Es gibt einen Ort, den niemand sieht.
Kein Wegweiser führt dorthin. Kein Plan. Keine Karte. Und doch ist er immer da.
Ein Raum – tief in dir – der nur dir gehört.
Meist geht man achtlos an ihm vorbei.
Zu laut ist das Außen. Zu hektisch der Alltag. Zu viele Stimmen, die wollen, dass du funktionierst.
Doch irgendwann, wenn alles still genug wird, klopft er leise an.
Nicht aufdringlich. Eher wie ein Freund, der fragt: „Kommst du kurz vorbei?"
An diesem Abend war genau dieser Moment gekommen.
Die Welt war laut gewesen. Voller Nachrichten, Menschen, Erwartungen.
Der Körper war erschöpft, der Kopf zu schwer für all das Denken.
Und so schloss der Mensch die Augen – nur für einen Moment.
Doch in diesem Moment öffnete sich etwas anderes:
Der Raum.
Er war nicht groß. Nicht klein.
Nicht hell. Nicht dunkel.
Er war einfach... genau richtig.
Kein Lärm drang hinein. Keine To-Do-Listen. Keine Erinnerungen, die stechen.
Nur eine warme, weiche Stille.
Wie der erste Schnee, der fällt, wenn man noch wach ist.
Wie das leise Plätschern eines Wasserhahns in der Nacht.
Wie das Geräusch, wenn ein geliebter Mensch ruhig atmet.
In diesem Raum musste nichts getan werden.
Nichts verbessert. Nichts erklärt.
Hier war kein Druck. Kein Ziel.
Nur ein Atemzug nach dem anderen.
Ein Gedanke, der sich langsam auflöst.
Ein Herzschlag, der wieder im eigenen Rhythmus schlägt.
Und dann... kam das Gefühl zurück.
Das eine, das man so oft vergisst:
„Ich bin da. Und das reicht."
Der Raum sagte nichts. Aber er war da. Und das war alles, was zählte.
Wenn du heute Abend die Augen schließt, dann such nicht nach ihm.
Lass ihn dich finden.
Er ist schon da.
Wartet.
Geduldig.
Still.
Und wenn du ankommst, sagt er nur:
„Willkommen zurück."
~Erk
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„Der Raum, in dem alles still wird"
SpiritualEin poetischer Text über den Ort in uns, an dem Stille und Frieden wohnen. Kein Ort, den man suchen kann - er findet uns, wenn wir bereit sind. Zwischen Herzschlag und Atemzug zeigt sich dieser Raum, in dem nichts erwartet wird, außer dass wir einfa...
