Heißer Dampf stieg aus dem hellblauen Wasser empor. Mein Kopf lehnte sich weiter zurück und ein schweres ausatmen entwich meiner Kehle. Stille und Dunkelheit umhüllten mich, das einzige was ich verspürte war das sanfte kribbeln auf meiner Haut was vom Wasser ausgelöst wurde. Diese Entspannung die meine Muskeln wahrnahmen genoss ich in vollen Zügen. Die letzten Tage waren mir wirklich zu anstrengend. Eine Strähne viel mir ins Gesicht, nun öffnete ich meine Augen. Die Decke des Badehaus, das Licht schimmerte schwach, der Raum war immer noch von Stille geprägt. Aus dem Augenwinkel viel mir eine sanfte Bewegung auf, ich neigte den Kopf zu meiner rechten und sah aus einer Glasschiebetür, da es ein Badehaus auf einem privaten Grundstück war und nur gewisse Leute Zutritt zu ihm hatten, war es mal eine nette Abwechslung in einer heißen Quelle liegen zu können wo man eine nette Aussicht auf einen kleinen niedlichen Zen Garten hatte. Der dunkle Nachthimmel bedeckte sich mit weißen Tupfern, es hatte angefangen zu schneien. Nun legte ich meinen Kopf in meine Handfläche und betrachtete kurz wie sich der gepflasterte Weg mit einer sanften Schneedecke bedeckte ,,man ist das spät geworden.'' murmelte ich. Also stieg ich aus der sanften Wärme und warf mir den Bademantel um. Als ich nach meinen Schuhen griff knackte es hinter mir. Mit einem Zucken wandte ich mich zum leeren Badehaus. Meine Brauen senkten sich tief in mein Gesicht. Nichts. Doch ich war mir sicher etwas gehört zu haben. Abermals *knack* doch ich konnte im sanften Lichts nichts erkennen, der leichte Nebel der durch die Hitze entstanden war machte es nicht besser. Ich wandte mich meinen Schuhen wieder zu. Ich sollte mich nicht so verrückt machen, also schob ich die Tür vor mir auf. Kalter Wind strich mir ins Gesicht, der Winter ist nun wirklich ins Tal gekommen. *knack* nun war es deutlicher, lauter..direkt..neben mir. Mit einem Ruck griff ich nach meiner Haarnadel und hielt sie schützend vor meine Brust. Doch jemand anderes war schneller ,,ganz ruhig.'' Augen so tiefblau wie der Ozean. Tief schwarzes Haar viel meinem gegenüber in die Stirn. Er umgriff mein Handgelenk fest zum Selbstschutz. Er leget einen Finger auf die Lippen. Da ich sowieso kein Wort raus bekam viel es mir nicht all zu schwer die Klappe zu halten. Das einzige was ich gerade wahrnahm war mein Herzschlag, der pochte so laut das er in meinen Ohren wieder raus kam. Nein. Da war was anderes. Ein tiefes grollen? Nein Knurren. Was war das? Der unbekannte nahm den Finger von den Lippen und legte seine Hand an eine Tsuka, er trug ein Schwert bei sich?! Ich vernahm eine Bewegung und bewegte meine Augen langsam in dessen Richtung. Glutrote Augen starrten uns an. Sabber lief den Mund nein dessen Maul hinunter, ein Zahn was wie ein Reißzahn aussah stieg an seiner Lippe hervor. Zerfetzte Klamotten hingen schlaff am Köper der Kreatur, war..war das ein Mensch? Und dann ging alles sehr schnell, mit einem Stoß der meine Haare wie wild wehen ließ und einem lauten Klick und knack viel der Kopf der Kreatur. Rot schwarzer Nebel stieg aus dem Hals hervor, nein überall am Körper, er löste sich auf. Was war das. Immer noch fest umgriffen richtete ich meine geschmückte Haarnadel den Fremden gegenüber ,,w-was war das!?'' Sein Kopf drehte sich zu mir, immer noch mit der Hand an der Tsuka. Hatte er das Schwert überhaupt gezogen? Seine Haltung veränderte sich als er sich mir komplett zuwandte. Seine Schultern lockerten sich und es sah so aus als würde eine Art Erleichterung von seiner Brust fallen ,,ein Dämon.'' nun richtete ich mich auch etwas auf und straffe die Schultern. Na wirklich gesprächig war er ja nicht ,,ein Dämon?'' keine Antwort ,,also hatte ich ihn gehört.'' Seine Augen weiteten sich bei der Aussage etwas. Ich wusste das in letzter Zeit gesagt wird das sich zwielichtige Gestalten hier rumtreiben, aber wir kennen Menschen, das sagt man sich so in einem Freudenviertel, hier laufen nur komische Gestalten rum ,,du kannst deine Nadel von mir abwenden, ich werde dir nichts tuen.'' mein Blick huschte auf die Nadel ,,wer weis, du stehst immerhin immer noch vor einer jungen Frau die nur einen Bademantel trägt.'' ein müpfiger Blick erhaschte mein Gesicht. Er nahm etwas Abstand und wandte seinen Blick ab, ich nahm einen sanfte roten Schleier auf seinem Gesicht war ,,trotzdem danke ich dir.'' fügte ich mit einer kleinlauten Stimme hinzu. Mein Arm sank an die Seite meiner Hüfte. Er nickte. Das krächzen einer Krähe spaltete die Stille zwischen uns ,,hm?'' mein Kopf hob sich in Richtung Zaun. Die Krähe bemerkte ich erst jetzt, saß sie schon die ganze Zeit dort? Als ich meinen Kopf nun wieder zu dem jungen Mann wenden wollte war er..weg? Ich sah mich um, jetzt war auch die Krähe weg, was ein sonderbares Ereignis. Ich schob meinen Körper also in Richtung Hauptgebäude. Die warmen Lichter umhüllten mich Schritt für Schritt mehr und ich ließ die Dunkelheit hinter mir. Was ich nicht mehr mitbekam war, das die Augen des Unbekannten weiterhin auf mir lagen. Versteckt ,,sie hatte ihn gehört.'' murmelte er.
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Yukibana
FanfictionHimari ist jung, still und unscheinbar - eine Zofe in einem Freudenhaus in mitten des mächtigen Freudenviertels, gefangen in einem Leben, das sie sich nie ausgesucht hat. Nacht für Nacht wandelt sie durch schmale Flure, hört fremdes Lachen hinter ge...
