Chapter 1

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Die Gänge der Universität waren erfüllt mit Leben, sowie hastigen Schritten und aufgeregtem Geplauder. 

Der Morgen in der Uni brachte stets eine hektische Energie mit sich – jeder eilte zu seinen Vorlesungen und Seminaren, während eine Aura der Aufregung in der Luft lag.

Ich navigierte mich geschickt durch die Menschenmenge, meinen Rucksack fest auf den Schultern und meine Notizen in der Hand. 

Strafrechtliche Grundsätze stand heute als erstes auf dem Programm– ein Fach, das nicht nur meinen Interessen entsprach, sondern in dem ich auch außerordentlich erfolgreich war.

Gerade als ich das Gebäude verlassen wollte, krachte ich unerwartet mit jemandem zusammen. Ein kleiner Schreckensschrei entkam mir, bevor ich meine Notizen reflexartig an mich drückte, um sie vor einem Fall zu bewahren.

„Oh, Entschuldigung", murmelte ich, meine Stimme freundlich, obwohl der Schreck noch nachwirkte. 

Ich blickte auf, um mich bei der Person zu entschuldigen, die den Zusammenstoß verursacht hatte.

Perplex blickte ich in ein paar Augen, welches mir direkt bekannt vorkam. Adrian, der Mann ohne Titel aus der Bibliothek. So schnell sah man sich also wieder. 

Die Welt schien plötzlich kleiner zu sein, als unsere Blicke sich trafen. Sein überraschtes Lächeln war herzlich und einladend, und ich spürte, wie sich mein Puls beschleunigte.

„Kein Problem", erwiderte er gelassen. „Ich sollte wohl auch besser aufpassen, wohin ich gehe."

Ein leises Lachen entfuhr mir unwillkürlich. „Ja, das wäre wahrscheinlich klug."

Wir standen mitten im Strom der Studenten, die hektisch an uns vorbeizogen. Für einen Augenblick schien die Zeit stillzustehen, während unsere Blicke sich festhielten.

„Ich habe dich schon eine Weile nicht mehr in der Bibliothek gesehen", stellte ich schließlich fest und wunderte mich darüber, wie viel offener ich war, als ich normalerweise in solchen Situationen war.

Ein leichtes Lächeln umspielte Adrians Lippen, und sein Blick schweifte kurz ab. „Oh, das liegt daran, dass ich im Moment eine andere Richtung eingeschlagen habe."

Meine Neugierde erwachte. „Eine andere Richtung? Was studierst du jetzt?"

Seine Antwort klang zögerlich, als ob er überlegte, wie viel er preisgeben sollte. "Wirtschaftswissenschaften."

Ich hob eine Augenbraue, während ich ihn studierte. „Interessant. Wieso hast du gewechselt?"

Es interessierte mich, obwohl ich mich fragte, ob seine Antwort wirklich stimmte. Es war etwas Geheimnisvolles an ihm, das mich faszinierte.

Er zuckte leicht mit den Schultern. „Manchmal ändern sich eben die Interessen."

Ein leichter Windstoß spielte mit meinen lockigen Haaren, während ich seine Worte verdaute. „Nun ja, ich finde es bewundernswert, wenn jemand den Mut hat, seinen eigenen Weg zu gehen, besonders wenn das bedeutet, von der Norm abzuweichen."

Ein Hauch von Ironie funkelte in seinen Augen, als er mich ansah. „Vielleicht liebe ich es auch einfach, die Dinge ein bisschen komplizierter zu gestalten."

Ein Lächeln brach sich auf meinen Lippen Bahn. „Kompliziert kann manchmal sehr aufregend sein."

Adrian lachte leise. „Da hast du absolut recht. Wo gehst du gerade hin?"

„Ich habe gleich eine Vorlesung über Verfassungsrecht", erklärte ich und zog meinen Stundenplan aus meiner Tasche, um nachzusehen. 

Meine Räume und Ich waren so eine Sache. Selbst am Ende des Semesters war es ein Wunder, wenn ich den richtigen Raum fand.

"Verfassungsrecht, das klingt spannend", sagte Adrian und sein Blick verriet echtes Interesse. "Ich wünschte, ich könnte jetzt in so einer Vorlesung sitzen."

Das Läuten der Glocke beendete den Augenblick, und die Menge um uns herum löste sich auf, als sich die Vorlesungszeit näherte.

„Ich sollte wohl besser los und versuchen mich durch die Vorlesung zu kämpfen", sagte ich mit einem leichten bedauern.

„Ja, ich auch", stimmte Adrian zu. „Es war schön, dich wiederzusehen, Zarah."

„Ja, das war es", erwiderte ich und spürte, wie die Zeit wieder in Bewegung kam.

Wir verabschiedeten uns und gingen in entgegengesetzte Richtungen. 

Während ich weiter zu meinem Saal eilte, konnte ich nicht umhin, über die unerwartete Begegnung nachzudenken. 

Der Rest des Tages verlief wie im Nebel. Die Vorlesungen verschwammen vor meinen Augen, während meine Gedanken immer wieder zu diesem geheimnisvollen Fremden wanderten. 

Ich wusste nicht, warum seine Anwesenheit solch eine Wirkung auf mich hatte, aber ich spürte, dass sich etwas in meinem Leben verändert hatte - etwas, das ich noch nicht greifen konnte.

Am Abend, als ich in meinem kleinen Apartment saß und auf die regennasse Straße blickte, konnte ich nicht anders, als mich zu fragen, ob unsere Wege sich jemals wieder kreuzen würden. 

War diese Begegnung nur ein zufälliger Moment oder sollte sie der Beginn von etwas Größerem sein? 

.......

Und schon das erste Kapitel meines neuen Buches. Ich muss sagen es ist nicht besonders lang oder spannend geworden, allerdings kann ich öfter aktualisieren, wenn die Kapitel kürzer bleiben. Ich habe mir vorgenommen in der nächsten Woche täglich ein Kapitel um 15:00 Uhr rauszubringen. 

Welche Uhrzeit findet ihr für neue Kapitel am besten? 

In einigen Kapiteln kommt dann auch mal etwas Spannung rein, allerdings muss die Geschichte jetzt erstmal langsam aufgebaut werden. 

Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen 🤍

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