Dr.Schnurrrbart

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Meine Eltern antworteten nicht auf meine Frage. Ich wurde langsam unsicher. Was wenn ich wirklich Krebs habe? Was wenn ich sterbe? Mein bester Freund Elliot hat mir erzählt sein Opa wäre an Krebs gestorben und es sah nicht sehr schön aus.
Oben angekommen stiegen wir aus dem Lift. Als wir durch die kalten, leeren, lautlosen Gänge gingen bekam ich es mit der Angst zu tun. Es müffelte nach Medizin und naja diesem komischen Krankenhaus Gestank halt. Ein paar Minuten später kamen wir bei einem Büro an. Die Tür stand offen und der Mann der drinnen saß winkte uns zu ihm. Wir gingen rein und ein dicker, großer und sehr ordentlicher Mann mit einem dicken Schnurrbart begrüßte uns.
"Hallo, sie müssen dann wohl die Müllers sein.", sagte er.
"In der Tat, ja das sind wir und das ist unsere Tochter Anna.", sagte meine Mutter.
"Ah, hallo Anna.", der Mann sah mich mit seinen kleinen Augen an und reichte mir seine rießige und unbeschreiblich faltige Hand, ich verschränkte nur meine Arme hinter meinem Rücken. Der Mann lachte.
"Du brauchts keine Angst haben ich heiße Höfer, aber nenn mich doch Dr.Schnurrbart.", er zeigte auf seinen großen Schnurrbart und ich musste lachen.
"Setzten sie sich doch.", gesagt getan.
"Also, wieso sind sie denn hier?"
"Ich habe Krebs! Nicht wahr?", ich schaute meine Eltern fast schon wütend an.
"Na na na. Nicht so schnell junge Dame. Geh doch mal raus auf den Gang ich muss etwas mit deinen Eltern besprechen. Du wirst dich nur langweilen."
Ich nickte, stand auf und ging aus dem Raum. Draußen fand ich einen Fussball. Ich liebe Fussball, ich bin die beste in der Klasse. Wir sind die Championklasse. Wir gewannen jedes Jahr den Wettbewerb der Schule. Ich versank in meinen Gedanken während ich mit dem Ball spielte und die Zeit flog an mir vorbei. Irgendwann öffnete sich die Türe und Dr.Schnurrbart sagte ich soll rein kommen. Ich setzte mich und schaute die Erwachsenen erwartungsvoll an.
"Also. Ich habe hier alle deine Testergebnisse und meinen Untersuchungen nach hast du mehrere Metastasen in Lunge, Gehirn und Nieren. Meine Mutter fing an zu weinen und mein Vater hielt sie fest. Ich legte nur meinen Kopf schief und fragte: "Was sind Metastasen?"
"Stell dir vor der Krebs ist eine Biene und deine Organe sind Blumen. Die Biene hat leider schlechte Pollen eingesammelt und hat sie auf deine Blumen verteilt. Und das hat deine Blumen krank gemacht.", erklärte er mir. "Oje, meine armen Blumen.", antwortete ich.
"In der Tat und deswegen müssen wir gegen die bösen Pollen kämpfen. Deshalb kannst du jetzt länger nicht in die Schule gehen."
"Was? Aber wir müssen trainieren! Für den Wettbewerb!"
"Welchen denn?"
"Na beim Fussball!"
"Tja, daraus wird wahrscheinlich nichts. Aber ich werde alles dafür tun das es dir wieder gut geht und du mitspielen kannst! Versprochen."
"Aber es geht mir doch gut. Schauen sie!", ich sprang auf und hüpfte im Zimmer herum, "Mir geht es gut!"

Die wahre Geschichte des Lebens.Where stories live. Discover now