Nalia
Ich kann ihn immer noch spüren. Jeden einzelnen Kuss und jedes Gefühl, dass er in mir auslöst hat, als er mich berührt hat. Auf meinen Lippen, meiner Haut und in.."
„Nalia?" Ein kurzer Schauer läuft mir beim Zurückkehren in das Hier und Jetzt den Rücken hinunter. Thia, die mir direkt gegenüber sitzt und ihr Croissant in der Hand hält, sieht mich besorgt an.
„Ja?" Ich habe nicht mitbekommen was sie mich gefragt hat.
„Geht's dir gut? Du wirkst schon den ganzen Morgen total abwesend. Ist es, weil die Männer morgen abreisen?" Wir haben uns heute dafür entschieden, in der Cafeteria der Hotelanlage zu frühstücken, statt auf unserem Zimmer.
„Nein. Ich meine, ja auch.. Aber."
Als könnte sie meine Gedanken lesen, formt sich ihr Mund zu einem Grinsen.
„Okay, ich kenne diesen Blick." kichert sie. „Sieht wohl so aus, als hätten wir letzte Nacht beide ziemlich viel Spaß gehabt."
„Was echt?" Buff reiße ich die Augen ein Stück weit auf.
„Jup.. Ich hab zwar geduscht, aber mir klebt immer noch Sand überall." lacht sie.
Nun ist es an mir breit zu grinsen. „Ich hab's dir doch gesagt, es muss nicht im Bett passieren." Nun schaut sie mich verdutzt an, während ich kichernd nach einem Schokobrötchen greife.
„Was muss nicht im Bett passieren?"
Ich zucke zusammen, als sich jemand, Jared, neben mich auf die Sitzbank fallen lässt, und Thia ebenfalls, als plötzlich Jensen neben ihr sitzt und ihr einen schnellen Kuss stiehlt.
„Eh, nichts." stammele ich schnell, in der Hoffnung, dass die beiden nicht kapieren, worüber wir uns gerade unterhalten haben. Ob Männer auch über sowas untereinander sprechen?
Während Thia und Jensen vielsagende Blicke austauschen, legt sich eine große warme Hand auf meinen Oberschenkel. „Was macht ihr denn hier unten? Wir haben uns schon gewundert wo ihr seid."
Allein seine Stimme reicht, um meine Gedanken wieder durcheinanderzubringen. Ich sehe zu ihm hoch und natürlich lächelt er. Dieses viel zu perfekte Lächeln, das genau weiß, was es mit mir anstellt.
„Frühstücken." sage ich unschuldig und deute auf mein Schokobrötchen. „Man munkelt, das soll helfen, den Tag zu überleben."
„Ah." meint Jared und rutscht noch ein Stück näher. „Dann ist das also der Ort, an dem ihr euch versteckt."
„Verstecken?" Thia zieht eine Augenbraue hoch. „Wir waren genau hier. Sehr auffällig sogar."
Jensen lacht leise. „So auffällig wie euer plötzliches Schweigen, als wir kamen?"
Ich räuspere mich. „Manchmal genießt man einfach... Stille."
„Das ist neu." murmelt Jared trocken.
Ich stoße ihn leicht an, kann mir ein Grinsen aber nicht verkneifen. Für einen Moment ist alles leicht. Sonne fällt durch die Glasfront, Gelächter, Kaffeegeruch. Hawaii.
Und dann schiebt sich der Gedanke wieder dazwischen..Morgen. Sie reisen morgen ab.
„Wir sollten heute Abend noch was zusammen machen." sagt Thia plötzlich.
Ich nicke sofort. „Ja. Also... ich dachte, wir könnten den Abend ganz entspannt in eurer Suite verbringen. Snacks, ein Film. Kein großes Programm. Einfach zusammen sein."
„Ein Filmabend auf Hawaii?" Jared hebt eine Augenbraue.
„Mit Snacks?" fragt Jensen.
„Ich bin überzeugt."
Jared sieht mich an, sein Blick weicher. „Klingt gut."
...
Am Abend klopfen Thia und ich in Pyjamas an die Tür der Männer. Ich fühle mich plötzlich nervös, auf diese leise, warme Art. Jared öffnet und mustert mich einen Moment zu lange.
„Okay." sagt er grinsend. „Das ist unfair."
„Was denn?" frage ich.
„Das siehst viel zu gemütlich aus."
Wir quetschen uns gemeinsam aufs Sofa. Ganz automatisch rutsche ich näher an Jared, spüre sofort seinen Arm um meine Schultern. Ich ziehe die Beine an, lehne mich an ihn.
Auf der anderen Seite kuschelt sich Thia an Jensen.
„Warum fühlt sich das gerade so anders an?" murmelt sie.
„Weil wir morgen abreisen.." sagt Jensen leise.
Niemand antwortet. Jared zieht mich ein wenig fester an sich. Ich lege den Kopf an seine Brust, höre seinen ruhigen Herzschlag.
„Ich will mir das merken." flüstere ich.
„Dann merken wir es uns zusammen." sagt er und küsst mich auf den Kopf.
Der Film läuft, aber ich nehme ihn kaum wahr.
...
Irgendwann redet niemand mehr. Der Fernseher rauscht leise, draußen hört man das Meer. Jareds Daumen zeichnet kleine Kreise auf meinem Arm.
„Du schläfst gleich ein." murmelt er.
„Vielleicht." murmele ich. „Nur ein bisschen."
Neben uns ist Thia längst eingeschlafen, den Kopf an Jensens Schulter. Er zieht eine Decke über sie.
Ich schließe die Augen. Jareds Hand liegt fest an meinem Rücken.
„Jared?" flüstere ich schläfrig.
„Hm?"
„Wenn ich einschlafe... bist du noch da wenn ich aufwache?"
Er zögert einen Herzschlag zu lang, küsst mich dann sanft auf die Stirn.
„Ich gehe nicht ohne mich richtig zu verabschieden, schlaf ruhig. Ich bin hier, ich hab' dich."
Und während draußen das Meer rauscht, lasse ich den Schlaf zu.
Mit dem Wissen, dass mein Herz morgen ein Stückweit brechen wird.
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Harleys in Hawai'i
FanfictionHier findet ihr eine Jensen Ackles x OC und Jared Padalecki x OC Story, geschrieben von der wunderbaren @nllia99 und mir. J2 sind in dieser Story nicht berühmt. Nalia und Thia erfüllen sich endlich ihren Traum und reisen zusammen nach Hawaii. Doch d...
