Prolog: Tanzen ist doch was Tolles

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„Eins, Zwei,Drei...
Eins,Zwei,Drei...
Eins,Zwei,Drei...
Genau jetzt hast du's. ", sagte Zen glücklich.
Cara-Marie schaute ihn dankend an.
„Woher weißt du wie du es mir erklären musst? Ich hab manchmal das Gefühl ich bin so untalentiert aber mit dir macht Tanzen ja sogar Spaß!"
Zen wurde leicht rot. Das war zwar nicht das erste Mal, dass er sowas hörte, aber trotzdem war es für ihn sehr ungewohnt. Bevor er mit dem Tanzen angefangen hatte war er nicht wirklich auffällig gewesen. Klar seine guten Noten in der Schule, für die er fast nichts machen musste, blieben zwar nicht unbemerkt, aber dennoch hatten seine Klassenkameraden nicht Grade den Drang mit ihm zu reden.
Wenn Jo-Bodo, sein bester Freund, Wootky, und Benni nicht wären, würde er wohl in der Schule Zeichnen oder Lesen. Naja auch Cara-Marie schaute ab und zu Mal nach ihm. Sie war nicht ganz so gut wie er. Zugegeben ist das mit Diskalkulie auch nicht einfach, an ein Mathe-Ass ran zu kommen.
Sie war kleiner als Zen, der mit seinen 192cm schon ein Riese war. Mit 170cm fühlte sich Cara-Marie ganz oft sehr unterlegen Zen gegenüber. Aber das störte sie nicht wirklich, denn viel wichtiger war, Zen hörte auf sie, meistens.
Sie waren beide seit der ersten Klasse in der Waldorfschule in Nürtingen.
Und abgesehen von einer Beziehung in der vierten Klasse und dem Streit weil diese 2 Wochen später zuende ging, hatten sie sich auch immer gut verstanden.
„Wann fragst du eigentlich Paloma ob sie mit dir auf den Ball geht?", fragte Cara-Marie wobei sie fast aus dem Takt gekommen wäre.
„Denk nicht an die Schritte, mach sie einfach", bemerkte Zen trocken. „Sobald du die Schritte in deinem Muskulären Gedächtnis hast ist es deutlich einfacher."
Cara-Marie schaute ihn fragend an und ließ nicht ab bis er bemerkte das er der Frage nicht entkommen konnte.
„Mich wundert es sowieso das sie noch niemand gefragt hat", begann Zen. „ Ich meine schau sie dir doch an. Und tanzen kann sie auch noch. Es ist wahrlich ein Wunder das ich sie wohl doch fragen werden.
Cara-Marie nickte. „ Ja und das solltest du bald machen bevor Noah auf die Idee kommt mit ihr zu Tanzen."
Das Lied endete und alle schüler gingen zum Rand der verhältnismäßig kleinen Halle um etwas zu trinken oder über den Tanz Grade zu reden. Die Klasse war überschaubar. 26 junge Menschen, alle zwischen 17 und 18 Jahre alt. Dazu vier Gasttänzer/-innen.
Und dann der Tanzlehrer Herr Labudde. Auch wenn er ein wenig korpulenter war er war verdammt gut im tanzen. Und ein toller Lehrer. Er gab mittlerweile fast 20 Jahr Tanzkurse an Waldorfschulen im Großraum Stuttgart. Zen mochte ihn und er mochte Zen.
Das war für Zen Fluch und Segen zugleich. Denn das bedeutete meistens das Zen sich als erstes eine Partnerin aussuchen durfte, aber gleichzeitig auch das er oft vortanzen musste wenn Herr Labudde den schülern etwas zeigen wollte was Zen eben schon beherrschte.
„Sehr gut", sagte Herr Labudde und alle fingen an zu klatschen. „Also das mit dem Wiener Walzer klappt ja richtig gut mittlerweile. Ich würde jetzt Mal fünfundzwanzig Minuten Pause machen und dann schauen wir uns Mal den Foxtrott nochmal an."
Zen schaute auf die große Uhr an der Hallen Wand.
Es war 15 Uhr. Seit ca 3h tanzten sie jetzt schon und es ging noch genau so lange.
Und heute war Freitag das hieß danach auch noch Salsa. Zen freute sich. Nächste Woche fingen die Sommerferien an und in einer Woche, also wieder am Freitag war ihr Abschlussball.
Er sah sich nach Jobodo um, winkte diesen rüber, gab ihm Geld und sagte: „Das übliche Rest kannst du behalten.
Dann ging er zum Mischpult von Herr Labudde. Nur wenige dürften überhaupt mal dran drehen. Zen hatte allerdings die Unversalerlaubnis alle Lieder zu spielen die er wollte so Lange es Pause war.
Er suchte in dem Koffer mit den CDs nach einem bestimmten Tonträger. Als er diesen fand legte die Disc sofort ein und ließ die Musik laufen.
Zen schaute sich um und sah dass Noah sich Grade Richtung Paloma umgedreht hatte. Er hüpfte zu Paloma rüber um vor Noah da zu sein.
„Möchtest du tanzen?", fragte Zen und streckte seine Hand in Richtung von Paloma.
„Klar was ist das für ein Tanz?" ,erwiederte sie und ergriff seine Hand um von der Treppe aufzustehen auf der sie saß.
„Du siehst toll aus", bemerkte Zen als er sie, zum ersten Mal heute, stehend sah.„ Das ist ein Langsamer Walzer un auf deine Frage zurückzukommen", fügte er hinzu.
Zen hatte über den Tanzkurs, der sich jetzt über 2 Monate immer Mittwochs und Freitag abspielte, versucht mit jedem Mal zu tanzen. Er wusste wer wie gut war und wem man ehr aus dem Weg gehen sollte.
Paloma war eine seiner Lieblingsdamen.
Sie wusste sich zu bewegen. Und es machte Spaß beim Tanzen mit ihr zu reden. Das wichtigste war aber, sie genoss Musik, genauso wie er, das spürte man.
Es hatten sich ein paar Paare gefunden und so Tanzten nun 14 Schüler/-innen im Kreis. Zen dachte ein wenig über die Kombinationen nach.
„Tanzen ist schon was Tolles", sagte Paloma und riss ihn damit aus den Gedanken.
„Auf jeden Fall.", stimmte er ohne zu zögern zu. „Hast du jetzt wen für Freitag nächste Woche?"
„Ne haha, ich glaub ich bin zu unbeliebt. Benni tanzt ja schon mit Lilo und David ist ja mit Maya verbucht." , antwortete Paloma
„Und du ?"
Zen musste Lachen.
„Naja also ich wollte heute jemanden fragen." antwortete er. „Aber warum tanzt du nicht mit Noah der scheint es echt zu lieben mit dir zu Tanzen.
Paloma sah Zen an, sichtlich bemüht herauszufinden ob das jetzt ein Witz sein sollten.
Er drehte sie mit sich wild im Kreis. Er lächelte : „Natürlich war das ein Witz. Ich werde dir ja nicht vorschreiben mit wem du Tanzen sollst."
Das Lied endete und er ließ sie ausdrehen.
Dann bedankte er sich mit Verbeugung wie es sich gehörte.
Nachdem Zen dann noch Musik für die anderen angemacht hatte gingen Paloma und er zu einem der Großen Fenster und stellten sich in den Wind.
Während hinter ihnen die Musik trällerte genossen sie die kühle Luft.
Sie waren beide sehr sommerlich angezogen, kein Wunder Ende Juli.

Zen schaute Paloma an. Wenn ihre schwarzen, gelockten Haare im Wind wehten wollte er fast meinen das sie dafür gedacht seien. Er wollte sie fragen ob sie, am Freitag, mit ihm tanzen will aber er wollte sie die Luft genießen lassen zumindest redete er sich das ein.
Er ging zu seiner Tasche und trank von seinem Wasser.
Wieder gingen seine blicke zu Paloma rüber. Sie stand immer noch am Fenster. Ob sie überhaupt gemerkt hatte das er weg war?
„Also hast du sie immernoch nicht gefragt?"
Zen drehte sich um. Jo-Bodo mit einer Tüte in der Hand und einem Grinsen als ob er Grade im Lotto gewonnen hätte.
Der Brillenträger überreichte Zen sein Mittagsessen. Dieser bedankte sich.
„Um auf deine Frage zurück zu kommen, Nein hab ich nicht, Aaaber werde ich noch.", antwortete Zen nach dem er einen Ersten Schluck von seinem Kakao genießen konnte.
Nachdem sie gegessen hatten Tanzte Zen noch mit verschiedenen Leuten verschiedene Sachen.
Für den Abschlussball lernten sie Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Cha Cha Cha, Rumba, Foxtrott, Tango und Jive.
Als die Musik verstummte setzten sich alle auf den Mittelkreis.
„Also, bevor wir gleich Foxtrott Tanzen...", begann Herr Labudde. „... Ist mir aufgefallen dass noch nicht jeder eine Partnerin oder einen Partner hat. Ich möchte nochmal fragen ob es irgendwelche Neuigkeiten diesbezüglich gibt."
Zen hob seinen Arm und versuchte seine Nervosität zu unterdrücken.
Der Tanzlehrer freute sich als er Zens Arm sah und fragte: „Ja bitte Zen?"
„Ich würde gerne jetzt jemanden fragen", sagte er und drehte sich zu Paloma.
„Möchtest du mit mir Tanzen?"
Er sah sie an, sie sah ihn an.
Schweigen im Raum.

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