Chaos

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Bodhi's POV: 

Es gibt Tage, an denen man aufsteht, seinen Drachen füttert und hofft, dass der größte Wahnsinn des Tages vielleicht ein misslungener Sturzflug oder eine anstehende Prüfung ist.
Und dann gibt es Tage wie heute.

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Ich stehe auf dem Trainingsplatz, der normalerweise von Geschrei, Flüchen und gelegentlichen Feuerbällen dominiert wird, und starre auf das Unmögliche.

Eine Frau. Mitten auf dem Paradeplatz. 

Das alleine war jetzt noch nicht ungewöhnlich. Es gab nicht wenige Frauen im Reiterquadranten. Doch diese Frau war anders. Sie sah anders aus. Trug andere Kleidung. Bewegte sich anders. Einfach alles an ihr schien anders zu sein. 

Alle haben sie gesehen. Natürlich haben sie das. Es ist schwer, sie nicht zu bemerken – mit ihren wilden, braun-roten Locken, den seltsamen Augen und einer Art, sich zu bewegen, als gehöre sie hierher, obwohl sie das eindeutig nicht tut. Die gesamte verdammte Festung steht praktisch still.

„Das kann nicht sein," murmelt jemand neben mir.

Doch es ist verdammt echt.

Sie steht da, ruhig, mit aufrechtem Rücken, während über ihr Drachen kreisen und Offiziere in heller Panik Anweisungen brüllen. Ihre blasse Haut ist übersät mit Malzeichen – einige sehen aus wie die der Reiter, aber andere? Andere sind älter, fremder.

Vielleicht sollte ich erklären wieso alle so in Panik waren das dieses Mädchen hier mitten auf dem Trainingsplatz steht. Nur weil sie anders aussah stand nicht gleich die ganze Festung still, und erst recht nicht Basgiath. Wir waren wirklich so manches gewohnt und nur schwer aus der Fassung zu bringen.

Jedoch gab es schon einige ausnahmen die mit Folgenden Punkten zusammen hingen.

Erstens, kommt man nur mit seinem Drachen über den Luftweg, über den Parapet oder durch ein paar Geheimgänge die nur die wenigsten kennen in den Reiterquadranten. 

Zweitens ist sie durch keinen dieser Wege hier erscheinen. Es hat sich einfach ein leuchtend gold-gelber Kreis mitten auf dem Platz gebildet und sie ist daraus hervorgetreten.

Drittens begannen sich die Drachen, sobald die Frau aufgetaucht war, sofort anders zu verhalten. Und mit anders meinte ich das die anwesenden Drachen die vorher kreuz und quer geflogen oder auf der Mauer gesessen hatten nun alle und ich meine wirklich alle auch mein Drache in einem Kreis über dem Kopf der Frau durch die Luft glitten.

Ich spüre, wie Cuir in meinem Kopf schnauft.
„Tala ist glücklich. Ihre Reiterin hat endlich getan, was richtig ist."
Seine Stimme klingt so zufrieden, dass mir fast übel wird.

„Du willst mir sagen, dass das—?"

„Ja. Tala hat ihr von dir erzählt. Nun ist sie da."

Mein Herz setzt aus.
Tala. Der verdammte Drache meines Drachen.

Meine Augen treffen auf ihre.

Das eine grün-blau, das andere goldbraun-schwarz. Sie mustert mich mit einer Mischung aus Neugier und Erwartung, als sei das hier nicht das Verrückteste, was je in der Geschichte Basgiath's passiert ist.

„Was... zum... Scheiß?" sage ich schließlich.

Sie antwortet nicht. Natürlich nicht. Tala meinte, dass sie nicht spricht.

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