde jetzt schon! Ich beschloss, sie anzurufen.

Wir telefonierten über eine Stunde und zu meinem Glück waren alle meine Freunde gerade zusammen. Irgendwann musste ich doch auflegen und warf mein Handy aufs Bett. Plötzlich hörte ich eine zufallende Tür und zuckte zusammen. Zögernt schlich ich ins Wohnzimmer und sah ein blondes Mädchen, das mich jetzt verwundert ansah. "Hi. Ich bin Roxana, aber du kannst mich Roxy oder Rox nennen!", stellte ich mich vor. Rachel sah mich wortlos an und sagte dann: "Ich bin Rachel, aber du kannst mich Rach nennen. Ich bin so froh, nicht mehr alleine sein zu müssen!" Erleichtert atmete ich aus. Sie war anscheinend nett.

"Kommst du mit mir mit abendessen? Dann stell ich dich auch meinen Freundinnen vor!", lud sie mich ein. "Klar. Ich mach mich nur noch schnell frisch!", willigte ich glücklich ein. Ich zog mir einen Minirock, welcher mir gerade so über den Po reichte, an mit coolem Gürtel und ein kurzes Top. Dann schminkte ich mich neu und steckte meine Frisur zu einem Dutt hoch. "Wir können gehen!"; verkündete ich. Ich zog meine schwarzen High-Heels an und Rachel zog mich ungeduldig hinter sich her. In der Mensa angekommen nuschelte Rach: "Willkommen in der Hölle!" Das brachte mich zum lachen und ich folgte ihr zu einem Tisch, an dem schon 3 andere Mädchen saßen.

"Hi. Das ist Roxana, oder auch Roxy! Roxy das sind Rosé, Emély und Anne!", stellte sie uns gegenseitig vor und wir lächelten uns an. Rosé hatte dunkelrote Haare, die ihr bis zur Schulter gingen, braune Augen und war nicht sehr groß. Emély hatte blonde kurze Haare, viele Sommersprossen und grüne Augen. Anne hatte braune Locken, die ihr bis zur Taille gingen, war mittelgroß und am meisten faszinierten mich ihre Augen. Sie hatte gelbe Augen und sah so ein wenig aus wie eine Katze. Sie alle schienen nett zu sein und ich war glücklich, bereits jetzt so nette Mädchen gefunden zu haben.

"Hey, Rox! Collin starrt dich an!", flüsterte Rosé. "Wer ist Collin?", wollte ich neugierig wissen. "Der da hinten. Blond, hamma braune Augen, hamma Lächeln!", sagte Anne und zeigte auf einen Jungen. Tatsächlich starrte er mich an. Er scannte mich richtig mit seinen Blicken von oben bis unten ab. "Ich hol mir was zu essen! Kommt wer mit?", fragte ich und Emély nickte. Als wir an einem Tisch mit lauter Jungs vorbei gingen, pfiffen sie laut. "Das galt dir!", wisperte Emély mir zu und grinste mich an. "Ach was! Wer sollte mir schon hinterher pfeifen?! Ich meine, was hab ich, was andere Mädchen nicht haben?!", blockte ich ab.

Bad Girl {ON HOLD}Where stories live. Discover now