Das Loch im Boden wurde immer größer und größer. Er rannte so schnell ihn seine Beine tragen konnten weg, doch das Loch war schneller. Bald würde es ihn erreicht haben. Plötzlich packte ihn etwas...
Harry schlug die Augen auf. Er atmete schnell und sein ganzer Körper zitterte. "Es ist nur ein Alptraum.", erinnerte er sich, "nur ein Traum". Er stand auf, verließ sein Schlafzimmer und betrat die Küche seiner Wohnung, da sein Mund sich staubtrocken anfühlte. Während er im Kühlschrank nach eine Flasche Wasser suchte, hörte er ein seltsames Geräusch. Es war eine Mischung aus Kratzen und Schleifen, fast so als würde ein scharfkantiger Gegenstand über einen Parkettboden gezogen werden. Dazu kam ein hastiges unregelmäßiges Atmen. "Das bildest du dir nur ein.", versuchte Harry sich zu beruhigen "Das ist bestimmt wieder das Pärchen welches über dir wohnt bei ihren nächtlichen Aktivitäten.", versuchte er sich einzureden.
Nachdem er die Wasserflasche gefunden hatte, trank er einen Schluck Wasser und drehte sich gleichzeitig um. Da er glaubte einen schwarzen Schatten hinter der Tür zum Schlafzimmer zu sehen verschluckte er sich vor Schreck. Als er wieder hinsah war der Schatten verschwunden. "Sei nicht paranoid. Das sind alles nur noch Eindrücke deines Traumes.", sagte er zu sich selbst.
Als Harry von der Küche wieder auf den Flur trat, nahm er einen seltsamen Geruch, ähnlich wie den von Schwefel, war. "Das kann kein Traum sein", dachte er in dem Moment, in dem er aus seinem Schlafzimmer ein Grollen vernahm. Es klang so, als wäre ein großes, unmenschliches Wesen, mit dem weder er, noch sonst jemand sich wohl freiwillig und erst recht nicht gerne anlegte, nicht sonderlich gut gestimmt. In Harry breitete sich Panik aus: "Was soll ich den jetzt bloß anstellen? - Die Polizei, ich sage denen, dass ich einen Einbrecher in meiner Wohnung habe, wenn ich der Polizei etwas von einem Ungeheuer erzähle, glauben sie mir doch nicht.". Er trat langsam und vorsichtig mit der Intention bloß kein Geräusch zu machen, damit was auch immer sich in seinem Schlafzimmer befand ihn nicht hörte, auf den Beistelltisch in seinem Flur zu. Er nahm den Hörer ab und wartete auf ein Freizeichen, doch es kam kein Ton aus dem Telefon. "Nein! Das kann jetzt nicht sein! Die Leitung darf jetzt nicht tot sein. Davon hängt mein Leben ab." Panisch, ohne nachzudenken stürzte Harry auf die Tür seiner Wohnung zu. Er drückt die Klinke herunter und zog an der Tür, doch es tat sich nichts. Verzweifelt drückte sich Harry mit seinem Rücken gegen die Wohnungstür. Er konnte nichts tun. Er war der Kreatur in seinem Zimmer ausgeliefert. Zu allem Unheil hatte das Monster aus dem Schlafzimmer gehört, dass sich etwas im Flur getan hatte und war auf den Korridor gekommen. Langsam näherte sich die große Gestalt.
"Was soll ich jetzt loß tun?", Harry dachte angestrengt nach, auf der Suche nach einer Lösung für die Zwickmühle, in der er sich befand. Als ihm klar wurde, dass er diese Nacht nicht überleben würde, fing er an, an seine Familie zu denken. Wie würden diese auf seinen Tod reagieren? "Denk nicht gleich ans Schlimmste!", ermahnte er sich. Doch in dem Moment wurde ihm klar, dass ihm viel schlimmeres passieren könnte als "einfach nur" der Tod: "Wer weiß, was das mit mir anstellt? Vielleicht werde ich ja gefoltert oder langsam und schmerzhaft aufgegessen." Harry wagte sich nicht aufzublicken, doch als er schließlich den Kopf hob, blickte er in zwei rote glühende Augen...
Fortsetzung folgt
