i can't seem to let myself leave you

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Alternativtitel: Komplett Plot-loses Ding, dass den roten Faden nur zum Ende hin findet - und das auch nicht wirklich sinnvoll. 

Also, falls ihr nicht ganz durchsteigt - das macht nichts, ich hatte auch meine Probleme damit. 

(Achja, es wird meist nur von "ich" und "du" gesprochen, trotzdem ist es nicht auf den Leser bezogen sonder eher auf eine weitere Person)

<3

See·le

/Seéle/

Substantiv, feminin [die]

1. Gesamtheit dessen, was das Fühlen, Empfinden, Denken eines Menschen ausmacht

2. substanz-, körperloser Teil des Menschen, der nach religiösem Glauben unsterblich ist, nach dem Tode weiterlebt

"die unsterbliche Seele"


"Du bist wütend."

Deine Hände graben sich zu fest in den Stoff deiner Hose.

"Nein", erwiderst du und du meinst es so.

Wut ist kein Gefühl, mit dem du gerne verbunden wirst - und ganz ehrlich? Ich kann es verstehen. Wütend zu sein ist keine Kunst - jedes Baby kann wütend sein, wenn es nicht schnell genug gefüttert wird.

"Ich bin nie wütend", setzt du hinzu und meine Augen verengen sich skeptisch.

"Jetzt fängst du an zu lügen."

"Ich lüge auch nie."

"Wenn du das denkst."

Ich weiß, dass dich diese Art auf dich zu reagieren stört. Deine Finger trippeln unruhig auf deinem Bein herum. Weißt du, dass es einem Rhythmus gleichkommt? Bestimmt weißt du es nicht, denn es ist nicht, worauf du achten würdest. Warum auch.

"Warum bin ich hier?"

"Warum ist überhaupt irgendwer hier?" Ich lächele, als du das Gesicht verziehst. Du hasst Gegenfragen, ich weiß.

Du drehst den Kopf und schaust demonstrativ zur Seite. Wenn ich mit dir reden möchte, sollte ich langsam mal anfangen.

"Was glaubst du, soll das alles hier?", frage ich. Du siehst mich nicht an.

"Du fragst mich nach dem Sinn des Lebens? Du hast mich hierher geholt, du solltest es wissen."

"Ich habe nie gesagt, dass ich es nicht weiß. Aber ich frage dich."

Du drehst dich langsam wieder zu mir. Ich kann dich immer mit diesen Fragen kriegen, ich weiß.

"Das Leben ist so groß und komplex, es muss etwas Großes und Komplexes als Sinn haben."

"Wenn du das willst", entgegne ich. Langsam sollte ich mich wirklich zurückhalten, ich weiß das.

Ich kann nicht aufhören.

Ich kann nie aufhören.

Und das, obwohl alles irgendwann aufhört.

"Der Sinn des Lebens kann doch nicht einfach für jedes lebende Wesen einzeln definiert sein."

Manchmal frage ich mich, ob du unter anderen Umständen lauter protestieren würdest. Vielleicht bist du ja auch jetzt laut, aber der Schall versickert zwischen den Zeilen, wie Wasser im Sand.

repeat until deathWhere stories live. Discover now