An alle die an mich gelglaubt haben.
20. Mai. 1974
Was ist, wenn du nach einer langen Zeit aus einer Art Koma aufwachst, das dich nicht altern ließ. Wir sagen mal es sind ungefähr 200 Jahre vergangen. Du öffnest deine Augen und erinnerst dich an rein gar nichts. Deine Gedanken drehen sich nur um die Dinge, die passieren könnten und warum gerade an diesen Ort? Vielleicht fragt man sich auch wer man ist und wie das alles in Zusammenhang steht.
Das Licht das langsam in deine Augen dringt und dich aus etwas weckt, das du nicht nachvollziehen kannst. Es blendet dich und man spürt, dass man existiert. Ein unglaublich merkwürdiges Gefühl kommt über dich. Du bekommst Gänsehaut. Du kannst dich an all die Dinge erinnern, die für dein Leben wichtig sind. Nur nicht an dein Leben selbst.
Am Anfang kann man das um sich nicht einmal wahrnehmen, weil einem so viel Wichtigeres durch den Kopf geht. Man liegt dort einfach wach und versucht alles zu realisieren und nichts davon hilft dir. Die anfangs Zeit ist schrecklich, du bist komplett alleine. Nichts ist ein Teil von dir und um nicht komplett zu versinken, versucht man sich auf etwas Anderes zu konzentrieren.
Du schaust dich um. Nein nichts davon ist bekannt. Nirgends ist etwas an dem du festhalten kannst um nicht zu fallen und du versuchst nach dem ersten zu greifen, was sich anbietet, deswegen hältst du dich am Ende an etwas Unbekannten fest. Nichts davon ist dir bekannt, du versuchst es zu verstehen, doch du kannst es nicht. Es fühlt sich nicht richtig an.
Aber du kannst nicht einfach wieder etwas loslassen nach dem du so unüberlegt gegriffen hast. Sie verlangen etwas von dir, das du beherrschen solltest, weil das du das du warst es konnte. Sie sagen sie kennen dich und wollen dir helfen. Sie verlangen, dass du wieder der wirst der du einst warst. Aber wie kannst du jemand sein den du nicht kennst. Und wie um alles in der Welt können sie etwas von dir verlangen, wozu du nicht nein sagen kannst. Du sollst fortsetzen, was du angefangen hast. Aber was?
Denn so einfach ist das nun einmal nicht, weil du nicht weitermachen kannst, wenn du noch nicht einmal angefangen hast, aber jeder verlässt sich auf dich. Du bist das einzige was ihnen bleibt. Die einzige Hoffnung, die sie haben. Warum müssen sich das Menschen immer antuen? Ich mein, es ist nicht böse gemeint, aber trotzdem unglaublich unbedacht. Selbst wenn sie keine andere Wahl haben.
Und du. Du musst versuchen deren Erwartungen zu erfüllen, weil dir einfach nichts Anderes übrig bleibt doch jeden Tag stellst du dir ein und dieselbe Gottverdammte Frage „Was wenn ich es nicht schaffe? Was wenn ich die Erwartungen nicht erfülle und wegen mir alles Untergeht?"
Was soll man in so einem Moment am besten tun? Sagt es mir was soll man tun? Denn ich weiß es nicht.
Soll ich kämpfen?
Soll ich es versuchen?
Oder soll ich aufgeben und das Schicksal den Rest entscheiden lassen?
Ja vielleicht hätte ich letzteres tun sollen. Ich konnte es nur einfach nicht. Ich konnte nicht den Weg gehen. Mein Kopf ließ das einfach nicht zu. Ja mir kam durchaus auch der Gedanke an Selbstmord, aber was hätte er mir gebracht?
Obwohl wenn ich es so überlege wahrscheinlich mehr als alles andere. Was ist denn auch so schlimm daran Aufzugeben?
Nichts.
Man kann nun einmal nicht immer der Held sein und nur, weil man an jemanden glaubt heißt es nicht, dass er es schaffen kann. Bitte gebt nie jemand anderen Hoffnung, ohne zu wissen welchen Schaden ihr anrichtet. Denn niemand kann die Last eines anderen tragen. Man sollte niemand anderen den Druck geben, den man selber nicht heben, kann. Oder denkt ihr wirklich die andere Person könnte das? Mensch ist Mensch, egal wie unterschiedlich sie sind. Dann tragt sie lieber selber, eure Last und bringt sie alleine an den Ort, an dem ihr sie ablegen könnt. Macht es für andere.
Denn ich konnte es nicht. Ich habe es nicht geschafft, sie zu halten und ich bin jetzt wirklich am Ende. Selbst sich zu wehren würde nichts mehr bringen.
Ihr wisst nicht, wie ich jeden Tag Leiden musste und der Druck der mich beinahe zerstört hätte. Der mir alles Kräfte geraubt hat und mich an den Abgrund stellte, ohne mir ein Weg dort weg zu ermöglichen. Es hat wehgetan. So unglaublich wehgetan. Und das Tag für Tag. Doch meine Beine blieben nie stehen. Sie brachten mich weiter ohne, dass ich es bemerkte. Wie ein hasserfüllter Mensch konnte ich nichts mehr sehen. Ich tat nur ein Schritt nach den anderen und es hörte nicht auf.
Ja eure Hoffnung lies mich weitergehen. Doch kam ich nicht dem Sieg näher, sondern dem Abgrund meines Lebens und meines Ichs das ich nicht war. Ich sah dort tief in meiner Seele selten Licht. Nur Bruchstücke meiner Vergangenheit, die manchmal wie kleine Sterne aufleuchteten, aber am Ende immer wieder erloschen.
Bis kurz vor meinem Tod wusste ich nicht wer ich war. Warum kam das Licht das mein Leben ausmachte erst, als alles schon wieder vorbei war? Naja es hat aber auch niemand gesagt, das alles immer so läuft, wie man es möchte. Das wäre nur eine Wunschvorstellung, die uns Hoffnung geben könnte, die dann aber nach einer gewissen Zeit, sich in etwas schlimmeres verwandeln würde. An sich finde ich es auch schön, das ich mich vor meinem Tod noch kennenlernen durfte. Oder eher die Person in dessen Körper ich "Mein" Leben verbracht habe.
Doch ein was kann ich sagen, ich habe nichts bereut was ich getan habe, weil es nie etwas gab das ich falsch gemacht habe und die anderen haben, das auch nicht, sie wollten mir nie so ein Leid zufügen und sie haben bestimmt auch nicht gewusst, wie ich Fühle. Immerhin habe ich es ihnen nie gesagt. Es tut mir sehr leid. Vor allem möchte ich mich bei Amado Entschuldigen. Du warst immer da, nur konnte ich dich nicht wahrnehmen. Ich konnte einfach nicht. Bitte vergiss mich und werde glücklich, du hast es verdient.
Weißt du, mir ist erst jetzt aufgefallen, dass du der einzige warst, der keine Erwartungen an mich stellte. Nein im Gegenteil, du versuchtest mir sie abzunehmen. Jeden Tag ein kleines Stück, wenn ich es nicht bemerkte. Nur hat das nicht gereicht. Die Worte klingen vielleicht hart, doch ich bin dir wirklich dafür Dankbar und nimm es die nicht zu Herzen, denn du bist nicht der einzige, der Versagt hat.
Entschuldigung. Es tut mir wirklich so unfassbar leid. Aber ihr schafft das. Wisst ihr warum?
Weil ihr es die ganze Zeit wart.
Die Lösung. Das seid ihr und nicht ich. Also vergesst mich und geht weiter. Nutzt diesen Brief dafür. Macht ein großes Feuer und schmeißt ihn nachdem ihr ihn gelesen habt dort hinein und wartet bis jedes einzelne Wort langsam verschwindet und lasst eure Erinnerungen an mich fliegen lasst sie los und zieht weiter. Lasst euch von euren Füßen tragen und achtet wohin sie euch bringen. Ihr werdet ankommen.
Eure Mila
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An alle die an mich glaubten
FantasíaEs basiert auf "The Legends of Zelda". Also die Inspiration dafür entstammen aus diesem wunderbaren Spiel. Juckt zwar keinen aber muss man ja erwähnen.
